Ranking: Die innovativsten Bikes 2019

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Foto: Bold

Das Elegante: BOLD Unplugged Vol. 2

Ja, wo ist er denn? Wer bei den Fullys von Bold nach dem Dämpfer sucht, wird nicht so leicht fündig. Denn das wahlweise von DT Swiss oder Rock Shox stammende Federbein lassen die findigen Schweizer im Bereich Tretlager/ Sitzrohr komplett im Rahmen verschwinden. Zugänglich – etwa zum Setup – ist es über eine Wartungsluke am Unterrohr. Doch das 150-mm-All-Mountain mit edlem Voll-Carbon-Rahmen zeigt sich nicht nur elegant, sondern auch höchst variabel: Der Lenkwinkel ist mehrfach verstellbar, und die Geo lässt sich so einstellen, dass sie Laufräder mit 27,5 x 2,4"-, 27,5 x 2,8"- oder 29 x 2,6"-Bereifung aufnimmt. Preis: ab ca. 4800 Euro Gewicht: k.A.

Das Detailreiche: Liteville 301 MK15 Eagle X01

Alleine die vollintegrierte Eightpins-Vario-Sattel- stütze mit bis zu 220 (!) mm Hub macht das 301 zu einem Innovationsträger erster Güte. Dazu strotzt das Bike nur so vor intelligenten Lösungen, ist etwa per „Duo Link“ auf 27,5" oder 29" ideal anpassbar. Der von Liteville entwickelte „Evo6“-Standard am Hinterbau erlaubt mehr Laufradsteifigkeit und gleichmäßige Speichenspannung. Auch top: „mitwachsende“ Kettenstreben in fünf Größen. Preis: 6360 Euro Gewicht: 13,2 kg

Das Futuristische: Scott Genius 900 Ultimate

Das Genius wäre schon „normal“ ein Kandidat für diese Innovations-Top-10, bietet es doch einen superleichten Carbon-Rahmen und ein variables, vom Lenker aus bedienbares 150-mm-Fahrwerk. Das Topmodell 900 Ultimate spart sich jedoch die berühmte „Traction-Control“- Technik, kommt dafür als eines der allerersten Bikes mit elektronischem Fox-„Live-Valve“- Fahrwerk: Sensoren erkennen die Fahrsituation, passen via Elektromagnetventilen die Härte der Federung automatisch an. Die Zukunft beginnt jetzt! Preis: 10499 Euro Gewicht: 12,8 kg

Das Außerirdische: Pole Machine EN

Extravagant geschwungene Rohre, asymmetrische Dämpferposition, extrem tiefer Schwerpunkt – das Pole sieht aus wie von einem anderen Stern. Und es ist auch technisch ein Exot: Der Rahmen wird aus zwei extrem steifen 7075-T6-Aluminium-Blöcken gefräst, die beiden Hälften sind verklebt und verschraubt. Schweißnähte gibt es quasi keine. Dazu kommt die ultralange Geo des 29"-Hammers. Preis: 7300 Euro Gewicht: 14,5 kg

Das Extravagante: Hope HB.160

Wenn Briten ein Bike bauen, kann nur etwas ganz Spezielles dabei rauskommen. So auch beim in UK gefertigten, streng limitierten 27,5"-Hope-Enduro mit Carbon-Hauptrahmen und geklebten (!) Alu-Streben. Tretlager, die Steckachse für den nur 130 mm schmalen Hinterbau sowie das zentrisch eingespeichte Hinterrad sind Eigenkreationen von Hope, dazu kommen die bunten und legendären, CNC-gefrästen Anbauteile. Preis: 7500 Euro Gewicht: k.A.

Das Variable: Canyon Strive CFR 9-0 LTD

Doppelte Ehre! Schon bei unserer Enduro-Top-10 (Ausga- be 05/19) war das Strive dabei, wegen seiner famosen Vario-Geo ist es auch bei den Innovations-Bikes gesetzt. Der Clou: Dem eigentlichen Dämpfer ist eine Gasfeder vorgeschaltet, die vom Lenker aus bedient wird. Fährt sie ein/aus, ändert sich die Anlenkung des Dämpfers, damit variieren Federweg (135 bzw. 150 mm) und Winkel. Preis: 6999 Euro Gewicht: 14,2 kg

Das Einzigartige: Cannondale Scalpel SI Hi-Mod WC

Asymmetrischer Hinterbau, speziell eingespeichtes Hinterrad, extrasteifer Carbon-Rahmen, systemintegrierte Lager und Kurbeln – das auffällige 100-mm-Racefully der US-Amerikaner strotzt nur so vor technischer Exzellenz. Innovatives Highlight ist jedoch die einzigartige Einarm- Gabel Lefty, die in ihrer neusten Evolutionsstufe, „Ocho“ genannt, ohne Doppelbrücke auskommt und somit spektakulärer denn je ausschaut. Preis: 9499 Euro Gewicht: 9,8 kg

Das Konsequente: BMC Fourstroke 01 One

Moderne Cross-Country-Rennstrecken werden immer schwerer, immer technischer. Kein Wunder, dass mehr und mehr Profis auf Vario-Sattelstützen setzen. BMC setzt dies am 100-mm-Racefully Fourstroke konsequent um: Wie das Liteville 301 (siehe vorherige Seite) kommt auch das BMC mit voll integrierter Vario-Stütze. Auch sonst bietet der wunderschöne Voll-Carbon-Rahmen der Schweizer Rennflunder smarte Lösungen wie einen Gabelanschlagsschutz am Unterrohr. Preis: 9999 Euro Gewicht: k.A.

Das Intelligente: Specialized S-Works Epic

Bereits seit 15 Jahren denken Specialized-Fullys mit – denn sie haben „Brain“. Aktuell fährt zwar nur noch das 100-mm-Racefully Epic mit der intelligenten Hinterradfederung vor, das System fasziniert aber wie am ersten Tag: Ein Masseträgheitsventil am Hinterrad erkennt, ob das Bike Schläge von oben bekommt oder ob der Fahrer durch Pedalieren für „Unruhe“ sorgt – entsprechend gibt der Dämpfer den vollen Hub frei oder agiert straffer. Und am Topmodell S-Works mit superleichtem Carbon-Rahmen verfügt auch die Sid-Federgabel über Brain. Preis: 9299 Euro Gewicht: k.A.

Das Materialistische: Nicolai G1

„Mutatoren“ nennt Nicolai unterschiedliche Einschraub-Elemente, etwa an Ketten- und Druckstrebe, mit denen die Geo des neuen Superenduros auf 27,5"- oder 29"-Räder anpassbar ist. Zudem ist der Lenkwinkel variabel. Dazu gibt es die Nicolai-typische WIG-Schweißkunst am Rahmen aus hochfestem 7020-T6-Alu zu bewundern. Aber auch das exklusive EXT-Federbein aus Italien oder die schon fast kurios lange, flache Geometrie beeindrucken. Preis: 6000 Euro Gewicht: k.A.
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