MB Tri-Test Prüflabor

Tri-Test im EFBe-Prüflabor

So misst MountainBIKE die Haltbarkeit der MTB-Rahmen

Im Betriebsfestigkeitslabor von EFBe muss der Rahmen beim so genannten Tri-Test drei verschiedene Kriterien erfüllen.

Ermüdung: Bei langjährigem Gebrauch dürfen keine Ermüdungsrisse oder -brüche auftreten.
Maximallast: Auch bei den größten Belastungen im Normalbetrieb darf sich nichts dauerhaft verformen.
Überlast: Selbst im Grenzbereich von Missbrauch oder unfallähnlichen Situationen darf es nicht zum vollständigen Bruch kommen. Eine Resttragfähigkeit muss noch gewährleistet sein.

1. Ermüdungsprüfungen

Mit 3 verschiedenen Ermüdungsprüfungen werden die Lastfälle Wiegetritt, Fahrergewicht und Sprung nachgebildet. Diese Prüfungen orientieren sich an den EN-Normen, weichen aber davon ab, wo sich dies als erforderlich erwiesen hat. Die Prüfkräfte werden mit Pneumatik-Zylindern erzeugt und ein PC sorgt dafür, dass die Sollwerte präzise eingehal-ten und der Prüfverlauf zweifelsfrei dokumentiert wird.

1.1. Wiegetritt (Lasteinleitung in das Tretlager): 100 000 x 1200 N nach EN 14 766. Diese Anforderungen sind geringfügig höher als die EFBe-Leistungsklassse High Performance.

1.2. Fahrergewicht (Lasteinleitung in das Sattelrohr): Die Prüfanordnung entspricht EN 14 766. Die Anforderungen entsprechen mit 100 000 x 1200 N der EFBe-Leistungsklasse „Standard Performance“ und sind damit anspruchsvoller als bei der EN-Prüfung.

1.3. Sprung (Lasteinleitung in den Steuerkopf): Die Prüfkräfte auf die VR-Achse werden senkrecht zum Gabelschaft eingeleitet. Die Anforderungen lauten: 100 000 x +350/-700 N. Sie entsprechen der EFBe-Leistungsklasse „Standard Performance“.

2. Maximallastprüfungen

Mit den beiden Lastfällen Sprung und Pedallast werden extreme Fahrsituationen wie Lan-dung auf einer Kuppe oder Wippen auf dem Pedal nachgebildet. Die pneumatische Prüf-kraft wird mit einem Präzisionsmanometer über den Zylinderdruck ermittelt. Die Maximal-kraft muss ohne Riss und ohne bleibende Verformung von mehr als 10 mm im Kraftangriffspunkt ertragen werden.

2.1. Sprung (Lasteinleitung in das Tretlager): Bei diesem von EFBe und MountainBIKE gemeinsam entwickelten Standard wird eine Prüfkraft von 4 500 N vertikal von oben in das Tretlager eingeleitet. Die Reaktionskräfte werden entsprechend einer Landung auf einer Kuppe in die Radachsen eingeleitet. Alle Kräfte wirken in der Rahmenebene.

2.2. Pedallast (Lasteinleitung in Pedalposition): Bei diesem ebenfalls von EFBe und MountainBIKE / RoadBIKE entwickelten Standard wird eine Prüfkraft von 2 300 N seitlich von oben in ein unten stehendes Pedal eingeleitet.

3. Überlastprüfungen

Der Prüfablauf entspricht der Maximallastprüfung. Wesentlicher Unterschied: Die Überlast muss ohne vollständigen Trennbruch ertragen werden. Bleibende Verformungen und Risse sind dagegen zulässig.

3.1. Sprung: : Gleiche Prüfanordnung wie bei der Maximallastprüfung, die Prüfkraft beträgt jedoch 6 000 N.

3.2. Pedallast: Gleiche Prüfanordnung wie bei der Maximallastprüfung, Prüfkraft jedoch 2 850 N.

Ein Prüfling muss alle 7 Einzelprüfungen nacheinander bestehen. Das Prüfprogramm ist für alle Werkstoffe gleich. Prüfverfahren und die Anforderungen werden offen gelegt, damit ist der Test für jedermann nachvollziehbar.

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