Teil des
MB Specialized Stumpjumper Benjamin Hahn

Mountainbikes im Test

Testbericht: Specialized Stumpjumper

Racebike oder All-Mountain? Spätestens nach der ersten Testrunde mit dem neuen Stumpjumper stellt sich der Fahrer ­diese Frage.

Bewertung:

Was uns gefällt:

 Extrem leicht bei 140 mm Federweg

 Durchdachtes Gesamtkonzept (Systemintegration)

 Sehr agiles Handling mit effizientem Vortrieb

 Für den fürstlichen Preis Top-Ausstattung

Testurteil

Testsieger-Logo: Testurteil überragend

Das Bike wiegt in der getesteten Vorserie mit 10,7 Kilo weniger als manches Highend-Racefully und bietet gleichzeitig 140 Millimeter Federweg, genug für entspanntes Trailsurfen auch im ruppigen Terrain. Antwort: Das Stumpi ist eine Mischung aus beiden Kategorien. Für effizienten Vortrieb und Race-Feeling sorgt neben niedrigem Gewicht die überarbeitete Brain-Technik in Gabel und Dämpfer, die Wippen im Antritt effizient unterdrückt.

„Fulminanter Vortrieb, gepaart mit exzellentem Handling“, notierte etwa MB-Testchef Alex Walz. Durch den tiefen Schwerpunkt und das niedrige Gewicht manövriert das Stumpi leichtfüßig durch engste Kurven. Zudem sitzt der Fahrer sehr zentral über dem Rad, der kurze Vorbau und die relativ hohe Front sorgen für eine aufrechte Körperhaltung – kein Streckbank-Feeling, sondern pure Fun-Geometrie.

Auch bergauf macht sich das niedrige Gewicht und die Brain-Dämpfung positiv bemerkbar, an sehr steilen Rampen führt jedoch die aufrechte Sitzposition zum Anheben des Vorderrads. Hier macht die Absenkvorrichtung der superleichten Gabel absolut Sinn.

Ähnlich wie beim Talas-System von Fox fährt die Gabel nach Betätigung des Hebels am linken Holm um 25 Millimeter ein. Auch mit 115 Millimetern arbeitet die Gabel sehr effizient – ideal für Fahrer, die lieber mit tiefer Front auf Tour gehen.

Bergab sorgt reichlich Federweg für guten Komfort und Kontrolle. In richtig anspruchsvollem Terrain fehlt es den sehr linear arbeitenden Feder­elementen jedoch an Reserven. Zudem sorgen die leichte Gabel und die CC-Laufräder für ein etwas nervöses Handling. Das Stumpi ist also kein reinrassiges All-Mountain, sondern ein verspielter Tourer mit einer Extraportion Federweg.

Die Brain-Technik arbeitet geschmeidiger und effizienter als je zuvor, Losbrechmomente sind kaum noch zu spüren. Aber: Ein wirklich intelligentes Fahrwerk gelingt auch mit neuer Brain-Technik nicht. Das System unterdrückt zwar effizient das Wippen, verringert aber je nach Einstellung spürbar die Sensibilität des Fahrwerks.

Technische Daten

Preis 7499 Euro
Gewicht 10,7 kg *
Rahmengewicht 2499 g **
Federgabel (Gewicht) 1611 g
Vertriebsweg Händler
Rahmenhöhen S/M/L/XL
Getestete Rahmenhöhe M
Rahmenmaterial Carbon
Lenkwinkel 68 °
Sitzwinkel 74,5 °
Sitzrohr 447 mm
Oberrohr 580 mm
Steuerrohr 136 mm
Federgabel Specialized Future Sh. S140TA
Federweg getestet 115–140 mm
Federbein Spec./Fox Future Shock
Federweg getestet 140 mm
Schaltwerk Sram XX/XX
Schalthebel Sram X0
Kurbel Specialized S-Works
Umwerfer Shimano XTR
Bremse Avid XX
Bremsen-Disc vorne 185 mm
Bremsen-Disc hinten 160 mm
Laufräder Roval Control SL
Reifen Purgatory 2,2“/The Captain 2,0“

*Vorserie **inkl. Dämpfer

MB Specialized Stumpjumper - Kennlinie

Specialized Stumpjumper im Vergleichstest

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Fully-Tests

Fazit

Das Stumpjumper trumpft als superleichtes und verspieltes Tourenbike mit ordentlich Bergabreserven und Race-Potenzial.

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