Wer baut das schnellste Race-Mountainbike? kohligrafie / Christian Kohlhausen
MTB

Race-MTB: Wer baut das schnellste Bike? Kaufberatung + Systemvergleich

XC-Fully vs. Hardtail vs. Downcountry vs. Softtail Wer baut das schnellste Race-Mountainbike?

Noch nie war die Auswahl an unterschiedlichen Racebikes so groß wie aktuell. Im Konzeptvergleich wollten wir herausfinden, welches wirklich das schnellste ist!

Die Frage ist wohl so alt wie unser Sport selbst: Mit welchem Bike bin ich am schnellsten? Dass sich die Profis im Weltcup diese Frage quasi minütlich stellen, liegt auf der Hand. Aber auch Touren und Trailfans wollen natürlich wissen, mit welchem Bergrad sie die Hausrunde oder auch den Alpencross auf möglichst effiziente Weise bewältigen. Ist das gute alte Hardtail dank seines geringen Gewichtes das beste? Oder macht das Fully bergab jeden potenziellen Rückstand wett? Ist wenig Federweg bergauf wirklich schneller? Oder gilt auch hier: Viel hilft viel?

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XC Konzeptvergleich
Christian Kohlhausen

Ein Blick zum Weltcup zeigt, dass diese Fragen so aktuell sind wie nie. Denn neben Starrhecklern und "klassisch" vollgefederten Bikes mit 100-mm-Fahrwerk stehen Bikes in den Startlöchern, die mit mutigen Ansätzen und Innovationen für Furore sorgen. So präsentierte Scott im letzten Jahr die Neuauflage des legendären Racefullys Spark, das nun mit stolzem 120-mm-Fahrwerk und lang-flacher Geometrie die Kategorie Cross-Country quasi neu definiert. Stellvertretend für Bikes, die mit Innovationen neue Impulse geben, steht das Trek Supercaliber. Mit einem ins Oberrohr integrierten Dämpfer will es das Beste aus den Welten Fully und Hardtail vereinen. Kurzum: Der Anwärterkreis um die Krone des schnellsten Bikes der Welt war nie größer.

Instagram-Reel: Der Test in bewegten Bildern

Um herauszufinden, welcher Hersteller zumindest potenziell das schnellste baut, aber vor allem, um zu checken, wo die einzelnen Kategorien beziehungsweise Konzepte wie Hardtail, Cross- oder Down-Country-Fully ihre Stärken und Schwächen haben, luden wir je zwei Vertreter aus vier gut abgrenzbaren Gattungen ein. Dabei orientierten wir uns natürlich an den spannenden Technologien, aber auch an der Beliebtheit der Hersteller in der Race-Szene. Leider konnten einige Marken mit Rennsport-DNA wie Cube, Specialized oder Orbea keine Testräder zu Verfügung stellen.

XC Konzeptvergleich
Christian Kohlhausen

Mehr Details und Insights zum Test in unserem Podcast

Acht Bikes in vier Kategorien

XC Konzeptvergleich
Christian Kohlhausen

Bei den Hardtails treten daher an: das Cannondale Scalpel HT mit seiner charakteristischen Lefty-Gabel sowie das vergleichsweise preiswerte Canyon Exceed CF. Das "klassische" Cross-Country-Fully mit 100- bis 110-mm-Fahrwerk repräsentieren das sündteure Santa Cruz Blur sowie das nicht minder edle Stoll M2. Für die wachsende Klasse der "abfahrtslastigen XC-Fullys" sind das Giant Anthem mit elektronischem Fahrwerk und das Scott Spark RC mit Vario-Fahrwerk am Start. Der Einfachheit halber haben wir für diese "New-School-Racer" den zwar bei vielen unbeliebten, aber größtenteils etablierten Begriff "Down-Country" genutzt. Zwei gänzlich ungewöhnliche Hinterbau-Konzepte nutzen Arc8 und Trek am Evolve FS und Supercaliber. Beide bilden nicht wirklich eine Einheit, wir haben sie dennoch als "Spezial"-Fullys zusammengefasst. Selektive Strecke, Zeitmessung in vier Sektoren, Wattmessung, zig Testfahrten mit XC-Bundesliga-Fahrern: Um herauszufinden, welches Bike oder, besser gesagt, welches Konzept wirklich das schnellste ist, haben wir enormen Aufwand getrieben. Alle Hintergrundinfos, aber natürlich auch die Ergebnisse und unsere Analyse zeigen wir auf den kommenden Seiten. Einen Sieger? Ja, den gibt es. Aber auch viele weitere Aspekte, die überraschen.

Die Testbikes im Detail:

Race-Hardtail: Cannondale Scalpel HT Hi-Mod 1

XC Konzeptvergleich: Cannondale Scalpel HT Hi-Mod 1
Christian Kohlhausen
Fazit Die mutige Geo des Scalpel HT gefällt sofort. Auch der Komfort von Lefty und Heck überzeugt. Für den Preis etwas mau ausgestattet und relativ schwer. Wäre bergab mit Vario-Stütze viel besser.

Noch frisch auf dem Markt, zeigt sich das Scalpel HT als kleiner Revoluzzer, am Topmodell Hi-Mod kommt es mit 110-mm-Gabel und superflachem 66,5°-Lenkwinkel. Auf Trails ist der Spaß so programmiert, die ikonische Lefty-Federgabel spricht seidenweich an und harmoniert prima mit dem durchaus komfortablen Heck. Auch der Rest der Geo ist stimmig, überraschend aufrecht sitzt man im Sattel. Die Ausstattung ist zwar funktionell, aber weniger aufregend von Cannondale gewählt, es dominieren solide XT-Parts von Shimano. Die Quittung gibt es auf der Waage: Mit fast 10 Kilo ist das Scalpel kein Leichtgewicht, am Berg gibt sich das HT etwas behäbiger und fordert Einsatz. In unserem Konzeptvergleich erzielte das US-Bike die langsamste Zeit, es konnte sich weder im Uphill noch im Downhill besonders auszeichnen. In Letzterem verliert es aber vor allem aufgrund der fehlenden Vario-Sattelstütze.

Das hat uns gefallen:

 progressive, mutige Geometrie

 tolle Federgabel, komfortables Heck

 generell spurtreues, „rundes“ Handling

Das hat uns nicht gefallen:

nüchterne Ausstattung, eher schwer

Preis 6999 €/Fachhandel
Gewicht 9,8 kg
Rahmengröße S, M, L, XL
Rahmenmaterial Carbon
Federweg Gabel 110 mm, Dämpfer -
Schaltung 1 x 12 Gänge, 34 : 10–51 Zähne, Shimano-XTR-Schaltwerk, -XT-Hebel und -Kassette, C’dale-Hollowgram-Kurbel
Bremsen Shimano XT (M8100) 180/160 mm
Federgabel Lefty Ocho 120 Carbon
Federbein -
Laufräder Cannondale Hollowgram 25
Reifen (v/h) Schwalbe Racing Ray/Racing Ralph; Super Gr. Speed Grip/Speed 29 x 2,25"
Sattelstütze C1 Carbon
XC Konzeptvergleich: Geometrien
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XC Konzeptvergleich: Cannondale Scalpel HT Hi-Mod 1
Christian Kohlhausen
XC Konzeptvergleich: Cannondale Scalpel HT Hi-Mod 1 XC Konzeptvergleich: Cannondale Scalpel HT Hi-Mod 1 XC Konzeptvergleich: Cannondale Scalpel HT Hi-Mod 1 XC Konzeptvergleich: Cannondale Scalpel HT Hi-Mod 1 13 Bilder
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Race-Hardtail: Canyon Exceed CF SLX 9

XC Konzeptvergleich: Canyon Exceed CF SLX 9
Christian Kohlhausen
Fazit Racerherz, was willst du mehr? Das Exceed bietet ein rundes Gesamtpaket und ist „ready to race“. Auch in unserem Konzeptvergleich war es in allen Sektoren weit vorne mit dabei

In den Startfeldern der Volksmarathons ist das Exceed ein Dauerbrenner. Kein Wunder, bietet das Koblenzer Hardtail doch neben einem detailreichen und leichten Carbon-Rahmen versendertypisch eine fürstliche Ausstattung. So kommt das SLX 9 mit Onepiece-Cockpit, DT-Carbon-Laufrädern, Sram-Funkschaltung und Fox-Factory-Gabel. Dass es dennoch über der magischen 10-Kilo-Marke liegt, hat (gute) Gründe: Vario-Stütze sowie eher stabile Maxxis-Reifen. Die Geo ist mit 69°-Lenkwinkel eher klassisch-steil gezeichnet, die Sitzposition sportlich, aber nicht unangenehm gestreckt. Im Test weckte vor allem die Vario-Stütze viel Vertrauen. Die Zeiten sind verblüffend gut: Das Hardtail-Duell gewinnt das Canyon locker, und auch die Fullys sind in Reichweite. Generell ist das Exceed von der aufgeweckten Sorte, zirkelt verspielt um Kurven, wirkt bei Highspeed auf gemäßigt schweren Trails dennoch nicht unruhig.

Das hat uns gefallen:

 toll gemachter, leichter Rahmen

 rundum gelungene Ausstattung

 Vario-Sattelstütze im Bergab ein Segen

Das hat uns nicht gefallen:

 mit über 10 Kilo nicht leicht

Preis 4699 €/Direktvertrieb
Gewicht 10,1 kg
Rahmengröße XS, S, M, L, XL
Rahmenmaterial Carbon
Federweg Gabel 100 mm
Schaltung 1 x 12 Gänge, 34 : 10–52 Zähne, Sram-GX-Eagle-AXS-Schaltwerk und -Controller, -X01-Kassette, -GX-Carbon-Kurbel
Bremsen Sram Level TLM (180/160 mm)
Federgabel Fox 32 Stepcast Float Factory
Federbein -
Laufräder DT Swiss XRC 1501 Spline One
Reifen (v/h) Maxxis Ikon Exo 29 x 2,35"
Vario-Stütze DT Swiss D232 (60 mm)
XC Konzeptvergleich: Geometrien
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XC Konzeptvergleich: Canyon Exceed CF SLX 9
Christian Kohlhausen
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XC-Fully: Santa Cruz Blur XX1 AXS RSV

XC Konzeptvergleich: Santa Cruz Blur XX1 AXS RSV
Christian Kohlhausen
Fazit Fast schon unspektakulär gut lässt sich das Blur auf dem Racetrack am Limit bewegen, die Ausstattung ist fast bar jeder Kritik. Wer ein klassisches XC-Fully sucht, wird das leichtfüßige Blur lieben.

In der neuesten Evolutionsstufe verabschiedet sich das Blur vom traditionellen VPP-Hinterbau der Kalifornier, was fast 300 g aus dem Carbon-Rahmen schwitzt. Generell zeichnet Santa die Geo modern, aber weniger progressiv. So sitzt es sich leicht gestreckt, dennoch prima „im Bike“. Bei den Parts gönnen die US-Amis dem sündteuren Topmodell Sram-XX1-Funkschaltung, Rock-ShoxUltimate-Fahrwerk sowie hauseigene Carbon-Laufräder mit lebenslanger Garantie. In Aktion hängt das Blur willig am Gas,wirkt dabei stets angenehm unaufgeregt und ausgewogen im Handling. Das leichte Fully kraxelt munter, liebt Sprints, aber auch den Trail. Das spiegelt sich in den Testzeiten wider, wo es nie überragt – und auch dank des souveränen 100-mm-Fahrwerks nie abreißen lässt. Einzig in den „Off-Camber“-Abschnitten in Sektion 4 verliert es aufgrund der wenig bissigen Reifen. Auch die kleine Bremsscheibe vorne wirkt im Jahr 2022 antiquiert.

Das hat uns gefallen:

 äußerst edler, für ein Fully leichter Aufbau

 agiler Kurvenräuber, sehr spritziges Handling

 gelungenes 100-mm-Fahrwerk

Das hat uns nicht gefallen:

 kleine Disc vorne, Reifenwahl erfordert Skills

Preis 10.099 €/Fachhandel
Gewicht 9,9 kg
Rahmengröße S, M, L, XL
Rahmenmaterial Carbon
Federweg Gabel 100 mm, Rahmen 100 mm
Schaltung 1 x 12 Gänge, 34 : 10–50 Zähne, Sram-XX1-Eagle-AXS-Schaltwerk und -Controller, -XX1-Eagle-Kassette und -Kurbel
Bremsen Sram Level Ultimate (160/160 mm)
Federgabel Rock Shox SID SL Ultimate
Federbein Rock Shox SIDLuxe Ultimate
Laufräder Reserve 28 Carbon XC
Reifen (v/h) Maxxis Rekon Race/Aspen Exo 29 x 2,4"
Vario-Stütze Fox Transfer SL Factory (100 mm)
XC Konzeptvergleich: Geometrien
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XC Konzeptvergleich: Santa Cruz Blur XX1 AXS RSV
Christian Kohlhausen
XC Konzeptvergleich: Santa Cruz Blur XX1 AXS RSV XC Konzeptvergleich: Santa Cruz Blur XX1 AXS RSV XC Konzeptvergleich: Santa Cruz Blur XX1 AXS RSV XC Konzeptvergleich: Santa Cruz Blur XX1 AXS RSV 9 Bilder
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XC-Fully: Stoll M2

XC Konzeptvergleich: Stoll M2
Christian Kohlhausen
Fazit Das exklusive Stoll ist piekfein ausgestattet und verarbeitet, überzeugt mit Leichtfüßigkeit sowie wunderbarem Handling. Lediglich der etwas „wippige“ Hinterbau kostet Sekunden.

Bei Stoll lassen sich Traumräder binnen Wochen nach Kundenwunsch realisieren – auch in Lieferkrisenzeiten. Nebst edlen Parts brilliert der Carbon-Rahmen, gefertigt bei den Spezialisten von All Ahead in Würzburg. Wenig verwunderlich, dass unser Testbike selbst mit Vario-Stütze und griffigen Reifen die 10-Kilo-Marke knackt. In der Praxis beschleunigt das M2 wie der Teufel – sofern die Wippunterdrückung am Dämpfer aktiviert ist. Im offenen Modus verpufft im aktiven Heck sonst spürbar Kraft. Die Geo zeichnen die Schweizer modern, aber mit klassischen Zügen: Man nimmt leicht gestreckt Platz, die Front ist tief. Technische Uphills erklimmt das Stoll geschickt, wobei das tiefe Tretlager zur Obacht mahnt. Gen Tal glänzt es mit verspieltem, aber spurtreuem Charakter sowie softem 110-mm-Fahrwerk. All das belegen die Rundenzeiten unseres Tests: Das M2 gewinnt den XC-Fully-Vergleich knapp gegen das Blur, ist auch sonst vorne dabei.

Das hat uns gefallen:

 brillant gemachter, sehr leichter Carbon-Rahmen

 leichtfüßiges Fahrverhalten, dabei fahrstabil

 äußerst hochwertige, individualisierbare Parts

Das hat uns nicht gefallen:

 Hinterbau nicht so antriebsneutral

Preis 10.670 €/Fachhandel
Gewicht 9,9 kg
Rahmengröße S, M, L
Rahmenmaterial Carbon
Federweg Gabel 110 mm, Rahmen 110 mm
Schaltung 1 x 12 Gänge, 34 : 10–52 Zähne, Sram-XX1-Eagle-Schaltwerk, -hebel, -Kassette und -Kurbel
Bremsen Shimano XTR (M9100) 180/160 mm
Federgabel Rock Shox SID Ultimate
Federbein Rock Shox SIDLuxe Ultimate
Laufräder DT Swiss 240/Duke Lucky Jack SLS3
Reifen (v/h) Wolfpack Race TLR/Speed TLR 29 x 2,4"
Vario-Stütze Yep Podio 3.0 (80 mm)
XC Konzeptvergleich: Geometrien
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XC Konzeptvergleich: Stoll M2
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XC Konzeptvergleich: Stoll M2 XC Konzeptvergleich: Stoll M2 XC Konzeptvergleich: Stoll M2 XC Konzeptvergleich: Stoll M2 8 Bilder
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Downcountry: Giant Anthem Advanced Pro 1

XC Konzeptvergleich: Giant Anthem Advanced Pro 1
Christian Kohlhausen
Fazit Trotz des Übergewichts und der mittelmäßigen Parts liefert das Anthem eine anständige Show, speziell das elektronische Fahrwerk brilliert und befeuert die rundum starke Performance.

Anthem, der Name hat im Rennsport Tradition. So wundert es nicht, dass Giant mit der Neuauflage angesagte Trail-Ambitionen mit bewährten Race-Tugenden würzt: Die Geo ist progressiv gestaltet, während die leicht geduckte Sitzposition nach dem nächsten Antritt lechzt. Blickfang am Rad ist das elektronische Fox-Live-Valve-Fahrwerk. Mittels zahlreicher Sensoren passt es sich innerhalb von Hundertstel den Bedingungen an. In der Praxis funktioniert das System super, die Effizienz auf den unebenen Kletterstücken unserer Testrunde begeisterte. Schade, dass das etwas bieder ausgestattete Giant durch sein Übergewicht eingebremst wird: Die rotierende Masse ist die schwerste im Test, auch beim Gesamtgewicht gerät es ins Hintertreffen, speziell in Steilstücken wirkt es weniger spritzig. Die Testzeiten sind dennoch berghoch wie vor allem bergab klasse – auch wenn der schnelle Rekon-Race-Reifen wenig Grip aufbaut.

Das hat uns gefallen:

 Race-Charakter zwischen Moderne und Tradition

 top funktionierendes elektronisches Fahrwerk

 gelungenes Handling in allen Situationen

Das hat uns nicht gefallen:

 hohes Gesamtgewicht, wenig edle Parts

Preis 7999 €/Fachhandel
Gewicht 11,3 kg
Rahmengröße S, M, L, XL
Rahmenmaterial Carbon
Federweg Gabel 120 mm, Rahmen 120 mm
Schaltung 1 x 12 Gänge, 34 : 10–51 Zähne, Shimano-XT-Schaltwerk, -hebel, -Kassette und -Kurbel
Bremsen Shimano XT (M8100) 180/160 mm
Federgabel Fox 34 SC Float Perf. Elite Live Valve
Federbein Fox Float DPS Perf. Elite Live Valve
Laufräder Giant XCR 1
Reifen (v/h) Maxxis Rekon Race Exo 29 x 2,4"
Vario-Stütze Giant Contact Switch (125 mm)
XC Konzeptvergleich: Geometrien
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XC Konzeptvergleich: Giant Anthem Advanced Pro 1
Christian Kohlhausen
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Downcountry: Scott Spark RC SL EVO AXS

XC Konzeptvergleich: Scott Spark RX SL EVO AXS
Christian Kohlhausen
Fazit Sauschnell, luxuriös ausgestattet und dabei noch sexy: Das Hightech-Spark ist ein Traumrad durch und durch, zudem treffen Fahrwerk und Geo die goldene Mitte aus Spritzigkeit und Stabilität.

Bike der Superlative! Am 13 499(!) Euro teuren Topmodell verbaut Scott nur Edelparts, auch der Rahmen bietet zig Schmankerl: Vor Schmutz geschützt ist der Dämpfer in den Rahmen integriert, die Zugführung verläuft durch den Steuersatz und sorgt in Kombi mit dem einteiligen Carbon-Cockpit für eine geniale Optik. Ab auf die Strecke: Man sitzt top ins Rad integriert, die leicht sportliche Streckung versprüht Raceflair. Zackig spurtet das Spark voran, in Uphills macht sich der „Traction“- Mode des Fahrwerks bezahlt, der die Dämpfung erhöht und den Federweg am Heck auf 80 mm reduziert. Gen Tal zieht das Spark alle Trümpfe: Das traumhafte Fahrwerk bügelt alles glatt, durch die flache Front hat man fast das Gefühl, auf einem Enduro zu sitzen. Trotz der nur im Trockenen „zupackenden“ Reifen gehen die Rundenzeit sowie zwei Sektorenbestzeiten an das Spark, mit dem Referenzlaufradsatz legt es sogar noch einmal um zehn Sekunden zu.

Das hat uns gefallen:

 progressive, dennoch ausgewogene Geometrie

 exzellentes Fahrwerk mit dreistufiger Dämpfung

 sensationell gemachter Rahmen, beste Parts

Das hat uns nicht gefallen:

 Reifenwahl limitiert im Groben

Preis 13.499 €/Fachhandel
Gewicht 10,3 kg
Rahmengröße S, M, L, XL
Rahmenmaterial Carbon
Federweg Gabel 120 mm, Rahmen 80+120 mm
Schaltung 1 x 12 Gänge, 32 : 10–52 Zähne, Sram-XX1-Eagle-AXS-Schaltwerk und -Controller, -XX1-Kassette, -X01-Kurbel*
Bremsen Shimano XTR (M9100) 180/160 mm
Federgabel Fox 34 Stepcast Float Factory
Federbein Fox Nude 5 Factory
Laufräder Syncros Silverton SL2 30
Reifen (v/h) Maxxis Rekon Race Exo 29 x 2,4"
Vario-Stütze Fox Transfer SL Factory (100 mm)
XC Konzeptvergleich: Geometrien
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XC Konzeptvergleich: Scott Spark RX SL EVO AXS
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XC Konzeptvergleich: Scott Spark RX SL EVO AXS XC Konzeptvergleich: Scott Spark RX SL EVO AXS XC Konzeptvergleich: Scott Spark RX SL EVO AXS XC Konzeptvergleich: Scott Spark RX SL EVO AXS 16 Bilder
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"Spezial/Softtail": Arc8 Evolve FS XX1

XC Konzeptvergleich: Arc8 Evolve FS XX1
Christian Kohlhausen
Fazit Wem die extreme Geo schmeckt, der erhält mit dem Evolve FS ein pfeilschnelles Racefully mit dem Gewicht eines Hardtails. Noch mehr Bergabpotenzial würde die 120/110-mm-Version bieten.

Neun Komma fünf Kilo! Das brandneue Evolve FS siegt in der Gewichtswertung noch vor den Hardtails. Kein Wunder, dass sich das Schweiz-Bike sehr leichtfüßig auf Trab bringen lässt. Im Trail-Tanz braucht es etwas Eingewöhnung: Zum einen trifft das Carbon- Cockpit in Form und Maßen nicht jeden Geschmack, speziell der ultraflache Lenkwinkel und der lange Reach müssen ins Fahrkönnen „eingepreist“ werden. Ist das passiert, feuert man höchst fahrsicher bergab, die Wolfpack-Pneus grippen traumhaft. Teils weckt die extreme Geo so viel Vertrauen, dass das 100-mm-Fahrwerk mit innovativer Hinterbautechnik ans Limit gerät, per se werkelt es aber mustergültig und am Berg wippfrei. Übrigens gibt es auch eine Variante mit 120/110 mm Federweg. In engen Kehren fordert das Evolve durch die flache Front mehr Nachdruck. Top: Mit Original-Bereifung ist das Arc8 zweitschnellstes Bike im Test, mit Referenzlaufsatz etwa langsamer.

Das hat uns gefallen:

 Rahmen und Komplettrad extrem leicht

 gewöhnungsbedürftige, aber tolle Geo

 äußerst hochwertige Anbauteile

Das hat uns nicht gefallen:

 / Fahrwerk der Geo etwas unterlegen

Preis 9999 €/Fachhandel
Gewicht 9,5 kg
Rahmengröße M, L
Rahmenmaterial Carbon
Federweg Gabel 100 mm, Rahmen 100 mm
Schaltung 1 x 12 Gänge, 36 : 10–50 Zähne, Sram-XX1-Eagle-AXS-Schaltwerk und -Controller, -XX1-Eagle-Kassette und -Kurbel
Bremsen Magura MT8 SL 180/160 mm
Federgabel Rock Shox SID SL Ultimate
Federbein Rock Shox SIDLuxe Ultimate
Laufräder Newmen SL X.A 30 Advanced
Reifen (v/h) Wolfpack Race TLR/Speed TLR 29 x 2,4"
Vario-Stütze Bikeyoke Devine SL (100 mm)
XC Konzeptvergleich: Geometrien
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XC Konzeptvergleich: Arc8 Evolve FS XX1
Christian Kohlhausen
XC Konzeptvergleich: Arc8 Evolve FS XX1 XC Konzeptvergleich: Arc8 Evolve FS XX1 XC Konzeptvergleich: Arc8 Evolve FS XX1 XC Konzeptvergleich: Arc8 Evolve FS XX1 10 Bilder
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"Spezial/Softtail": Trek Supercaliber 9.8 GX

XC Konzeptvergleich: Trek Supercaliber 9.8 GX
Christian Kohlhausen
Fazit Auf Racetracks zu Hause, aber auch auf der schnellen Feierabendrunde ein Gedicht, giert das Trek stets nach Speed. Tuningpotenzial besteht bei den Reifen und der (fehlenden) Vario-Stütze.

Schon auf den ersten Metern mit dem Trek spürt man dessen klassische Cross-Country-DNA, die sich etwa im steilen Lenkwinkel und kompakten Reach äußert. Kein Bike wieselt so flink um die Kurven, nirgends sitzt man so schnittig im Sattel. Eindrucksvoll ist der wippfreie „Softtail“-Hinterbau, der auf Wurzelteppichen erstaunlich viel Traktion generiert. Apropos: Auch wenn das Supercaliber nur 60 mm Heckfederweg bietet, werkelt das Fahrwerk prima, nur in sehr grobem Geläuf kommt es ans Limit. Das gilt auch für die schnellen, aber griparmen Reifen, die dem Trek auch in unserem Konzeptvergleich viel Zeit kosten – wobei es auf der Kontrollrunde mit den Schwalbe-Pneus nicht viel schneller war. Einen deutlichen Boost (bergab) würde wohl erst eine Vario-Sattelstütze bringen. Dennoch: Generell geht das eigenwillige Konzept von Trek auf, auch wenn Rahmen- (1950 g) und Gesamtgewicht teils über den XC-Fullys mit mehr Hub rangieren.