MB Red Bull AL-200 Factory Benjamin Hahn
MB Canyon Grand Canyon AL 6.0
MB Poison Zyankali Team
MB Radon ZR Team 7.0
MB Red Bull AL-200 Factory
MB Serious Bear Rock 5 Bilder

Versender-Hardtails: Fünf Bikes um 1000 Euro im Test

Stichprobe

Fünf beliebte Versender-Bikes im Test: Welches trumpft mit bester Ausstattung, welches mit Top-Performance? Und welches sticht die Mitbewerber aus?

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„Wie viel kostet euer meistverkauftes Hardtail?“ Wenn die Antwort auf diese Frage bei vier von fünf Anbietern „999 Euro“ lautet, ist schnell klar, wo das Preislimit für das Testfeld der Bestseller-Hardtails liegen muss. Rund 1000 Euro gelten landläufig als vernünftige Untergrenze beim Mountainbike-Kauf: Für diesen Betrag gibt es Räder, die auch ernsthafte Geländeambitionen über einen längeren Zeitraum mitmachen.

Kommt das Bike nicht vom Händler um die Ecke, sondern direkt vom Hersteller – die Zauberformel lautet „Direktversand“ –, gibt‘s für 1000 Euro schon echtes Top-Material: Die getesteten Hardtails sind deshalb alles andere als simple Einsteiger-Lösungen, sie garantieren auch gestandenen Bikern langfristig eine Menge Fahrspaß und Zufriedenheit.

Kartonweise Niedrigpreise

Die Versender Canyon und Rose (Red Bull) erfreuen seit Jahren nicht nur mit top Preis-Leistungs-Verhältnis, sondern auch mit aufwendig entwickelten Rahmen. H & S Bike-Discount setzt mit seinen Radon-Bikes ebenfalls immer stärkere, eigene Akzente. Poison punktet mit seinem ausgefeilten Baukastensystem, die Bikes des in den letzten Jahren stark gewachsenen Versenders Fahrrad.de (Serious) locken mit vielen Edelparts.

Das Rezept für ein bekömmliches 999-Euro-Menü scheint einfach: Man nehme einen soliden Alurahmen, die bewährte Federgabel Rock Shox Reba SL und garniere das Ganze mit mehr oder weniger sorgfältig abgestimmten Anbauteilen. Doch der Handlungsspielraum für Entwickler und Produktmanager ist bei preis­aggressiven 1000-Euro-Bikes begrenzt. Dass es dennoch allen Anbietern gelingt, äußerst wertige Bikes auf die Räder zu stellen, ist umso erfreulicher.

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Die Bikes im Test:

MB Canyon Grand Canyon AL 6.0
Hardtail-Tests
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Hardtail-Tests
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Genauer betrachtet: Die fünf Testkandidaten

Fünf Versender-Hardtails um 1000 Euro im Test

MB Canyon Grand Canyon AL 6.0
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Canyon und ­Poison etwa setzen auf äußerst leichte Rahmen, die problemlos als Basis für spätere Tuning-Projekte herhalten können. Speziell der Canyon-Frame wartet dabei mit vielen aktuellen Top-Features auf: ­konifiziertes Steuerrohr, Postmount-­Direktmontage für die Hinterradbremse, innenverlegte Züge.

Auch Rose liefert mit dem Red Bull AL Factory ein überzeugendes Beispiel dafür, wie hochwertig der Rahmen eines preiswerten Bikes gemacht sein kann. Bei Radon und Serious drücken die Framesets deutlich schwerer auf die Waage. Dafür protzen beide jeweils mit prestigeträchtiger Shimano-Deore-XT-Kurbel und fast sortenreinem Antrieb aus der ­gleichen Gruppe.

Canyon, Rose und Poison setzen auf tadellos funktionierende Kombinationen meist günstigerer Gruppen von Shimano und Sram. Auch bei den übrigen Parts gibt‘s Unterschiede: Im Canyon rotieren auffällige Mavic-Cross­ride-Systemlaufräder, Serious bleibt hier mit Naben unter Shimano-Deore-Niveau eher hinter den Erwartungen zurück. Unterm Strich gelingt es den Anbietern so – trotz identischer Grundpreise –, jeweils ganz eigene Akzente zu setzen.

Ein Eindruck, der sich nach den ersten Metern im Sattel weiter verstärkt. Die Charaktere der fünf Probanden sind völlig unterschiedlich. Das liegt allerdings weniger an den verbauten Teilen als an der jeweiligen Rahmengeometrie und den montierten Vorbau-Lenker-Kombis. Ambitionierte Racer werden das sportliche Poison lieben, Tourenfahrer dagegen eher mit dem Red Bull oder Serious liebäugeln. Verspielte Trailsurfer sollten das kompakte Radon in die engere Wahl ziehen.

Nur das Canyon wehrt sich dagegen, in eine bestimmte Schublade gepackt zu werden: Der superleichte Rahmen mit seinem eher langen Oberrohr würde einem Racer gut zu Gesicht stehen, das breite Cockpit indes mag nicht so recht dazu passen.

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Bikekauf beim Versender: Die Vor- und Nachteile

Fünf Versender-Hardtails um 1000 Euro im Test

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Positiv:

Preis/Ausstattung: Dank Direktvertrieb sparen sich Versender die Marge für den Handel – der Verkaufspreis kann niedriger ausfallen, alternativ spendiert der Versender seinen Bikes eine im Vergleich zum Fachhandel hochwertigere Ausstattung.

Positiv:

Beratung: Sie findet online/am Telefon meist durch geschulte Mitarbeiter statt – und muss deshalb nicht schlechter sein als im Shop. Persönliche Beratung gibt‘s bei manchen Versendern in eigenen Geschäften, oft nur am Firmensitz.

Negativ:

Probefahrt: Ob ein Bike passt, lässt sich nur auf einer längeren Probefahrt feststellen. Nur wenige Versender ermöglichen diesen Service, allerdings am womöglich weit entfernten Firmensitz. Eine Geometrie-Tabelle liefert theoretische Eckpunkte zur „Passform“ des Wunsch-Bikes.

Negativ:

Service: Umtausch, Erstservice oder Reparatur erfordern beim Versender etwas Geduld, das Bike muss jeweils verpackt und verschickt werden. Um Montage und finales Setup muss sich der Kunde kümmern.

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Fazit: Red Bull macht das Rennen

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Einen Kauftipp verdient sich das leichte, breitbandige Serious. Die übrigen Bikes sind spezieller in ihrer Ausrichtung – dabei aber nicht nennenswert schlechter: Sehr gute Bikes sind alle.

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