8 Regenhosen für Mountainbiker im Test (2015)

So funktioniert der Dampfdurchlass der Hosen

Wenn der Körper schwitzt, muss der Wasserdampf durch die „dichte“ Regenhose entweichen. Wie die Regenhosen das ermöglichen, erklären wir hier.
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Sobald der Mensch körperliche Leistung erbringt, steigt die Körpertemperatur, und die Kühlung durch Schweiß setzt ein. Der bei der Schweißverdunstung entstehende Wasserdampf muss „ins Freie“ – sonst würde der Biker buchstäblich im eigenen Saft garen.

Um diesen Abtransport zu ermöglichen, setzen viele Hersteller auf eine einlaminierte, mikroporöse Membranschicht. Diese sitzt an der Innenseite des Oberstoffs, besteht meist aus PTFE (Teflon) und besitzt pro cm circa 1,4 Milliarden(!) Poren. Letztere sind 20 000 Mal kleiner als ein Wassertropfen und halten damit den Regen fern.

Die erheblich kleineren Wasserdampfmoleküle gelangen jedoch durch die Membran nach außen: Die Jacke ist dampfdurchlässig oder „atmend“. Der Begriff Atmungsaktivität ist aber falsch, da der Transport passiv verläuft: Die meisten Membranen benötigen ein Druckgefälle zwischen Innen- und Außenseite – die Wasserdampfmoleküle werden zum niedrigeren Druck durch die Membran geleitet. Je größer das Temperaturgefälle zwischen Körper und Umgebung, desto besser klappt’s.

Zum Aufbau einer 3-Lagen-Regenjacke gehört auch eine abriebfeste, meist DWR-(durable water repellent-)imprägnierte Außenlage. Sie schützt die Membran und lässt Regen abperlen.

Eine dritte, körpernahe Schicht, oft ein Leichtgewebe aus Futterstoff, bewahrt die Membran vor aggressivem Schweiß, verteilt diesen und sorgt für ein angenehmes Tragegefühl. 2,5-Lagen-Hardshells besitzen statt des Innenfutters einen Schutzfilm – dieser macht die Hose oft leichter und kompakter, aber weniger robust und bequem.

02.10.2015
Autor: Christian Zimek
© promobil
Ausgabe 10/2015