Superbe MTB-Federgabel aus Frankreich: BOS Deville 35 für 2018

Foto: Dennis Rein Die MTB-Federgabel BOS Deville 35

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Highend für Mountainbiker: Die neue MTB-Gabel BOS Deville 35 will vor allem All-Mountain-, Trail- und Enduro-Mountainbiker entzücken. Wir haben alle Infos und Bilder, live vom Sea-Otter-Festival!

Die MTB-Federgabel-Marke BOS genießt bei Experten einen ausgezeichneten Ruf. Mit der neuen BOS Deville 35 spricht der Premiumhersteller diverse Mountainbiker an: All-Mountain-, Trail- und Enduro-Fans sollten sich die neue BOS Deville 35 jedenfalls einmal genauer anschauen.

Die Federwege passen maßgeschneidert in die Kategorien: 150 mm, 160 mm und 170 mm. Es wird die BOS Deville 35 zunächst für 27,5 Zoll ab Mai 2017 geben, bis Ende des Jahres sollen dann Varianten für 29 Zoll, respektive 27,5 Plus folgen. Wiegen soll die neue MTB-Gabel nur 1900 g – sehr gut für die Kategorie. Preise stehen noch nicht fest, beim Sea-Otter-Festival in den USA wurden happige 1500 US-Dollar in den Raum gestellt. Der Euro-Preis dürfte ähnlich hoch sein.

BOS Deville 35: frischere Optik, breitere Standrohre

Optisch fällt der frischere, organischere Look auf, der sich deutlich vom "Kasten-Design" der alten Deville abhebt. Noch wichtiger sind aber die nun 35 mm dicken Standrohre, die der Deville 35 den Namen und die hohe, versprochene Steifigkeit schenken. Auch das Maß der Steckachse ist nun up-to-date: Boost, also 110 x 15 mm.

Spezielle Ventil-Technik für die BOS Deville 35

Die weiteren Evolutionsschritte der BOS Deville 35 verbergen sich im Inneren. Dämpferseitig kommt nun eine geschlossene Kartusche, kein offenes Ölbad mehr zum Einsatz. Highlight ist das FCV-Ventil, das BOS sonst für Buggy-Cars und andere Autosportarten einsetzt. Dies soll, ähnlich wie das bekannte BRAIN-System von Specialized, Stöße vom Untergrund von den Einflüssen des Fahrers (Wiegetritt etc.) unterscheiden können.

Foto: Dennis Rein Die MTB-Federgabel BOS Deville 35

Vielfache Anpassung der Dämpfung

Typisch BOS, lässt sich auch die Deville 35 vielfältig einstellen, wobei BOS die Einstellbereiche selber eher absichtlich klein gehalten hat, damit die Gesamtperformance der Gabel stets hoch bleibt und "Einstellfehler" des Endverbrauchers möglichst wenig Einfluss haben. Die einstellbare Highspeed-Druckstufe soll sich vor allem auf die Grundhärte der Gabel auswirken, die Lowspeed-Druckstufe hingegen bietet laut BOS die Möglichkeit, die Gabel auf die aktuellen Bedingungen, etwa auf Matsch oder Trockenheit oder auf den Druck des Reifens, fein abzustimmen. Zudem gibt es noch einen größeren Hebel, mit dem sich eine eher harte Plattform (Wippunterdrückung) rasch zuschalten lässt. Die Zugstufe ist traditionell am unteren Holm einstellbar.

Einzigartig: Negativluftkammer einstellbar

Die Anpassung an das Fahrergewicht erfolgt natürlich via Luftfeder. Zudem lässt sich – auch das ist einzigartig – das Luftvolumen in der Negativluftkammer via Spacer verstellen, um die Feinfühligkeit der BOS Deville 35 zu modulieren.

Foto: Dennis Rein Die MTB-Federgabel BOS Deville 35

Unser erster Eindruck der BOS Deville 35

Anderthalb Jahre hat BOS, die Marke von Suspension-Guru Olivier Bossard, an der neuen Deville 35 entwickelt, währenddessen gab es fünf Prototypen. Unser erster Eindruck: Die Jungs von BOS sind zurecht sehr stolz auf ihr Produkt! Die Deville 35 ist ein absolutes Highlight, und BOS möchte die Gabel im oberen Highend-Bereich positionieren. Die Erfahrungen aus dem Motorsport sieht man der Federgabel förmlich an, die Deville 35 könnte ein echter Knüller für 2018 werden. Und damit eine heiße Konkurrenz sowohl zur neuen Rock Shox Pike als auch zur ebenfalls neuen Fox 36!

22.04.2017
Autor: André Schmidt
© MOUNTAINBIKE