Projekt Cape Epic: So lief die erste Etappe

Foto: Greg Beadle/Cape Epic/SPORTZPICS Die erste Etappe beim Cape Epic 2017 war ultrahart.

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Tag 2 beim Cape Epic war ultrahart. Der dreifache Cross-Weltmeister Mike Kluge und unser Chefredakteur Jens Vögele sind am Start und erzählen, wie's lief.

Asphaltstraßen und Mountainbiken haben ja eigentlich so gar nichts miteinander zu tun. Aber heute hatte ich nur einen Wunsch. Endlich auf Asphalt zu rollen. Etappe 1 beim Cape Epic in Südafrika verlief so ungefähr zwei Kilometer auf Asphalt. Direkt nach dem Start. Und zwei Kilometer auf Asphalt. Kurz vor dem Ziel. Dazwischen Trails, Steine, tiefer Sand, loser Untergrund, ein stetiges Auf- und Ab - und elendige Hitze.

Du wirst keine Trails mehr sehen können, hat Tim Böhme vom Team Bulls und vom radlabor prophezeit. Und er hatte Recht. Was aber auch daran lag, dass ich zwischenzeitlich so gar nichts mehr sehen konnte.




Den Stecker gezogen

Kurz vor der dritten Verpflegungsstation hat's mir nämlich so den Stecker gezogen, wie bislang nur einmal, seit ich Rad fahre. Da waren es noch gut 30 von 100 Kilometern bis ins Ziel. Bei wirklich krassester Hitze. Cola, Wasser, Salzkartoffeln und was weiß ich was alles noch sowie die Unterstützung von meinem Teampartner Mike KLuge haben mich während einer langen Pause von 30 Minuten wieder aufgepäppelt. Und auch der Moderator, der dauernd sagte, dass es jetzt fast flach und quasi ohne Sand ins Ziel gehen würde. Die Definitionen von fast flach und quasi ohne Sand würde ich gerne nochmal mit ihm diskutieren.

Foto: Mike Kluge Unser Chefredakteur Jens Vögele beim Cape Epic.

Ganz schön platt - bei der dritten Verpflegungsstation 30 Kilometer vor dem Ziel.

Wirklich demoralisierend

Wirklich demoralisierend war aber, dass die angeblich flache und sandarme Strecke direkt neben der Straße verlief. Einfach schnell zurückrollen wäre aber die einfache Variante gewesen. Und die ist beim Cape Epic eben einfach nicht angesagt. Irgendwann, endlich, mündete der Trail auf Asphalt. "Hey, wir fahren ja Straße", hab ich enthusiastisch zu einem der Zuschauer gesagt. Der leider anders als der Moderater ziemlich wahrheitsgemäß prognostizierte: "Aber nicht lang".

Die Strecke hat stattdessen so ziemlich keine Gemeinheit ausgelassen, weshalb sich dann selbst Mike, der das Ganze hier im Touri-Tempo ziemlich genießen kann, fragte, ob der Streckenchef wohl eine glückliche Kindheit hatte. Das werden wir wohl die nächsten Tage noch ein bisschen intensiver unter die Lupe nehmen (müssen) ...

Cape Epic 2017: So lief die 1. Etappe bei den Profis

Foto: privat Mike Kluge und Jens Vögele fahren zusammen das Cape Epic

MOUNTAINBIKE-Chefredakteur Jens Vögele und der dreifache Cross-Weltmeister Mike Kluge fahren zusammen das Cape Epic und berichten von ihren Eindrücken.




20.03.2017
Autor: Jens Vögele
© MOUNTAINBIKE