Rundum-Update für Meridas Spaßbike Merida
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Rundum-Update für das Spaßbike: Merida One-Forty

Merida One-Forty (MY 2023) Rundum-Update für Meridas Spaßbike

Das One-Forty ist Meridas Antwort auf die neuen Anforderungen an fähige Trailbikes die auch bergab einiges einstecken können. Beim neu aufgelegten Rahmendesign wird ein abgeflachter Lenkwinkel mit einer steilen Sitzposition kombiniert.

Kurz und knapp: Merida One-Forty MY2023

  • 29"-Hub: 150/143mm
  • MX-Setup [HL1] dank Flip-Chip möglich
  • Rahmen aus Carbon (Gesamtgewichte ab 14 kg)
  • oder Aluminium (Gesamtgewichte ab 16,28 kg)
  • fünf Größen mit durchwegs niedrigem Sitzrohr
  • spezielle, großzügige Rahmenöffnung für Kabelmanagement an Carbon-Modellen
  • Preise ab 2750 Euro

Geometrie: Mullet oder 29, verspielt oder zahm?

Das One-Forty kann sowohl als 29ers als auch im Mullet-Setup gefahren werden. Egal für welche Laufradkombination man sich entscheidet, die Geometrie bleibt dank Flip-Chip an der Dämpferaufnahme die gleiche. Lediglich der Federweg ändert sich. Mit dem 27,5"-Rad hat man hinten etwas mehr Reserven. Bei der Geometrie hat sich einiges verändert: Im Vergleich zum etwas in die Tage gekommenen Vorgänger-Modell von 2016, ist die Geometrie moderner und aggressiver. Bei Größe M hat das neue One-Forty mit 65° einen flachen Lenkwinkel und mit 1232 mm einen relativ langen Radstand. Um in Kurven nicht träge zu werden sind die Kettenstreben lediglich 437,5 mm lang. Gleichzeitig soll das Fahrergewicht zentral gehalten werden, was Merida mit einem steilen 80°-Sitzwinkel schaffen möchte. Außerdem ist die Sattelstrebe bei allen Rahmengrößen sehr kurzgehalten (400 bis 470 mm). Dadurch können auch kleinere Fahrer und Fahrerinnen größere Rahmen für mehr Laufruhe fahren.

Das neue Merida One-Forty im Detail

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Merida One-Forty: Zahlreiche Features für Vielschrauber

Wer genug hat vom ewigen Fischen im Unterrohr nach Schaltkabel oder Bremsleitung, der wird sich leicht für die Carbon-Varianten des One-Forty begeistern können. Diese haben ein Service-Port, durch das der Kabelsalat im Unterrohr einsehbar wird. Außerdem lässt sich unter dem Sattel ein Multitool verstauen und vor dem Dämpfer am Rahmen ein Ersatzschlauch oder anderes Klein-Equipment montieren. Das sollte im Fall einer Wettkampf-Panne schnelleren Zugang ermöglichen als Stauplatz im Unterrohr. Dieser ist bei den Carbon-Varianten, durch die Service-Klappe zusätzlich gegeben. Bei Lagern im Rahmen gilt beim One-Forty das Sprichwort "Weniger ist Mehr". Am Hinterbau wird auf Umlenklager verzichtet, stattdessen flexen die Kettenstreben. Dies spart Gewicht und soll die Steifigkeit erhöhen.

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Modellvarianten des One-Forty

Bei den Features fährt Merida einiges auf. Verschieden große Mudguards können am Rahmen und an der Gabel verschraubt werden. Außerdem verlaufen die Kabel durch die Umlenklager der Kettenstrebe. Somit erblicken diese vom Vorbau bis zum Hinterrad kein einziges Mal das Sonnenlicht. Teil dieses Systems ist Meridas hauseigenes Cockpit. Dieses besteht aus dem Merida-Expert-Vorbau, dem Merida-Team TR-Lenker und den Merida-Expert Griffen und wird bei allen Modellen verbaut. Bei allen Ausstattungsmöglichkeiten gleichbeliebend ist außerdem die Bereifung von Maxxis, dem Minion DHF in 2,5" Breite. Fahrwerkseitig setzt Merida beim Dämpfer auf den Rock Shox Deluxe Select +. Bei den Alu-Versionen für 3.160 Euro und 3.860 Euro ist an der Front eine Marzocchi Bomber Z2 beziehungsweise Z1 verbaut, während das Einstiegsmodell noch mit der Rock Shox Yari RC kommt. Beim günstigsten Carbon-Modell (5.600 Euro), wird wieder eine Marzocchi Bomber Z1 an der Front verbaut. Funkschaltende SRAM-Komponenten sind ab 8.350 Euro am One-Forty zu finden. Außerdem kommen bei dieser Preisklasse eine FOX 36 Float Performance Elite Gabel und ein gleichwertiger FOX-Dämpfer hinzu. Die Topausstattung hat dann ein edles Kashima-Coating auf den FOX Federelementen und soll laut Hersteller 14 kg wiegen, kostet aber 10.650 Euro. Das Einstiegsmodell hingegen wiegt laut Merida ganze 16,88 kg.

Erste Modelle des One-Forty sind ab Oktober 2022 erhältlich. Die gesamte Palette an Ausstattungsoptionen gibt es erst im Jahr 2023.

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Rückblick ++ Rückblick +++ Rückblick: Merida One-Forty (MY 2018)

Kurz und knapp

  • Merida One-Forty mit 150/140-mm-Fahrwerk
  • 27,5-Zoll-Laufräder mit 2,6 Zoll Reifenbreite
  • Zielgruppe: Trail und All-Mountain
  • Moderat lange, moderne, verspielte Geometrie
  • Drei Ausstattungsvarianten ab circa 2100 Euro (Preise stehen noch nicht ganz fest)
  • Hinterbaukonstruktion mit Float-Link

Nach dem Tourenfully One-Twenty und dem Enduro One-Sixty vervollständigt nun das All-Mountain- und Trail-Bike One-Forty die Fully-MTB-Palette der Taiwaner mit deutscher Entwicklungsabteilung. Wie der Name bereits verrät, werkeln am Hinterbau 140 mm Federweg, an der Front sind es 150 mm Hub – was laut Merida-Entwickler Reynaldo Ilagan am One-Forty optimal harmonieren soll.

Merida One-Forty: moderne, nicht zu lange Geometrie und 27,5-Zoll-Räder

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Dennis Stratmann
Neu für 2018: das All-Mountainbike Merida One-Forty

Um ein möglichst agil-wendiges Handling zu gewährleisten, rollt das Merida One-Forty auf klassisch breiten 27,5-Zoll-Laufrädern. Wobei auch recht wuchtige Reifen mit bis zu 2,6 Zoll Breite locker passen – auch dank der breiten Boost-Steckachsen vorne/hinten sowie der breiten Merida-Felgen mit 29 mm Maulweite. Auch in Sachen Geometrie kommt das Merida One-Forty modern, aber nicht übertrieben flach-lang daher. So steht der Lenkwinkel zwar durchaus flach bei circa 66,5 Grad, Reach (435 mm, Größe M) und Oberrohrlänge (596 mm, Größe M) fallen aber eher moderat aus. "Das One-Forty fährt sich einfach total spielerisch, ist perfekt für alle, denen ein Enduro zu träge ist, die aber dennoch viel Trail-Spaß suchen", so Ilagan.

Detailreicher Alu-Rahmen am Merida One-Forty

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Dennis Stratmann
Neu für 2018: das All-Mountainbike Merida One-Forty

Der Rahmen am One-Forty ist aus Aluminium, eine Carbon-Version dürfte zur Saison 2019 folgen. Angeboten werden die vier Größen S, M, L und XL. Dabei gefällt am Rahmen die Detail-Fülle etwa mit der innerhalb des hinteren Rahmendreiecks liegenden Bremsaufnahme oder der sauber gelösten internen Zugverlegung. Aktuelle Standards sind selbstredend dabei, eine Umwerferaufnahme aber fehlt. Das Merida One-Forty ist nur auf 1-fach-Antriebe ausgelegt. Jedoch hat Merida darauf geachtet, Kettenblätter und Kassetten so zu spezifizieren, dass dennoch eine klettertaugliche Übersetzung gewährleitet ist. So kommt etwa die preiswerteste Version mit einer 11–50er-Kassette von Sunrace.

Bei der Hinterbaukonstruktion des One-Forty setzt Merida wie bei One-Twenty und One-Sixty auf einen abgestützten Eingelenker mit Float-Link. Das Federbein ist schwimmend gelagert, wird von oben und unten gedrückt.

Merida One-Forty kommt mit drei Modellen 2018

Drei Modellvarianten – One-Forty 400, 600 und 800 – wird Merida 2018 anbieten. Das Einstiegsmodell wird vermutlich nur 2100 Euro kosten, dennoch einen robusten uns stabilen Spec bieten. Das Topmodell One-Forty 800 kommt für circa 3100 Euro mit Fox-34-Rhythm-Federgabel, Rock-Shox-Deluxe-Federbein, 1 x 12-Antrieb vom Typ Sram GX Eagle, standfesten Code-Bremsen von Sram und fetten Maxxis-Pneus (vorne Minion DHR 2, hinten Rekon – je in 2,6 Zoll). Dazu gibt es diverse Merida-Eigenparts (Vorbau, Lenker, Griffe), die einen ergonomisch gelungenen ersten Eindruck machen.

Im ersten Test: Meridas neues One-Forty-All-Mountainbike

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Dennis Stratmann
Neu für 2018: das All-Mountainbike Merida One-Forty

Wir konnten das neue Merida One-Forty 800 bereits ausgiebig bei den Eurobike-Mediadays am Kronplatz in Südtirol testen. Dabei gefiel uns vom ersten Trail-Meter an das herrlich ausbalancierte, agile Handling. Das Merida One-Forty lässt sich spielerisch ums Eck zirkeln, dennoch liegt es ungemein satt selbst im groben Geläuf – wobei es auch viel von seinen stabilen Parts wie den properen Maxxis-Reifen profitiert. Bergauf gibt es sicherlich spritzigere, leichtere All-Mountains dennoch zieht das One-Forty zielstrebig voran, erfreut dabei mit einem mit 75 Grad recht steilen Sitzwinkel, der einen ideal über das Tretlager platziert.

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