Cannondale-Entwickler Peter Denk im Interview

Das Flash war nur der erste Streich der US-Amerikaner. "Wir haben noch einige Projekte laufen", so Rahmen-Guru Peter Denk.

MB: Sie sind bekennender Fully-Fahrer. Hat es trotzdem Spaß gemacht, für Cannondale ein Hardtail zu entwickeln?
Peter Denk: Sicher! Dabei war die Vorgabe ganz klar: Wir hatten ein Jahr Zeit, um auf der Eurobike 2009 das erste gemeinsam entwickelte Rad zu präsentieren, mit dem wir zeigen, was Cannondale in Zukunft bieten wird. In dieser Zeit wäre ein Fully unmöglich gewesen.

Das klingt nach großen Plänen. Was darf man als nächstes von Peter Denk erwarten?
Peter Denk: Dazu möchte ich mich noch nicht äußern, nur so viel: Wir haben noch einige Projekte laufen.

Demnach gibt Cannondale richtig Gas. War das der Anreiz, sich von Scott zu trennen?
Peter Denk: Es ist eine große Herausforderung, die Nummer eins zu werden, und genau das hat die Dorel-Gruppe mit Cannondale vor. Die Einstellung der Amerikaner hat mich voll überzeugt.

Wohin geht die Reise in der Carbon-Technologie, was ist noch möglich?
Peter Denk: Die Grenze ist bald erreicht, momentan geht es aber noch etwas leichter. Wir hätten den Rahmen des Flash auch mit 900 Gramm bauen können, doch Cannondale hatte den Anspruch, das steifste, nicht das leichteste Rad zu haben. Das war dann eher mein persönlicher Ehrgeiz.

23.08.2009
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