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MB Neuheiten 2020 Mondraker F-Podium Carbon + Fahrbericht Teaser Lukas Hoffmann

XC-Geschoss: Mondraker F-Podium Carbon

Mondraker: Diesen Namen verbinden die meisten Mountainbiker mit einem erfolgreichen Downhill-Racingteam und fetten Enduros. Das wollen die Spanier ändern und stellen ihr ersten XC-Racefully vor. Wir durften das Bike bereits testen und haben alle Infos zum neuen F-Podium.

Was ein geiles Gerät, oder? Das neue Mondraker F-Podium Carbon schaut schon auf den ersten Blick nach ultimativem Vortrieb, geringstem Gewicht und loderndem Laktat aus. Eigentlich weiß man gar nicht, wohin man zuerst schauen soll. Auf den formschönen Carbonrahmen? Auf die spektakulär anmutende, „Zero Suspension“ getaufte Hinterradfederung mit virtuellem Drehpunkt und einem, das Sitzrohr teilenden Federbein? Auf die für Mondraker typische, gestreckt-gedrungene Geometrie? Oder auf die Bike-Ahead-Laufräder vom sündteuren Topmodell?

Ganze drei Jahre lang Zeit hat sich das Entwicklerteam bei Mondraker mit der Konzipierung des neuen Racefullys F-Podium gelassen. Dauerhaft darin eingebunden war das hauseigene Primafloor Mondraker Team, das im World Cup erfolgreich ist. Seit 2016 ist der Olympia-Dritte von den Sommerspielen in Rio, Carlos Coloma, auf den ersten Test-Rahmen des Fullys unterwegs gewesen.

Für die Entwicklung des Racefullys haben sich die Spanier an ein renommiertes Unternehmen in Sachen Carbontechnologie gewandt: 3C aus Landsberg am Lech ist besonders in der Automotive-Szene ein bekannter Namen. Die Bayern stellen Carbonteile für Audi, BMW und Mercedes Haustuner AMG her, auch in der Luftfahrt ist die Unternehmensgruppe für Boeing oder Airbus tätig.

Von diesem breiten Know-How profitieren nun auch Mountainbiker: Für das F-Podium wurden ganze 20 Prototypen-Stadien eingelegt, bis das finale Produkt endlich fertig war.

Einige ursprüngliche Ideen mussten dabei verworfen werden. Der typische Mondraker-Racevorbau, welcher beim Hardtail names Podium direkt in das Oberrohr übergeht, war nicht zu verwirklichen.

Für einen perfekten Hinterbau verzichteten die Spanier außerdem auf ein Lager – die Sitzstreben flexen hingegen einige Millimeter. Mittlerweile ist dieses Vorgehen bei vielen leichten Racefullys zu erkennen.

3 Jahre Entwicklung: Der Rahmen

Bei der Entwicklung war ein möglichst leichter Rahmen angestrebt, der gleichzeitig aber auch zum Charakter des Bikes passen soll. Bedeutet: Durch die aggressive Geometrie will Mondraker hohe Geschwindigkeiten auf dem Trail erreichen. Deswegen ist zu viel Leichtbau in den Augen der spanischen Entwickler kontraproduktiv. Dennoch kann sich das Gewicht sehen lassen: 1,9 Kilo wiegt der Rahmen mit Fox- Federelement. Die Züge sind standesgemäß innenverlegt. Weil Xc-Piloten viel Wert auf ein sperrbares Fahrwerk legen, kommen alle Bikes mit einem serienmäßigen Dual Lockout. Weiterer Pluspunkt: Immer mehr Biker wollen auch in XC-Bikes auf Variosattelstützen zurückgreifen. Das F-Podium ist für einen innenangelenkte Dropperpost vorbereitet.

Spannend: Bei allen Bikes ist der Rahmen bis auf die Lackierung identisch. So lässt sich das Bike nach Belieben Schritt für Schritt nach dem persönlichen Geschmack tunen.

Geometrie made in Spain

MB Mondraker F-Podium Dämpfer Detail
Lukas Hoffmann
Individuell: Der Rahmen teilt sich für den Dämpfer.

Wie bei allen MTBs der Spanier ist auch am F-Podium die Geometrie in Relation zur Bike-Kategorie sehr lang gezeichnet – wenn auch nicht ganz so extrem wie bei anderen Mondraker-Bikes. So soll der Reach in Größe M 458 mm betragen, der Radstand üppige 1145 mm. Dazu gibt es einen moderat-flachen Lenkwinkel von 69° sowie einen angenehm steilen Sitzwinkel von 75°. In Sachen Geometrie ist das Mondraker-Fully voll im Trend der aktuellen Racefullys. In Sachen Lenkwinkel gehen die Spanier nochmal einen extremeren Weg und flachen ihn ab: 68 Grad misst er am F-Podium. Im direkten Vergleich: Das Scott Spark ist etwas steiler mit 68,5 Grad, das Specialized Epic hat einen deutlich steileren Lenkwinkel von 69 Grad. Bei der Kettenstrebenlänge geht Mondraker eine moderaten Weg: 432mm messen sie bei allen Rahmengrößen.

Limited Edition für Gutbetuchte

MB Mondraker F-Podium Porsche Detail
Lukas Hoffmann
Porsche oder Bike? Preislich spielen die beiden Fahrzeuge auf einem ähnlich hohen Niveau.

Aufgepasst, jetzt wird es teuer: Mit dem Mondraker F-Podium RR SL bieten die Spanier eine streng limitierte Ausstattungsvariante an. Dieses Schmuckstück wird es nur 99 Mal weltweit geben. Kostenpunkt: 13.499 Euro. Für diese horrende Summe sind nur erlesenste Parts am Edelfully verbaut: Blickfang in der Seitenansicht sind die superleichten Bike Ahead Biturbo RS-Laufräder. Die fünfspeichigen Rundlinge werden in Deutschland per Hand laminiert und wiegen knappe 1,2 kg im Paar. Damit ist rasanter Vortrieb garantiert. Auch bei der Schaltung kommt Hightech zum Einsatz: Die brandneue Sram Eagle XX1 AXS wechselt die Gänge elektronisch. Verzögert wird am Edelbike mit der Sram Level Ultimate. Stichwort Fahrwerk: Hier werkelt vorne eine Fox 32 Stepcast mit Kashima-Tauchrohrbeschichtung, hinten ist ein Fox Float Dämpfer im Einsatz. Außerdem garniert Mondraker das Bike mit Anbauteilen von Bike Ahead, einem Carbon-Sattel von Fizik und Maxxis-Reifen. Auf dem Oberrohr prangt dann für die erlesenen Kunden eine Widmungsplakette, ebenso die Seriennummer.

Ab November soll das Bike lieferbar sein, zum Kunden kommt es in einer speziellen Verpackung mitsamt Zubehör.

Erster Test: So fährt sich das Racebike aus Spanien

Während der offiziellen Pressevorstellung des neuen Mondraker F-Podium durften wir das Fully bereits auf den Stuttgarter Kesseltrails kurz testen.
Der Eindruck von unserem Redakteur Lukas Hoffmann: „Länge läuft! Durch seinen massigen Radstand liegt das F-Podium sehr ruhig im Downhill, dank der dennoch kurzen Kettenstreben geht das Racefully auch gut ums Eck. Das Mondraker zeigt sich auch im Uphill sehr angenehm, der Lockout ist fast überflüssig. Antriebseinflüsse auf den Hinterbau sind kaum merkbar. Schade, dass Mondraker (bisher) noch kein Bike serienmäßig mit Dropperpost anbietet – diese habe ich auf dem Trail bei dieser genialen Geometrie vermisst."

Einstiegsmodell: Mondraker F-Podium

MB Mondraker F-Podium 2020
Lukas Hoffmann
Mindestens 4000 Euro kostet das günstigste Komplettbike vom F-Podium

Für knapp 3.200 Euro wird ein Frameset vom Mondraker-Podium verfügbar sein, für Biker, die ihr Bike selbst aufbauen wollen.

Das günstigste Komplettrad wird mindestens 3.999 Euro kosten. Es kommt mit Sram GX-Eagle Schaltung, Fox Elite-Fahrwerk und Shimano-Bremsen.

F-Podium R

Für 6000 Euro wechselt das F-Podium R den Besitzer. Es ist mit einer SRAM X0 Eagle Schaltung ausgestattet, außerdem sind DT Swiss 1501 Spline Laufräder verbaut.

F-Podium RR

MB Mondraker F-Podium RR 2020 Detail
Lukas Hoffmann
Mit XTR und Carbonlaufrädern fertig für das Rennen: Das 8.000 Euro teure F-Podium.

Für knapp 8000 Euro erhält man das F-Podium mit der neuen Shimano XTR-Kurbel. Besonderheit: Serienmäßig kommt das RR mit einer 2inPower-Wattmesskurbel von Rotor zum Kunden. Außerdem an Bord: DT Swiss XMC1200 Laufräder, Sram Level Bremsen und Fox Factory Fahrwerk.

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