Teil des
MB Liteville 301 Benjamin Hahn

Mountainbikes im Test

Testbericht: Liteville 301 (Modelljahr 2010)

Vorsicht Reizüberflutung! Das neue 301 ist gespickt mit unzähligen Details, die das Gewicht reduzieren, die Performance erhöhen oder die Optik verbessern sollen.

Bewertung:

Was uns gefällt:

 Steifer Rahmen für harte Beanspruchung

 Vielzahl an durchdachten Features

 Viel Kontrolle und Sicherheit bei Abfahrten

 Leicht genug für vortriebsorientierte Tourer

Testurteil

Testsieger-Logo: Testurteil überragend

Der hintere Schaltzug etwa verläuft exakt durch das Hauptlager und längt sich dadurch beim Einfedern des Hinterbaus nicht. Eine Sag-Anzeige an der Wippe erleichtert das Setup und gibt auch während der Fahrt Auskunft über die Einfedertiefe. Die Liste ließe sich schier endlos fortführen.

Ein perfektes Bike ist aber mehr als die Summe der Features, Fahrwerk und Ausstattung etwa sind nicht weniger wichtig. Für den Praxistest stand ein Modell aus der Vorserie mit 140 Millimeter Federweg und feinster XTR-Bestückung bereit. Die erste Testrunde hinterließ bei jedem Tester denselben prägenden Eindruck – extrem steif. Das Liteville lässt sich präzise um die Kurve dirigieren und verschwendet keine Energie durch Rahmenverwindung.

Nicht so quirlig wie das Stump­jumper, aber doch so agil, um auch auf verwinkelten Trails zu punkten. – ein sehr leichtes, waschechtes All-Mountain mit einem unübersehbaren Drang in die Enduro-Ecke. Der Fahrer sitzt mittig im Rad und pedaliert effizient und mit viel Kontrolle über die Trails. Kontrolle bringen neben der Fox 32 Talas vor allem die stabilen Carbon-Laufräder von DT Swiss, die kraftvollen Bremsen und der breite Lenker.

Der Prototyp einer Kettenführung ließ eine abschließende Beurteilung nicht zu, könnte aber für Enduristen ein Thema sein. Liteville stellt nicht nur den einzigen Alu-Rahmen im Test, sondern verzichtet auch anders als die Konkurrenz auf ein System zur Wippunterdrückung. Mit Erfolg: Beim Treten im Sitzen stabilisiert der Kettenzug sehr effizient den Hinterbau – kein Wunsch nach Plattform. Lediglich die Sensibilität in holprigen Tretpassagen litt dadurch etwas.

Im Wiegetritt hilft dagegen auch die beste Kinematik wenig, um das Wippen durch den pendelnden Fahrer komplett zu eliminieren. Ein Lockout am Dämpfer steht deshalb für solche Fälle bereit. Bei weniger Zug auf der Kette reagiert das offene System bereits bei kleinsten Unebenheiten sehr sensibel und nutzt den Federweg im groben Terrain optimal aus.

Technische Daten

Preis ca. 5800 Euro
Gewicht 11,4 kg *
Rahmengewicht 2850 g **
Federgabel (Gewicht) 1873 g
Vertriebsweg Händler
Rahmenhöhen XS/S/M/L/XL/XXL
Getestete Rahmenhöhe M
Rahmenmaterial Aluminium
Lenkwinkel 68 °
Sitzwinkel 73 °
Sitzrohr 432 mm
Oberrohr 580 mm
Steuerrohr 135 mm
Federgabel Fox 32 Talas RLC
Federweg getestet 140 mm
Federbein DT Swiss SSD 210
Federweg getestet 140 mm
Schaltwerk Shimano XTR
Schalthebel Shimano XTR
Kurbel Shimano XTR
Umwerfer Shimano XTR
Bremse Formula The One
Bremsen-Disc vorne 180 mm
Bremsen-Disc hinten 180 mm
Laufräder DT Swiss EXC 1550
Reifen Schwalbe Nobby Nic 2,4“

*Vorserie **inkl. Dämpfer und Steckachse

MB Liteville 301 - Kennlinie

Liteville 301 im Vergleichstest

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Fazit

Das neue Liteville ist ein top All-Moun­tain mit steifem Rahmen, ausgeklügelten Features und herausragenden Abfahrtsqualitäten.

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