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Mountainbikes im Test: 14 Race-Hardtails von 4.000 bis 5.000 Euro (Modelljahr 2016)

Test: 14 Race-Hardtails (Modelljahr 2016)

Wer schnell sein will, muss leiden? Vorbei! Die Race-Hardtails des Jahres 2016 hängen so hart am Gas wie eh und je – bieten aber zugleich enormen Fahrkomfort. MountainBIKE hat 14 Modelle getestet.

Däng, däng, däng! Hart und laut knallt die Kette gegen die Streben, spitze Stöße vom Untergrund piesacken den Fahrer. Jeder Kieselstein ein Peitschenhieb. Sie lieben genau das? Warum nicht! Mit einem Hardtail, mit ungefedertem Heck, über ein Ensemble von Stöcken und Steinen zu brettern ist halt die ehrlichste Art des Mountainbikens.

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Und wenn man dabei auf einem dieser sündteuren, dafür sündhaft leichten und traumhaft schönen 14 Race-Hardtails wie in diesem Test sitzt, dann ist Hardtail-Fahren auch schlichtweg geil. Aber – so viel vorweg – es wird noch besser!

Zunächst sprechen eh viele „harte“ Fakten für die Hardtails: Sie werden immer leichter, steifer, direkter im Handling sowie im Antritt, sorgloser, wartungsärmer und in Relation preiswerter sein als ihre vollgefederten Pendants. Oder banal gesagt: Was nicht dran ist (in dem Fall die Hinterradfederung), wiegt nix, kost’ nix und geht nie kaputt. Und zeitlos sind die eleganten Klassiker eh.

Doch sind sie auch zeitgemäß? Antwort: ja, mehr denn je. Natürlich wird ein Hardtail nie die fahrdynamischen Vorteile – die Traktion bergauf, die Fahrsicherheit bergab – eines Fullys erreichen, aber die jüngste Generation der Carbon-Rahmen bringt einen riesigen Fortschritt: Komfort! Dank Gummipuffern oder Fully-artigen Gelenken, mit vertikal flexenden Sitzstreben, mit biegsamen Sattelstützen.

Aber wie geht Komfort ausgerechnet mit den Ansprüchen der Racebike-Zielgruppe – vom Leichtbauliebhaber ohne Rennambitionen über den Hobby-Marathonisti bis zum gesponserten Cross-Country-Profi – einher? Schließlich prägen diese Kategorie traditionell andere Werte: asketisches Gewicht, brachiale Steifigkeit, alles unterwirft sich einzig dem Vortrieb. Oder?

Dazu Tim Böhme, Leiter Test & Training beim Radlabor Freiburg, selbst einer der weltbesten Marathon-Biker: „Für mich ist der Komfort bei Hardtails höher zu bewerten als die Steifigkeit. Ein komfortabler Rahmen schluckt kleine bis mittlere Schläge, dadurch wird die pedalierende Muskulatur geschont, und man kann länger sitzenbleiben oder im Sitzen mehr Power auf das Pedal bringen. Aber nicht nur beim Treten bringt der Komfortrahmen eine bessere Performance, auch bergab sind die Vorteile spürbar.“

Aber: Gewicht und laterale Steifigkeit, etwa der Verwindungswiderstand im Wiegetritt, dürfen unter den Komfortkonzepten nicht leiden. 14 Race-Hardtails aus Carbon mit 29"-Laufrädern mussten im Labor- und Praxistest beweisen, dass der Mix aus Effizienz und Komfort klappt. Die Preisspanne setzte die Redaktion hoch an: 4000 bis 5000 Euro.

Viel Geld, aber der Bereich, in dem in dieser Kategorie „die Musik spielt“, in dem die magische 10-Kilo-Marke meist locker unterboten wird. Und: Alle Bikes im Test gibt es auch mit preisgünstigerer Ausstattung und oft identischem Kohlefaser-Rahmen. Oder aber mit viel edleren Parts: etwa das Cannondale F-Si Black Inc. für abstruse 11 000 Euro.

Viele Novitäten prägen das Testfeld, die Hardtails von BMC, Bulls, Focus, Ghost, Haibike, KTM, Müsing und Trek sind komplett neu für 2016. Die ebenfalls backfrischen Carbon-Neulinge von Canyon (Exceed) und Simplon (Razorblade SL) waren zu diesem frühen Zeitpunkt nicht serienreif und damit testfähig, das neue Centurion Backfire passte preislich nicht ins Testfeld.

BMC und Trek: Soft- statt Hardtail

So sind es die Newcomer von BMC und Trek, die für Aufsehen sorgen. Beide sind mehr Soft- als Hardtail, treiben den Komfortgedanken auf die Spitze. So sorgt beim BMC ein in die Sitzstreben integrierter Elastomerdämpfer für rückenschonendes Rasen.

Am Trek ist es ein Gelenk, das das Sitzrohr vom Knotenpunkt Oberrohr/Sitzstrebe entkoppelt und damit flexen lässt. Eine Technik, die Trek seit drei Jahren am Rennrad Madone einsetzt. Siege bei Paris-Roubaix und der Flandernrundfahrt inklusive – sie scheint nicht langsam zu machen. Auch Focus verfolgt ein ähnliches Konzept, jedoch ohne Gelenk.

Um den Rahmenkomfort belegbar zu machen, wendet MountainBIKE ein Prüfverfahren an, bei dem die vertikale Nachgiebigkeit von Rahmen und Sattelstütze gemessen wird. Streng genommen sagt der ermittelte Wert mehr über den Sitzkomfort aus, die Flexibilität im Stehen beurteilten vier erfahrene Testfahrer nach den Prüffahrten, unter anderem mit einer anstrengenden Abfahrt über Wurzelteppiche und Steingärten.

Und? BMC und Trek ragen in Labor wie Praxis heraus. Tester Thomas Schmitt: „Wenn das BMC jetzt noch knarzen würde, wär’s echt ein Fully.“ Übertrieben, klar, aber das Teamelite fährt sich wirklich unfassbar komfortabel. Und es gibt (fast) keine Nachteile. So sind die BMC- und Trek-Rahmen nicht die leichtesten im Feld – es brillieren Focus und Bulls –, aber bei weitem nicht die schwersten.

Auch in Sachen Lenkkopfsteifigkeit erreichen beide sehr gute Werte. Lediglich bei der Tretlagersteifigkeit schwächelt das BMC. Hobby-Marathonisti werden dies kaum merken. Und Profis? Laut BMC setzen die Teamfahrer um Superstar Julien Absalon sogar den weichsten der drei erhältlichen Elastomere ein – MountainBIKE wählte die mittlere Härte. Alle Steifigkeitswerte und Gewichte der Testbikes gibt's hier zu sehen.

Wem nun vor lauter Weichmacherei die Essenz des Rennfahrens, der knackige Vortrieb, der Siegeshunger fehlt, der sei beruhigt: Die 2016er Hardtails, auch die „Softies“, streben so stramm voran wie eh und je. Nein, sie sind gar schneller geworden. Moderne Geometrien mit steilem Sitzwinkel und längerem Reach rücken den Biker ergonomisch sinnvoll nach vorne, der Tritt erfolgt bei den meisten Testbikes ideal von oben ins Pedal, selbst bei steilsten Anstiegen steigt die Front nie.

Zumal die Traktion am Heck fast durchwegs für Hardtails fantastisch ist: Hier profitieren die Bikes von den besseren Überrollfähigkeiten der 29"-Laufräder (im Vergleich zu 26" und 27,5" werden diese weniger etwa durch Steinchen gebremst; MountainBIKE-Laufradgrößenfinder: in wenigen Klicks zur passenden Größe). Und erneut vom Thema Komfort – es schließt sich der Kreis. So drückt ein flexibles hinteres Rahmendreieck den Hinterreifen förmlich an den Boden, während ein zu steifes Heck den Pneu springen lässt. Bergauf wie -ab gilt also: Komfort schafft Sieger!

Nur warum stehen dann nicht die Komfortwunder von BMC und Trek ganz oben in der Punktetabelle? Nicht, weil sie sich nicht fantastisch fahren würden. Im Gegenteil, alle Testfahrer waren vom Fahrkomfort als auch vom Handling der Soft tails hellauf begeistert, wählten Teamelite und Procaliber fast geschlossen zu ihren persönlichen Favoriten.

Es sind jeweils Schwächen in der Ausstattung, die zu viele Punkte in der Endabrechnung kosten. So geht der Sieges-Schampus an das drittkomfortablste Bike, das Focus Raven. Hauchdünn (noch knapper geht’s kaum) gefolgt von den zwar noch schnelleren und leichteren, aber eben nicht ganz so flexiblen, mehr eindimensionalen Rennfeilen von Bulls und Ghost.

Diese Produkte haben wir getestet:

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Die Komfort-Konzepte der Race-Hardtails

14 Race-Hardtails von 4.000 bis 5.000 Euro im Test

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Haibike Greed 9.80

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André Schmidt
Racehardtails

Die „gespaltene“ Carbon-Stütze im Greed flext spürbar nach schräg-hinten. Auch im Labor erzielte das Greed einen guten Messwert, in der Praxis fuhr es sich im Stehen jedoch unnachgiebig und sehr hart.

BMC Teamelite 01 XT

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André Schmidt
Racehardtails

Der Komfort-Primus in Labor und Praxis! Der in drei Härten erhältliche, temperaturbeständige, in die Sitzstreben eingelassene Elastomer macht aus dem Teamelite ein „Hard-Fully“ mit laut BMC bis zu 15 mm Federweg.

Cannondale F-Si Carbon 2

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André Schmidt
Racehardtails

Mit dem Vor-Vorgänger Namens Flash etablierten die Amis das Thema Rahmenkomfort. Auch das F-Si besitzt filigrane, gezielt flexende Sitzstreben, die trotz mittelmäßigem Messwert in der Praxis für Entlastung sorgen.

Trek Procaliber 9.8 SL

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André Schmidt
Racehardtails

Am Procaliber entkoppelt ein Gelenk das Sitzrohr von Oberrohr und Sitzstreben. Dadurch flext das Sitzrohr laut Trek um bis zu 11 mm, ohne dass die Wiegetrittsteifigkeit leidet. Und? In Labor wie Praxis voll überzeugend!

Müsing Specter 9 World-Cup Edition

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André Schmidt
Racehardtails

Fast wie Blattfedern arbeiten die extrem abgeflachten Sitzstreben am Specter. Lohn der konstruktiven Mühen: ein sehr guter Laborwert und zufriedene Tester, die den Fahrkomfort im Sitzen wie im Stehen lobten.

Focus Raven Max SL 29

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André Schmidt
Racehardtails

Die auffällige Loch-„Stütze“ ist Teil des gelungenen Komfortkonzepts am Raven. Sie bewirkt eine spürbare Dämpfung. Zudem docken die Sitzstreben direkt am Oberrohr an, sodass das Sitzrohr stärker flexen kann.

Rahmen- und Sitzkomfort misst Mountain-BIKE auf einem eigens gebauten Prüfstand. Ein 80-kg-Prüfgewicht belastet Rahmen und Sattelstütze. Die Auslenkung in X- und Y-Achse wird in mm erfasst und ergibt nach dem Satz des Pythagoras den angegebenen Wert: je höher, umso besser der theoretische Komfort.

BMC und Trek ragen mit ihren Softtail-Konzepten im Labor heraus. Beide wurden aber auch in der Praxis als „sehr komfortabel“ beschrieben. Fuji und Storck schneiden im Labor schlecht ab, die Tester beurteilten beide ebenfalls als unangenehm hart.

Wie groß der Einfluss der Sattelstütze auf die Labormessung sein kann, zeigt das Rotwild: Dessen „butterweiche“ Crankbrothers-Stütze sorgt für den viertbesten Messwert, das Bike selber fuhr sich auf dem Trail aber knüppelhart. Bulls, Cannondale und Ghost hingegen bewerteten die Tester in der Praxis besser, als es der Laborwert aussagt.

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Gewichte und Steifigkeiten der Test-Bikes

14 Race-Hardtails von 4.000 bis 5.000 Euro im Test

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Gewicht:

Die mit Kernwaagen ermittelten Einzelgewichte zeigen, wo die Pfunde an den Testbikes stecken. *Cube, Fuji und Trek rollten mit Latexmilch-Füllung statt Schlauch in den Test. MountainBIKE addierte bei diesen drei Bikes daher 200 Gramm beim Laufrad- und Komplettgewicht.

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MountainBIKE Magazin
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Lenkkopfsteifigkeit:

Eine hohe Lenkkopf- oder Spursteifigkeit sorgt für ein sichere, präzises Handling – das Bike tanzt buchstäblich nicht aus der Reihe. Werte über 60 Nm/° definiert MountainBIKE auch für schwere Fahrer als ausreichend. Alle Testbikes erreichen den grünen Bereich problemlos.

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Tretlagersteifigkeit:

Die Tretlager- oder Wiegetrittsteifigkeit sagt aus, wie stark sich das Bike im Antritt verwindet. Der Wert sollte über 100 N/mm liegen. Das BMC verfehlt den Grenzwert aufgrund der Elastomer-Dämpfung. Auch den Testfahrern (alle max. 70 Kilo „schwer“) fiel dies in der Praxis leicht auf.

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Race-Hardtail-Test: Punktevergabe und Benotung

14 Race-Hardtails von 4.000 bis 5.000 Euro im Test

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Schon immer lag jedem MountainBIKE-Radtest eine komplexe und komplizierte Punkteberechnung zugrunde. Um Ihnen, liebe Leser, nun noch mehr Transparenz und Informationen zu bieten, gibt es die bislang „geheime“ Punktetabelle in jedem Biketest zum Nachlesen! Zusätzlich hat die Redaktion die Bewertungskategorien zur neuen Saison reformiert und die Punktevergabe generell „angezogen“ – um der aktuellen Generation von Mountainbikes gerecht zu werden.

In Summe maximal 250 Punkte vergibt MountainBIKE, aufgeteilt in zwölf Bereiche. Ganz wichtig: Die jeweilige Gewichtung, wenn etwa für Downhill 20 oder aber 30 Punkte verteilt werden, ändert die Redaktion von Test zu Test. Nur so lassen sich Mountainbikes innerhalb unterschiedlicher Kategorien bewerten und vergleichen. So ist bei einem Marathon-Bike wie in diesem Test das Gewicht naturgemäß viel wichtiger als bei einem Enduro – Letzteres muss dafür bergab natürlich stärker glänzen.

Gut die Hälfte der Bepunktung (Gewicht Bike, Gewicht Rahmen, Rahmensteifigkeit, Ausstattung, Verarbeitung/Sonstiges) resultiert direkt aus Laborergebnissen oder aus der Analyse der Mountain-BIKE-Techniker. Die anderen Punkte berechnen sich wiederum aus den (nicht abgebildeten) Einzelnoten der vier erfahrenen Bike-Tester aus dem Praxistest. Zusammen gewährleistet dies einen für den künftigen Käufer optimalen Mix aus sowohl objektiven wie auch subjektiven Testurteilen. Beim Rahmenkomfort fließen Messwert aus dem Labor und Praxisbenotung der Testfahrer zu je 50 Prozent in die Punktzahl ein.

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MountainBIKE Magazin
Die Benotung der 14 getesteten Race-Hardtails (für Großansicht auf die Grafik klicken)

Zeigt den Charakter der Test-Bikes: der MountainBIKE-Profiler

Das Spinnennetz zeigt, wo die Stärken und Schwächen des Bikes in Relation zum Testumfeld liegen. Je größer der Ausschlag in eine der acht Richtungen, desto prägender der „Charakterzug“. Ein Allrounder weist rundum eine große Fläche, ein Spezialist eine verschobene Grafik auf. Die jeweiligen Eigenschaften wie Up- oder Downhill sind meist gegensätzlich angeordnet. So sehen Sie auf einen Blick, welches Profil das Bike aufweist. Die Grafik unten zeigt ein eher abfahrtslastiges Bike mit potentem Fahrwerk – keinen wuseligen Sprinter.

14 Race-Hardtails von 4.000 bis 5.000 Euro im Test

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Racehardtails

Und das versteckt sich hinter den Begriffen:

Uphill/Vortrieb: Passt die Traktion? Steigt die Front? Ist die Sitzposition im Steilen gut? Ein niedriges Gewicht steigert den Ausschlag im Profil ebenso wie die Rollfreudigkeit von Laufrädern/Reifen.

Downhill: Ein sicheres Handling ist das A und O, damit ein Bike bergab performt. Dazu fließen die Federung sowie einige Parts wie das Cockpit, die Reifen oder die Bremsen in das Downhill-Profil ein.

Ausstattung: umfasst sämtliche Parts am Bike wie Schaltung, Antrieb, Federelemente, Laufräder, Reifen oder Anbauteile à la Sattel, Griffe, Cockpit. Aber MountainBIKE bewertet auch gelungene Detaillösungen.

Rahmen/Fahrwerk: Ein top gemachter Rahmen mit geringem Gewicht, hohen Steifigkeiten und spürbarem Komfort bildet die Basis für das perfekte Bike.

Laufruhe: Hohe Spurtreue bringt Sicherheit bergab, kann unter Umständen aber ins Träge „kippen“, speziell wenn der MountainBIKE-Profiler einen geringen Ausschlag zeigt in Sachen ...

Wendigkeit: Je wendiger ein Bike, desto agiler, spielerischer lässt es sich bewegen. Ein Ausschlag nur in diese Richtung (ohne viel Laufruhe) lässt jedoch auf Nervosität schließen.

Stabilität: Liegt der Fokus bei Rahmen und Parts weniger auf Leichtbau, sondern auf Solidität, steigt der Ausschlag der Grafik. Den Gegenpart bildet ...

Geringes Gewicht: Niedriges Rahmen-, Parts- und Gesamtgewicht lassen auf ein spritziges, leichtfüßiges, in Ebene und Uphill flottes Bike schließen.

Das Testprozedere beim Race-Hardtail-Test

Auswahl: Vor jedem Test sucht die Redaktion in langen Diskussionen die Testbikes aus. Kriterien sind etwa der Preis sowie der Einsatzbereich – Ziel ist ein homogenes, faires Testfeld. Die Bikes werden bei den Herstellern angefordert, müssen zwei Monate bei MountainBIKE bleiben, ehe sie retourniert werden.

Praxistest: Jeder Biketest wird von einem Testleiter und drei weiteren erfahrenen Testfahrern/Redakteuren durchgeführt. Auf einem zur Kategorie passenden, selektiven Rundkurs wird jedes Rad von jedem Tester mindestens einmal gefahren. Danach notieren die Fahrer ihre subjektiven Noten und Eindrücke in acht Bereichen. Nach Ende des Praxistests werden alle Testbikes besprochen und die jeweiligen Noten auf ungewöhnliche Abweichungen hin überprüft. Den Hardtail-Test führte MountainBIKE zunächst in Brixen, Italien, dann auf der hauseigenen Teststrecke durch.

Labortest: Alle Bikes werden gewogen und danach in ihre Einzelteile zerlegt. Die Rahmen werden einzeln gewogen und vermessen. Alle Daten in den Geometrie-Skizzen sind von MountainBIKE ermittelt. Die Ausstattung wird notiert und mit den Herstellerangaben verglichen. Anschließend werden auf Prüfständen vom EFBE-Institut die Steifigkeiten der Bikes (Bild). gemessen. Diese fließen wie die Gewichte und die Ausstattung in die Bewertung der Bikes ein.

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Benjamin Hahn
Laborleiter Haider Knall vermisst auf modernen Prüfständen des EFBE-Instituts.

14 Race-Hardtails von 4.000 bis 5.000 Euro im Test

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