Yeti SB140 Turq T2 Stefan Eigner

Traumbikes 2020 im Test - Yeti SB140 Turq T2

Yeti SB140 Turq T2 (Modelljahr 2020) im Test

Eins wie keins ! Das neue Yeti SB140 ist nicht nur ob seiner traditionell türkisen Lackierung ein Hingucker. Wir haben es über die Trails gescheucht.

Eins wie keins ! Das neue Yeti SB140 ist nicht nur ob seiner traditionell türkisen Lackierung ein Hingucker. Vor allem der 140-mm-Hinterbau des 27,5„-Trailbikes fasziniert: “Switch Infinity„ heißt die Technologie, die wie ein Zusatzdämpfer aussieht, in Wahrheit aber eine Art Linearführung ist. Diese ermöglicht es, die Raderhebungskurve zu “modulieren„. Heißt: Im Sag-Bereich liegt der Hauptdrehpunkt weiter oben und sorgt so für erhöhten Kettenzug und ein wippfreies Heck. Im weiteren Federwegsverlauf ist der Drehpunkt für mehr Schluckfreude nach unten verschoben.

Yeti SB140 Turq T2
Stefan Eigner
Der gleitende Hauptdrehpunkt der „Switch-Infinity“-Kinematik ist das Merkmal der neuen Yeti-Fullys.

In der Praxis funktioniert das ausgezeichnet: antriebsneutral beim Pedalieren, mit viel Gegendruck und Stabilität im mittleren Hub und einem fast “schwebenden„ Gefühl beim Ballern über grobes Gehölz. Dass “nur„ 140 mm anliegen, merkt man nicht. Im Gegenteil: Das Heck passt bestens zur brillanten Fox-36- Gabel an der Front.

Yeti SB140 Turq T2
Stefan Eigner
Aus dem Fox-DPX2- Federbein kitzelt das Yeti 140 mm Federweg.

Generell entpuppt sich das SB140 als hochspannende Mischung aus verspieltem Trailbike und brachialem Enduro. Vor allem das angesprochene, mächtige Fahrwerk, aber auch die flache (65°-Lenkwinkel) und lange Geometrie laden zum beherzten Draufhalten ein. Auf der anderen Seite sorgen der tiefe Schwerpunkt und das nicht zu lange Heck für erstaunlich viel Wendigkeit, das geringe Gesamtgewicht und der rollfreudige Hinterradreifen stehen ebenso für ein spritziges Handling.

Yeti SB140 Turq T2
Stefan Eigner
Bestens geschützt: Gummischoner bewahren den edlen Carbon-Rahmen vor Dreckbeschuss des Reifens.

Lediglich die Tempofestigkeit ist weder in der Ebene noch im Downhill maximal ausgeprägt: Wo fast alle neuen Bikes auf 29“ rollen, fallen die Nachteile der 27,5 x 2,6„-Reifen stärker auf. Dafür bietet speziell der Vorderreifen viel Grip, viel Komfort. Auch die restliche Ausstattung ist durchdacht gewählt, der Preis dafür jedoch saftig!

Yeti SB140 Turq T2

Preis/Vertriebsweg 8190 Euro/Fachhandel
Komplettgewicht 13,1 kg
Größe/Material S, M, L, XL/Carbon
Oberrohr/Kettenstrebe 599 mm/433 mm
Reach/Stack 460 mm/600 mm
Lenk-/Sitzwinkel 65,0°/77,0°
Schaltung 1 x 12 Gänge, Sram-X01-Eagle-Schaltung, X1-Kurbel
Bremsanlage Sram G2 RSC 180/180 mm
Federung vorne Fox 36 Factory, 160 mm
Federung hinten Fox DPX2 Factory, 140 mm
Laufräder DT Swiss M1700
Reifen Maxxis Minion DHF/Rekon Exo TR 27,5 x 2,6"
Sonstige Ausstattung Vario-Sattelstütze Fox Transfer Perform. (150 mm Hub)

Charakter: gute Mischung aus Laufruhe und Wendigkeit

Fazit

„Technisch wie optisch ein absolutes Traumbike! Dazu gefiel mir das agile, verspielte Handling. Klasse, denn so hat auch 27,5“ weiterhin seine Berechtigung.„

THOMAS SCHMITT, Testfahrer

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