Santa Cruz und Juliana Neuheiten 2019: Bronson, 5010, Roubion und Furtado

Foto: Max Schumann

Fotostrecke

Modelloffensive 2019: Nach den Santa Cruz Modellen Nomad, Highball und Blur kommen nun auch Santa Cruz‘ Trailbikes 5010 und Bronson neu – mit den dazugehörigen Frauen-Fullys Juliana Roubion und Furtado. Wir haben die Trailbomber schon ausprobiert.

Kurz & knapp

- Neuheiten-Offensive für 2019: Santa Cruz Trailbikes
- Santa Cruz Bronson und Juliana Roubion (150/160 mm Federweg)
- Santa Cruz 5010 und Juliana Furtado (130 mm Federweg)
- Trailbikes mit klaren Bergabtendenzen
- Preise für 5010/Furtado: 3199 bis 9699 Euro
- Preise für Bronson/Roubion: 3899 bis 9999 Euro

Foto: Max Schumann

Santa Cruz 5010 und Juliana Furtado (Modelljahr 2019)

Santa Cruz‘ Trailbikes mit 130 mm Federweg sind echte Allrounder: In Test fuhren wir die leichten Top-Rahmenversionen Santa Cruz 5010 CC und Juliana Furtado CC. In Kombination mit der hochwertigen Ausstattung fährt sich das Tourenfully sowohl im Uphill als auch im Downhill erfreulich leicht und dynamisch. Dabei hat das 5010 eindeutige Bergab-Tendenzen: Der flache Lenkwinkel von 66,2 Grad sorgt für eine satte Traillage. Mit den kurzen 425-mm-Kettenstreben sorgt das für direktes Handling, volle Kontrolle und großen Spaß auf dem Trail.

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Das ist neu beim Santa Cruz 5010 und Juliana Furtado

Dieses Detail sticht gleich ins Auge: Die neue Hinterbau-Konstruktion fällt Santa-Cruz-Kennern sicherlich gleich ins Auge, denn sie ist nun symmetrisch. Besaß der Vorgänger noch einen asymmetrischen VPP-Hinterbau, sind die zwei Links an der Dämpferanlenkung nun auf der antriebszu- und -abgewandten Seite symmetrisch designt. Das sorgt für mehr Steifigkeit, geht aber auf Kosten des Gewichts.
Im Gegensatz zum 2015er Modell wächst der Reach beim neuen Santa Cruz 5010 um 15 mm, die Geometrie lässt sich per Flip-Chip verändern: Dreht man den Chip, ändert sich der Lenkwinkel von 66,2 Grad im „Low-Setting“ auf 66,5 Grad im „High-Setting“. Das Tretlager sinkt durch die Veränderung um 4 mm ab.

Mit dem neuen Modell sind die Züge des 5010 und des Furtado nun erstmals innen verlegt: Am Steuerrohr verschwinden sie in Hülsen in den Rahmen, treten oberhalb des Tretlagers kurz heraus und laufen dann intern weiter zum Heck. Das klappert nicht, sieht ordentlich aus und soll durch die Hülsenverlegung auch einfach zu warten sein. Zwischen die Kabel über dem Tretlager passt übrigens eine Radflasche.

Alle Neuerungen des Santa Cruz 5010 gelten auch für das Juliana Furtado: Bei Santa Cruz und Juliana unterscheiden sich Männer- und Frauenmodelle nur durch einige Anbauteile und Rahmenfarben, die Rahmen selbst stimmen zu 100 Prozent überein. Beide sind in den Größen XS bis XL erhältlich, die Modellvarianten gleich ausgestattet. Einzig Berührpunkte wie Griffe und Sattel unterscheiden sich und sich auf die Frauen-Anatomie abgestimmt.

Details machen die Sache rund

Lebenslange Garantie auf Lager und Rahmen, und bei den Modellen, die mit den hauseigenen Karbon-Laufrädern „Reserve“ ausgestattet sind, auch auf diese. Solch faire Konditionen findet man auf dem Markt selten (was aber auch seinen Preis hat). Am Santa Cruz 5010 und Schwester Juliana Furtado sorgen ein stabiler Kunststoff-Kettenstrebenschutz, Tretlager- und Shuttle-Schutz am Unterrohr dafür, dass es möglichst nicht zum Garantiefall kommt. Aussparungen innen an den Sitzstreben bieten Platz für breitere Reifen und ordentlich Matsch.

Santa Cruz 5010 und Juliana Furtado: Ausstattung

Eine gute Auswahl an hauseigenen und anderen Teilen werden bei Santa Cruz für das Modelljahr 2019 verbaut: RockShox‘ Vario-Sattelstütze Reverb und Fox-Federelemente (DPX2 Float Performance Elite und Fox 34 Float Performance Elite), griffige Maxxis-Reifen und (an der von uns getesteten Version) eine X01-Schaltung von Sram und die neuen Sram DUB Tretlager Mehr Infos zu Sram DUB hier.

Daneben stehen Lenker, Laufräder und Kleinteile (Sattelklemmung, Griffe) von Santa Cruz. Einzig ein Remote Lock-out fehlte uns beim Santa Cruz 5010 und Juliana Furtado, für das kleinhubigere Trailbike hätten wir uns dieses Feature für Uphills und längere Tretstücke gewünscht.

Fahreindruck: Santa Cruz 5010/Juliana Furtado

Agil, dynamisch, verspielt: Die neuen Santa Cruz Bronson und Juliana Furtado machen mächtig Spaß. Der Reach ist gegenüber dem Vorgänger gewachsen, was sich auf dem Trail in einem sehr ausgewogenem Handling bemerkbar macht. Auf den am Testtag eher matschigen Trails rund um Freiburg präsentierten sich die Trail-Bikes mit 130 mm Federweg als gute Spielgefährten. Im Mittelgebirge fühlen sich die 130-mm-Fullys pudelwohl, bergauf überrascht der relativ antriebsneutrale Hinterbau - in wurzeligen Passagen fühlt sich das Heck sogar nach einigen Millimetern mehr Hub an.

Die von uns getestete Version im Detail

Santa Cruz 5010 CC X01 27,5+ Reserve (Juliana Furtado CC X01 27,5+ Reserve)
- Carbon-Rahmen, 27,5 bzw. 27,5+ Zoll, 130 mm Federweg
- DPX2 Float Performance Elite Dämpfer und Fox 34 Float Performance Elite Gabel
- Antrieb: Sram X01 Eagle (1x12, 32 und 10–50 Zähne)
- Sram Guide RSC Bremse mit Avid Centerline 180-mm-Bremsscheiben
- In XS und S beträgt die Kurbelarmlänge 170 mm, ab Größe M 175 mm
- RockShox Reverb Stealth absenkbare Sattelstütze, 31,6 mm Durchmesser
- Reifen: Maxxis Minion DHF 27,5x2,6 Zoll (vorn), Maxxis Rekon 27,5x2,6 Zoll (hinten)
- Laufräder: Santa Cruz Reserve 37 27,5 Zoll Carbon
- Sattel und Griffe: WTB Silverado Team Saddle, Santa Cruz Palmdale Grips (Juliana Primiero, Juliana Grips)
- Preis: 8299 Euro

Weitere Modelle und Preise vom Santa Cruz 5010/Juliana Furtado

  • Framesets:

o Aluminium 1999 Euro
o Carbon CC 3099 Euro

  • Alu-Bikes:

o „D“ 3199 Euro
o „R“ 3699 Euro
o „S“ 4699 Euro

  • Carbonbikes (C-Rahmenqualität):

o „R“ 4499 Euro
o „S“ 5199 Euro
o „S Reserve“ 6399 Euro

  • Carbonbikes (CC-Rahmenqualität):

o „X01“ 7099 Euro
o „X01 Reserve“ 8299 Euro
o „XX1 Reserve“ 9699 Euro
o „XTR Reserve“ 9699 Euro

Foto: Max Schumann

Neue Enduros für 2019: Santa Cruz Bronson und Juliana Roubion

Bronson Street, so hieß die Straße, in der die kalifornische Firma früher ansässig war. Den Anschluss an die Gegenwart erreicht Santa Cruz mit dem neuen Bronson, dem beliebten Enduro-Bike mit 150/160 mm Federweg. Als kleiner Bruder des Nomad bezeichnet Santa-Cruz-Marketing-Mann Sebastian Tegtmeier das Bike, und Liebhaber ruppigen Geländes werden wohl auf ihre Kosten kommen. Auch für die Frauen ist gesorgt: Das Juliana Roubion, benannt nach der Stadt in den französischen Seealpen an der auch das Enduro-Rennen Trans-Provence vorbeiführt, bietet dasselbe in grün. Olivenbaumblattminzgrün, um genau zu sein.

Foto: Max Schumann

Neuerungen am Santa Cruz Bronson und Juliana Roubion

Wie bei den kurzhubigeren Santa Cruz 5010 und Juliana Furtado ist auch beim Bronson und Roubion der VPP-Hinterbau symmetrisch geworden. Der neuerdings sehr tief (aber weiterhin liegend) verbaute Dämpfer ist dadurch etwas schwerer zu erreichen. Durchdachtes Detail: Er wird durch ein kleines Kunststoff-Schutzblech vor dem aufgewirbelten Matsch des Hinterrades geschützt (siehe Fotostrecke).
Auch die oft kritisierte Zugverlegung des alten Bronson ist passé: Innenverlegte Züge schauen wie beim kleinen Bruder 5010 nur kurz über dem Tretlager heraus und liegen sonst versteckt im Rahmen. Ebenfalls neu und beim großen Bruder Nomad abgeschaut: Die angeschraubten Shuttle-Guards am Unterrohr, die den Lack vor Kratzern schützen. Weitere Schutz-Paneele befinden sich an den Kettenstreben und dem Tretlager.

Fahreindruck: Santa Cruz Bronson / Juliana Rubion

Auf dem Trail kann das Bronson die enge Verwandtheit zum Nomad nicht leugnen: Es liegt ebenso satt wie sein großer Bruder auf dem Trail. Aber: Es ist deutlich wendiger und verspielter als das potente Nomad. Der Reach ist nochmals um 15mm gewachsen, was sich in Highspeedpassagen in einer angenehmen Laufruhe bemerkbar macht. Kompakte 429mm misst die Kettenstrebe an der neuen All-Mountain Waffe von Santa Cruz/Juliana - ums Eck geht die Wuchtbrumme aus den USA also wieselflink ohne dabei zu nervös zu wirken. Per Flip-Chip lässt sich der Lenkwinkel um 0,3 Grad verstellen (61,4 zu 65,1 Grad)

Geometrie: Santa Cruz Bronson und Juliana Roubion 2019

Wie beim 5010 und Furtado kommt ein FlipChip zum Einsatz, der die Geometrie des Bikes beeinflusst: Im „High“-Setting beträgt der Lenkwinkel 65,4 Grad, im „Low“-Modus 65,1 Grad. Die Einstellung senkt die Tretlagerhöhe von 344 mm (High) auf 340 mm (Low).
Der Reach des 2019er Bronson wächst um 13,5 mm (Rahmengröße M, „High“-Setting), die Überstandshöhe ist beim Modell für 2019 einen ganzen Zentimeter niedriger geworden. Das sorgt für mehr Kontrolle und Stabilität bergab. Auch das Sitzrohr ist mit 75,3 Grad 1 Grad steiler und mit 405 mm (in Rahmengröße M) 10 mm kürzer geworden. So scheint das Bronson dem „longer, lower, slacker“ Geometrie-Trend zu folgen.

Ausstattung: Santa Cruz Bronson und Juliana Roubion 2019

An den von uns getesteten Modellen Santa Cruz Bronson und Juliana Roubion CC X01 27,5+ Reserve wurde ein gelungener Mix aus hauseigenen und fremden Anbauteilen gespect. Auf den ersten Blick stutzig macht die Kombination aus RockShox Super Deluxe RCT Dämpfer und Fox Float 36 Performance Elite Gabel. Im Gelände erweist sich der Mix aber als stimmig. Zusammen mit den groben Maxxis-Reifen verliert man nur selten den Grip. Antrieb und Bremsen steuert Sram bei (siehe Liste unten), die Karbon-Laufräder, Sattel, Griffe und Lenker hat Santa Cruz selbst entwickelt. In Größe M bringen die Bikes so knapp 13,4 kg auf die Waage – kein schlechter Wert für Enduros, ganz im Gegenteil.

Die von uns getestete Version im Detail

Santa Cruz Bronson CC X01 27,5+ Reserve (Juliana Roubion CC X01 27,5+ Reserve)
- Karbon-Rahmen, 27,5 bzw. 27,5+ Zoll, 150 mm Federweg
- RockShox Super Deluxe RCT Dämpfer, Fox 36 Float Performance Elite Gabel (160 mm)
- Antrieb: Sram X01 Eagle (1x12, 32 und 10–50 Zähne)
- Sram Code RSC Bremse mit Avid Centerline 200-/180-mm-Bremsscheiben (vorn/hinten)
- In XS und S beträgt die Kurbelarmlänge 170 mm, ab Größe M 175 mm
- RockShox Reverb Stealth absenkbare Sattelstütze, 31,6 mm Durchmesser
- Reifen: Maxxis Minion DHF 27,5x2,5 Zoll (vorn), Maxxis Minion DHR II 27,5x2,4 Zoll (hinten)
- Laufräder: Santa Cruz Reserve 37 27,5 Zoll Carbon
- Sattel und Griffe: WTB Silverado Team Saddle, Santa Cruz Palmdale Grips (Juliana Primiero, Juliana Grips)
- Gewicht: 13,41 kg (Größe M)
- Preis: 8599 Euro

Weitere Modelle und Preise

  • Framesets:

o Aluminium 1999 Euro
o Carbon CC 3499 Euro

  • Aluminium-Rahmen

o „R“ 3899 Euro
o „S“ 4899 Euro

  • Carbon-Bikes (C-Rahmenqualität)

o „R“ 4699 Euro
o „S“ 5499 Euro
o „S Reserve“ 6699 Euro

  • Carbon Bikes (CC-Rahmenqualität)

o „X01“ 7399 Euro
o „X01 Reserve“ 8599 Euro
o „XX1 Reserve“ 9999 Euro
o „XTR Reserve“ 9999 Euro

03.07.2018
© MOUNTAINBIKE