mb-0517-stevens-jura-benjamin-hahn (jpg) Benjamin Hahn

So sieht das optimale Tourenfully um 2000 Euro aus

So sieht das optimale Tourenfully um 2000 Euro aus

1. Rahmen und Fahrwerk

In der getesteten Klasse bis 2300 Euro sind natürlich alle Rahmen aus Alu. Im Schnitt bringen die Rahmen mit Federbein und Steckachse exakt 3333 Gramm auf die Waage. Die Fahrwerke eines Tourenfullys bieten klassenüblich 120–130 mm Federweg.

2. Radstand

Je länger er ist, desto laufruhiger/träger wird das Bike. Je kürzer, umso wendiger/nervöser. Das kürzeste Bike im Test ist das Centurion mit 1120 mm, das längste das Trek mit 1174 mm – ein Unterschied, der auf dem Trail klar spürbar ist.

3. Kettenstrebenlänge

Kurze Streben um 435 mm verleihen dem Bike Drehfreude. Lange Streben um 450 mm machen es träger/laufruhiger – allerdings klettert das Bike auch besser, da die Front bei einem langen Heck später steigt. Lange Hecks haben in diesem Test Bergamont und Radon.

4. Sitzwinkel

Um ergonomisch sinnvoll von oben ins Pedal zu treten, sollte der Winkel mindestens 74–74,5°, besser 75° betragen. Ein steiler Sitzwinkel verlagert zudem mehr Körpergewicht in Richtung Front – gut für sehr steile Uphills.

5. Lenkwinkel

Flache Lenkwinkel liegen im Trend, sie generieren hohe Laufruhe bei Highspeed – bei gemächlichem Tempo kann es aber kipplig werden. Ein steilerer Winkel bringt mehr Agilität, mitunter aber auch Nervosität. Die Lenkwinkel in diesem Testfeld stehen teils flach um 67,5°, teils eher steil bei 69°. Deutlich zu steil ist das Rock Machine Blizzard 50-29 mit 71°.

6. Oberrohr

Je länger das Oberrohr (und Vorbau), desto sportlich-gestreckter sitzt der Fahrer. Je kürzer, desto kompakter fällt die Sitzposition aus.

7. Reach

Der Reach (Abstand Tretlagermitte–Steuerrohr oben) bezeichnet die Reichweite im Stehen. Ein langer Reach „stellt“ den Fahrer besser ins Bike, macht das Rad tempofest, mitunter aber unhandlicher. 430–440 mm (Größe M) sind ein optimaler Kompromiss.

8. Cockpit

Ein längerer Vorbau bringt mehr Druck aufs Vorderrad, macht das Handling aber indirekter. Uns gefielen Cockpits mit 70-mm-Vorbau (Größe M) und Lenkerbreiten von 740 mm in diesem Test am besten.

9. Laufrad/Reifen

Ein Tourenfully sollte stabile, dennoch nicht zu schwere Laufräder besitzen. Als Reifen bieten sich Allrounder wie Continental Mountain King, Schwalbe Nobby Nic oder Maxxis Forekaster an. Am besten in hochwertiger Ausführung und in 2,35–2,4" Breite.

10. Bremsen

Je größer die Scheibe, desto standfester und besser dosierbar sind die Bremsen. 180 mm vorne/hinten sind Pflicht an diesen eher schweren Tourenfullys. Die Billig-Bremsen am Rock Machine Blizzard 50-29 und am Trek Fuel EX 5 29 sind nur sehr eingeschränkt geländetauglich.

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