Magura Vyron MDS V3 Detail Magura

Funk-Dropper Magura Vyron MDS-V3 im ersten Test

Magura MDS-V3 Erster Test der Funk-Variosattelstütze

Mit der neuen MDS-V3 zeigt Magura Version drei seiner revolutionären Funk-Variosattelstütze. Wir durften das schwäbische Technik-Aufrufezeichen bereits ausgiebig testen.

Kurz und knapp: Magura Vyron MDS-V3

  • Funk-Sattelstütze neu aufgelegt
  • Neue Remote, Sattelstützenmechanismus Batteriebetrieben
  • Deutlicher Geschwindigkeitszugewinn im Vergleich zum Vorgänger
  • Erhältlich in 30,9 und 31,6mm Durchmesser in 100, 125, 150 und 175mm Verstellweg zu Preisen ab 580 Euro

Als Magura 2016 eine Vario-Sattelstützen namens Vyron auf den Markt brachte, fehlte dieser etwas: der Bowdenzug. Als erste funkbasierte Teleskop-Stütze war sie nicht weniger als eine Sensation. Dennoch wurde die Magura Vyron rund drei Jahre später von der ebenfalls funkenden Rock Shox Reverb AXS in den Schatten gestellt. Das soll sich mit der Neuauflage ändern. Die MDS-V3 will dabei gezielt die Schwachstellen der Vorgängerin beseitigt haben. So funkt sie nun mit neustem Bluetooth-Protokoll statt wie davor mit ANT+.

Und das merkt man in der Praxis sofort, die Neue reagiert erheblich flinker als (die zu träge) erste Vyron, auch wenn sie nicht ganz an den Speed der AXS herankommt – schnell genug ist sie allemal. Davon ab funktioniert sie tadellos, die Bedienung über den neuen, kompakten und haptisch angenehmen Remote folgt der Logik einer via Seilzug angesteuerten Stütze. Stromversorgt wird die Fernbedienung wie bei Rock Shox von einer CR2032-Knopfzelle. Anders als die US-Amerikaner setzen die Schwaben aber auch im Stützenkopf eine Batterie, keinen Akku ein: In der Hutze unterhalb des Sattels steckt eine CR2-Batterie, der Deckel ist mit zwei Torx-10-Schrauben befestigt.

Und warum? Zum einen verspricht Magura, dass die Batterie mindestens ein Jahr lang hält – ein Akku muss häufiger aufgeladen werden. Zum anderen konnte so ein dichtes System realisiert werden, das nach IP67 zertifiziert ist und Tauchgänge bis zu einem Meter Tiefe erlauben würde. "Keep it simple" lautet auch das Motto bei der Funktechnik: Das Pairing erfolgt nach Einlegen der Batterien von alleine und innerhalb weniger Sekunden. Eine App bietet Magura anders als die Konkurrenz nicht, über den Zustand der Batterien geben LEDs Auskunft.

Magura Vyron MDS V3 Detail
Magura
In der Hutze/Steuerungseinheit steckt eine CR2-Batterie
Magura Vyron MDS V3 Detail
Magura
Die neue Remote am Lenker mutet haptisch sehr gut an.

Generell gefällt die sehr robuste Machart: Die Vyron weist kein im Sattel spürbares Spiel auf, fährt ruckelfrei ein und aus. Inklusive Remote und Batterien wiegt sie in 30,9 x 175 mm circa 770 g. Das entspricht der AXS, "Seil-Stützen" wiegen aber 100 g weniger. Kleine Kritik: In unserem Bike reagierte die Teststütze sehr sensibel auf das Anzugsmoment der Sattelstützenklemme und fuhr bei stärkerem Anzug nicht ganz aus. Lobenswert ist der verglichen mit Rock Shox faire Preis.

Magura Vyron MDS-V3 im Video

Unser Redaktionsleiter André Schmidt konnte die neue Magura Vyron bereits exklusiv testen. Im Video packt er die Stütze für dich aus und zeigt erste Testeindrücke.

Zur Startseite
Parts Sonstiges So verstaust du dein Fahrrad richtig Die besten Fahrrad-Halterungen für drinnen und draußen

Effiziente Lösungen für drinnen und draußen von günstig bis teuer.