Test: Mondraker Foxy Carbon RR 29
Spanisches All-Mountain mit Clever-Fahrwerk

Mondraker Foxy Carbon RR 29
Foto: Dennis Stratmann

Das hat uns gefallen:

 Allrounder mit Gefallen am Groben

 potentes Fahrwerk, prima Öhlins-Federelemente

 lange Geometrie sorgt für Spurtreue bei Speed ...

Das hat uns nicht gefallen:

 ... in engen Kehren macht sie das Bike sperrig

Die spanische Marke Mondraker setzt voll auf MTBs mit und ohne Motor. Rennräder, Gravelbikes oder gar Citybikes sucht man vergeblich im Sortiment. Gut so, denn so bleiben mehr Kapazitäten für die Weiterentwicklung des Kerngeschäfts. So kommen die Bikes Raze, Crafty (E-MTB) und Foxy neuerdings mit einem kleinen Fender sowie schwarzen Kästchen an Gabel und Hinterbau. Dabei handelt es sich um das von Mondraker selbst entwickelte Telemetrie-System namens Mind. Dieses hilft per App bei der Fahrwerksabstimmung. Das ursprünglich aus dem Downhill-Sport stammende System misst den Negativfederweg (Sag) sowie den genutzten Hub und gibt Empfehlungen zum idealen Luftdruck. Auch die optimale Druckstufenund Rebound-Einstellung hält Mind parat. Basis dafür ist jedoch eine Datenbank, nicht die Analyse der Fahrdaten. Das nur 199 g leichte System soll künftig aber um diese Funktionen erweitert werden. Jetzt schon möglich sind genaue GPS Aufzeichnung, das Tracken von Airtime mit Sprungweite und das Anzeigen eines Federweggraphs von Heck und Front. Erfahrene Bikerinnen und Biker werden wohl weniger die Hilfe beim Setup benötigen und dafür eher letztere Funktionen schätzen – zumal die Analyse der eigenen Fahrt auch ziemlich Spaß macht.

Unsere Highlights
Mondraker Foxy Carbon RR 29
Dennis Stratmann

Unser Testbike kam ausgerüstet mit edlem Öhlins-Fahrwerk, Sram-GX-Eagle-Schaltung, Laufrädern von DT Swiss sowie Sram-G2-Bremse. Letztere wirkte an dem potenten Foxy leicht unterdimensioniert. Denn: Das 29"-All-Mountain lässt es im Groben nur zu gerne richtig krachen. Das Fahrwerk zeigt sich sensibel, heißhungrig- schluckfreudig, aber zugleich auch stabil genug für dicke Schläge. Insgesamt laufen die schwedischen Federelemente auf sehr gutem (Fox-)Niveau. Vor allem der Dämpfer erinnert stark an den brillanten X2 von Fox. Geometrieseitig wählt Mondraker die Variante "Länge läuft". Mit 448-mm-Kettenstreben und 505-mm-Reach (Größe XL) strotzt das Foxy nur so vor Spurtreue, benötigt in den engen Kehren vieler Alpentrails aber eine strenge Hand am Lenker. Der Lenkwinkel fällt mit 64,5° jedoch nicht zu flach aus, sodass über die Front die nötige Wendigkeit generiert werden kann. Bergauf ist das mit 14,6 kg nicht gerade leichte Bike mit antriebsneutralem Heck unterwegs und liegt somit auf Klassenniveau. Durch den relativ flachen Sitzwinkel von 75,5° und das ultralange Oberrohr sitzt man sportlich-gestreckt.

Preis

6799 €/Fachhandel

Gewicht

14,6 kg

Rahmengröße

S, M, L, XL

Rahmenmaterial

Carbon

Federweg

Gabel 160 mm, Rahmen 150 mm

Schaltung

1 x 12 Gänge, 32 : 10–52 Zähne, Sram-GX-Eagle-Schaltwerk, -hebel, -Kurbel

Bremsen

Sram G2 RS 200/180 mm

Federgabel

Öhlins RXF 36 M.2 29

Federbein

Öhlins TTX Air

Laufräder

DT Swiss EX1700

Reifen (v/h)

Maxxis Minion DHF/DHR2 Exo+ Maxx Terra 29 x 2,5"/2,4"

Vario-Stütze

Onoff Pija (170 mm)

Mondraker Foxy Carbon
MOUNTAINBIKE

Testfazit:

Das Foxy ist ein All-Mountain mit Hang zum Ballern. Vor allem das Öhlins-Fahrwerk steht dem 160/150-mm-Fully gut. Das lange Heck muss man mögen, es bringt viel Laufruhe.

Das Mondraker Foxy und der Meierhoftäli-Trail

Mehr zum Thema:
SchweizMondraker
Länge3,94 km
Dauer0:13 Std
SchwierigkeitsgradSchwer
Höhenunterschied10 Meter
Höhenmeter absteigend557 Meter
Tiefster Punkt2200 m ü. M.
Höchster Punkt m ü. M.
GPS-Daten
KML-Daten

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Alle sechs getesteten Bikes finden Sie hier:

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Erscheinungsdatum 01.02.2023

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