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MountainBIKE-Test: Zwölf 29er-Hardtails ab 1.500 Euro

Zwölf 29er-Hardtails ab 1.500 Euro im Test

Sie pflegen eine sportliche Gangart und liebäugeln mit einem 29er-Mountainbike? Und Sie wollen kein Vermögen ausgeben? Dann ist unter diesen zwölf MTB-Hardtails ab 1500 Euro mit Sicherheit das richtige Gefährt dabei.

MountainBIKE lud zwölf 29er-Hardtails ab 1500 Euro zum Vergleichstest. Cube, Giant und Poison eröffnen das Testfeld mit 1499 Euro. Focus, Lapierre und Specialized liegen mit 1599 Euro leicht darüber, während die restlichen Kandidaten die 1600-Euro-Grenze durchbrechen. Versender Canyon schließt das Feld mit 1749 Euro nach oben hin ab.

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Ganz erstaunlich, wie viel Rad fürs Geld Biker bereits in dieser Preisklasse bekommen. Und das nicht nur in Form von größeren Laufrädern. Poison verbaut sogar einen edlen Sram-X0-Antrieb. Viele liefern einen tourentauglichen 3 x 10-Mix mit Shimano-XT- und -SLX- oder verbauen Sram-X9-Parts (Rose). Nur Canyon und Focus kommen mit 2fach-Kurbel.

Leider ist die stramme 28/40-Zähne-Kurbel am Focus selbst für ambitionierte Racer ungeeignet. Canyon geht mit einer 22/36-Kurbel wesentlich leichter und somit tourenorientierter aufwärts. Sram-X7- oder Shimano-Deore-Schalthebel mindern an Cube, Giant und Lapierre etwas die Schaltpräzision.

Gut wiederum: Alle Bikes bremsen mit bissigen 180er-Scheibenbremsen an der Front. Das Gros der Hersteller verbaut die bewährte Reba-Gabel von Rock Shox. Doch auch deren Einsteigergabel Recon im Lapierre und Specialized (hier nur mit 80 mm Hub) funktioniert tadellos. Rose und Canyon kommen mit hochwertiger Fox-Gabel samt FIT-Kartusche, das Canyon sogar mit der aufwendigen „Wipp-Bremse“ Terralogic.

Die Geometrie der 29er-Bikes: Moderne versus Klassik

Zahlen lügen nicht. Deshalb gilt: Die Geometrie entscheidet über Kletterverhalten, Laufruhe und Agilität. 29er bieten dank langem Radstand viel Laufruhe, sind zugleich aber auch träger im Kurvenverhalten als 26-Zöller. Hauptsächlich liegt dies an den Hinterbauten, die Platz für die großen Laufräder bieten müssen. So verbaut Rose lange 450-mm-Kettenstreben, während der Durchschnitt 437-mm-Streben einsetzt.

Bergamont verpasst dem Revox sogar ein kurzes 425-mm-Heck, damit es agil um Kehren geht – für 29er-Verhältnisse ist das extrem kurz. Zum Vergleich: Bei 26-Zoll-Bikes sind die Kettenstreben ca. 420–425 mm lang. Zu Beginn der 29er-Welle setzten viele Hersteller auf steile Lenkwinkel über 71 Grad, um den Radstand möglichst kurz zu halten.

Giant, Poison, Specialized und Steppenwolf sorgen weiterhin mit steilem Winkel für eine agile Lenkung. Bergamont, Canyon, KTM, Lapierre, Focus und Rose wählen hingegen einen flachen Lenkwinkel, der Ruhe in die Front bringt. Aber: Bei dieser Variante dürfen Oberrohr und Hinterbau nicht zu lang ausfallen, sonst wächst der Radstand und das Bike wird zu träge.

MB Heft 0512 - Inhalt - Das 29er-Duell des Jahres
Sonstiges

Die Mountainbikes im Test:

MB Bergamont  Revox 8.2
Hardtail-Tests
MB Canyon Grand Canyon AL 29 8.9
Hardtail-Tests
MB Cube Reaction 29 GTC Pro
Hardtail-Tests
MB Focus Black Forest 29R 1.0
Hardtail-Tests
MB Giant XTC 29er 1
Hardtail-Tests
MB KTM Race 2.29
Hardtail-Tests
MB Lapierre Pro Race 529
Hardtail-Tests
MB Poison  Lithium T+
Hardtail-Tests
MB Rose Mr. Ride 4
Hardtail-Tests
MB Specialized Carve Pro 29
Hardtail-Tests
MB Steppenwolf Taiga 29 Pro
Hardtail-Tests
MB Stevens Colorado 401
Hardtail-Tests

Im Fokus: die Gewichte der Test-Bikes

Dagegen fallen die Alu-Rahmen von Bergamont, Focus und KTM, die nur knapp unter zwei Kilo wiegen, übergewichtig aus. Der Durchschnitt der elf Alu-Rahmen steht mit soliden 1830 g eher für Alltagstauglichkeit sowie Langlebigkeit als für Highend-Technologie.

Besonderes Augenmerk verlangt der Blick in die rechte Spalte der Tabelle auf Seite 30. Denn: Das Laufradgewicht spielt eine bedeutende Rolle – schließlich muss die rotierende Masse beschleunigt werden. Hier hat Rose mit 4147 g die Nase vorn, auch Canyon und Stevens überzeugen.

Die Rundlinge im KTM bringen hingegen satte 4773 g auf die Waage. Im Gesamtgewichts-Ranking gewinnt Cube mit leichten 10,6 Kilo. Schwerstes Rad: das KTM mit 12,2 Kilo.

Zwölf 29er-Hardtails ab 1.500 Euro im Test – plus zwölf 26-Zoll-Alternativen

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MB 0712 29er-Hardtails - Gewichte im Vergleich
Gewichte: Rahmen und Gabel inklusive Steckachse und Remote-Hebel, sofern vorhanden. Laufradgewicht umfasst Laufradsatz, Felgenband, Schlauch, Mantel, Disc und ggf. Schnellspanner.

Komfort- und Steifigkeitswerte der Test-Bikes

Während die Lenkkopf- und Tretlagerwerte der soliden Rahmen auf Top-Niveau liegen, weisen die Laufräder in der Labormessung teils hohen „Flex“ auf, vor allem im Vergleich zu 26-Zoll-Laufrädern. Zwar liefert Giant das stabilste Laufrad im Test, kommt aber dennoch nur auf 74 Prozent der Steifigkeit eines vergleichbaren 26er-Laufrads.

Bei sportlichen Touren fällt der höhere Flex indes kaum negativ auf. Einzig Racer sollten bei der Laufradwahl genau auf Gewicht und Steifigkeit achten. Zur Sitzkomfort-Messung: Der Großteil der Nachgiebigkeit wird durch die Sattelstütze generiert, wobei Rahmen und Sattelstütze im Verbund gemessen wurden.

So liefern die stabilen Alu-Stützen gerade mal 62 Prozent der Auslenkung einer Carbon-Sattelstütze, wie der Vergleich mit der Messung aus dem 29er-Highend-Test in Heft 1/2012 zeigt. Wer sich also nach mehr Sitzkomfort sehnt, kann „straffe“ Kandidaten wie Stevens, Lapierre oder Bergamont mit einer Carbon-Sattelstütze optimieren.

Zwölf 29er-Hardtails ab 1.500 Euro im Test – plus zwölf 26-Zoll-Alternativen

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MB 0712 29er-Hardtails - Sitzkomfort
Labortest: Auf dem Prüfstand belastet ein 80-kg-Prüfgewicht Rahmen und Sattelstütze. Die Auslenkung wird dabei in Millimeter erfasst. Je höher der Wert, umso höher ist auch der Sitzkomfort.
MB 0712 29er-Hardtails - Lenkkopfsteifigkeit
MB 0712 29er-Hardtails - Tretlagersteifigkeit

Praxistest und Ergebnisse

Dabei machte das leichte Cube wie schon auf der Waage eine gute Figur. Mit tiefer Front heftete es das Vorderrad bergan an den Boden und zog schnurgerade seine Bahn. Auch Stevens und Rose ließen sich leichtfüßig gen Gipfel steuern.

Schwere Bikes wie das KTM traten auf die Spaßbremse, auch Lapierre und Steppenwolf kamen mit recht schweren Laufrädern nur träge vor­an. Focus und Steppenwolf verlangten Körpereinsatz, um die Front in steilen Stichen am Boden zu halten. Im Flachen punktete das lange Rose durch seine Spurtreue, ging aber nur träge durch enge Kehren.

Anders das Bergamont, das dank moderner Geometrie agil um Ecken fegte. Auf kurvenreichen Trails trumpfte das rennlastige, präzise zu steuernde Canyon auf. Bergab kämpften Cube, Bergamont und auch Rose mit hoher Spurtreue um die Krone. Die sich am Ende das günstige und leichte Cube schnappte.

Zwölf 29er-Hardtails ab 1.500 Euro im Test – plus zwölf 26-Zoll-Alternativen

MB Bergamont  Revox 8.2
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Name des Bikes/Link zum Testbericht Gewicht Preis Testurteil
Bergamont Revox 8.2 11,7 kg 1.699 Euro Sehr gut
Canyon Grand Canyon AL 29 8.9 11,5 kg 1.749 Euro Sehr gut
Cube Reaction 29 GTC Pro (Testsieger) 10,6 kg 1.499 Euro Sehr gut
Focus Black Forest 29R 1.0 11,8 kg 1.599 Euro Sehr gut
Giant XTC 29er 1 11,5 kg 1.499 Euro Sehr gut
KTM Race 2.29 12,2 kg 1.599 Euro Sehr gut
Lapierre Pro Race 529 12 kg 1.599 Euro Gut
Poison Lithium T+ 11,5 kg 1.499 Euro Sehr gut
Rose Mr. Ride 4 11,3 kg 1.649 Euro Sehr gut
Specialized Carve Pro 29 12 kg 1.599 Euro Sehr gut
Steppenwolf Taiga 29 Pro 11,8 kg 1.579 Euro Sehr gut
Stevens Colorado 401 11,3 kg 1.699 Euro Sehr gut
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