mb-0717-liteville-101-mk1-marathon-dennis-stratmann (jpg) Dennis Stratmann

So sieht das ideale Marathonfully aus

So sieht das ideale Marathonfully aus

1. Rahmen und Fahrwerk

In der getesteten Preisklasse sind Carbon-Rahmen die Regel, nur das Liteville 101 MK1 Marathon besitzt einen Alu-Rahmen. Alle Testbikes federn vorne mit 120 mm Hub, am Heck mit 100–120 mm.

2. Radstand

Je länger er ist, desto laufruhiger/träger wird das Bike. Je kürzer, umso wendiger/nervöser. Das kürzeste Bike im Test (alle in Größe M) ist das agile Simplon Cirex 120 X01 mit 1135 mm. Spürbar länger sind das Scott Spark 900 und das Stevens Jura Carbon Team mit über 1155 mm.

3. Kettenstreben

Kurze Streben unter 440 mm (wie beim Scott Spark 900 und dem Rocky Mountain Element 970 RSL) verleihen dem Bike viel Drehfreude. Lange Streben von 450 mm machen es hingegen laufruhiger, mitunter träge – allerdings klettert das Bike auch besser, da die Front bei einem langen Heck später steigt.

4. Sitzwinkel

Um ergonomisch sinnvoll von oben ins Pedal zu treten, sollte der Winkel mindestens 74–74,5° betragen. Ein steiler Sitzwinkel verlagert zudem mehr Körpergewicht in Richtung Front – gut für sehr steile Uphills. Die Testbikes liegen hier alle voll im grünen Bereich.

5. Lenkwinkel

Flache Lenkwinkel liegen im Trend, sie generieren hohe Laufruhe bei Highspeed – bei gemächlichem Tempo kann es aber kipplig werden. Ein steilerer Winkel bringt mehr Agilität, mitunter aber auch Nervosität. Für die Kategorie sehr flach ist die Front des Scott Spark 900 mit 67°, der Rest pendelt sich um 68,5° ein.

6. Oberrohr

Je länger das Oberrohr (und der Vorbau), desto sportlich-gestreckter sitzt der Fahrer. Je kürzer, desto kompakter fällt die Sitzposition aus. Um 595 mm sollte es bei einem Größe-M-Bike dieser Kategorie sein.

7. Reach

Der Reach (Abstand Tretlagermitte–Steuerrohr oben) bezeichnet die Reichweite im Stehen. Ein langer Reach „stellt“ den Fahrer besser ins Bike, macht das Rad tempofest. Der Trend geht zu immer längeren Reach-Werten, bei den Testbikes sind es aber moderate 430–435 mm.

8. Cockpit

Hier gilt es, den Kompromiss aus sportlicher Sitzposition (langer Vorbau) und direktem, sicherem Handling (kurzer Vorbau) zu finden. Ideal fanden wir die 75-mm-Vorbauten am Rocky Mountain Element 970 RSL und dem Scott Spark 900, kombiniert mit 740 mm breitem Lenker.

9. Laufrad/Reifen

Von superleichten Carbon-Laufrädern (Simplon Cirex 120 X01) bis zu schön breiten Alu-Felgen (Liteville 101 MK1 Marathon) ist in diesem Test alles dabei. Auch bei den Reifen gibt es schnelle Trocken-Pneus wie den Schwalbe Racing Ralph oder Maxxis Ikon ebenso wie griffige Allrounder (Maxxis Forekaster am Scott Spark 900). Ein guter Kompromiss: Schwalbes Rocket Ron, 2,25", mit TLE-Karkasse.

10. Bremsen

Je größer die Scheibe, desto standfester und besser dosierbar sind die Bremsen. Bis auf das Rocky (180/160 mm) verzögern alle Testbikes vorne und hinten mit 180er-Discs – sehr gut!

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