MB Kaufberatung 2011 Teaserbild Manfred Stromberg

MountainBIKE-Kaufberatung - der Weg zum passenden MTB

So finden Sie das passende Bike

„Welches Schweinderl hätten‘s denn gern?“ Sie kommen sich im Bike-Shop vor wie in einem Ratespiel? MountainBIKE leistet Entscheidungshilfe – und erklärt, welches MTB zu welchem Bikertyp am besten passt.

Wie einfach war das Leben noch in den späten Achtzigern des vorigen Jahrhunderts: Auf die Frage „Was bin ich?“ lieferte ein vierköpfiges Rateteam in Robert Lembkes gleichnamiger Quizshow zuverlässig Antworten.

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Kaufberatung: die wichtigsten Fragen zum Bike-Kauf
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Heute stellen sich Fragen wie: „Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?“ Mountainbiker quälen sich mit der Entscheidung: „Was will ich – und wie viele Bikes brauche ich dafür?“

Wer in den Achtzigern abseits befestigter Wege Fahrrad fahren wollte, besaß einen Crosser – oder ein Mountainbike. Kategorisierung, Segmentierung? Gab es nicht.

Heute dagegen fragt der Händler den Kunden, welcher Kategorie er sich zugehörig fühle – und was er zu kaufen gedenke: ein Bike zum Renn- oder Tourenfahren, einen robusten Allrounder oder gleich was fürs Grobe?

In den unterschiedlichen Kategorien tummeln sich Bikes, die zwischen ein paar hundert und vielen tausend Euro kosten. Bikes mit ungefedertem Heck sind ebenso im Angebot wie vollgefederte – der Kunde hat die Qual der Wahl.

Welches das richtige ist? MountainBIKE hilft bei der Entscheidung und stellt auf den folgenden Seiten die wichtigsten Kategorien in kompakter Form vor: Race, Tour, All-Mountain und Enduro. Denn nur wer mit dem Bike unterwegs ist, das zu ihm passt, hat dauerhaft Spaß.

Mountainbike-Kauf: das zeichnet einen guten Händler aus

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Sonstiges

Diese Produkte haben wir getestet:

Racebikes: Leicht, schnell, effizient

Racebikes sind die Formel-1-Boliden unter den Mountainbikes, geringes Gewicht von meist unter 10 Kilogramm und hoch effiziente Fahrwerke sind ihr Motor.

Konsequent halten Race-Fullys wie -Hardtails seit Jahren an straffen 100 mm Federweg fest – auch wenn bei Langstreckenrennen immer mehr leichte 120-mm-Carbonis gen Podium schielen.

Apropos: Carbon ist der Werkstoff der Wahl, die (teure) Kohlefaser bietet klar das beste Gewichts-Steifigkeits-Verhältnis. Sportliche Sitzposition, knackige Sattelüberhöhung und die steilere Geometrie sind dem Erfolg, weniger dem Komfort verpflichtet.

Und dennoch setzen sich breitbandige Konzepte immer mehr durch. Aktuelle Race-Fullys sind oft kleine Trail-Räuber, haben mit den Folterinstrumenten der Vergangenheit nichts mehr gemein.

Hardtails kommen gar mit gezielt vertikal flexenden Hinterbaustreben und Sattelstützen, um die Haltemuskulatur des Piloten zu entlasten. Und: Speziell im Hardtail-Bereich kommen 29"-Bikes jetzt ganz groß raus.

MountainBIKE orakelt: Der erste Weltcup-Sieg auf einem "Riesenrad" ist bald fällig!

Racebikes - wichtige Kriterien auf einen Blick:

Rahmen: Carbon dominiert bei teuren CC-/Marathon-Bikes, insbesondere bei den Hardtails. Alu wird nur noch selten verbaut. Lenkwinkel von 69,5° bis 71° machen die Bikes wendig. Deutliche Sattelüberhöhung, eher gestreckte Sitzposition.

Federwege: 80-mm-Gabeln stecken nur noch in Race-Hardtails, üblich sind inzwischen Fahrwerke mit Federwegen um 100 mm. Marathon-Bikes kommen auf bis zu 120 mm.

Ausstattung: Leichte Laufräder mit nicht zu breiten, mäßig profilierten Reifen (2,0 bis 2,25") lassen sich gut beschleunigen und rollen gut. Scheibenbremsen haben die V-Brake (fast) verdrängt, 160-mm-Scheiben sind Standard.

Gewicht: 8 bis 11 kg.

Abgrenzung: Cross-Country-Fullys und -Hardtails sind kompromisslose Sportmaschinen. Marathon-Bikes bieten oft etwas mehr Federweg und Komfort, der Übergang zu den 120-mm-Tourern verläuft fließend.

Mountainbike-Kauf: das zeichnet einen guten Händler aus

AL Specialized Rumor Damen-MTB in Action
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Tourer: Bikes für alle Fälle

Keep it simple! Das Erfolgsrezept der aktuellen Tourenfully-Generation ist so genial wie einfach: Vorne wie hinten werkeln easy abzustimmende, sehr effiziente und gleichzeitig komfortable 120 bis 130 mm Federweg.

Komplizierte, schwere Variogabeln mit ­Federwegsverstellung sind die Ausnahme und meist überflüssig – weniger ist eben mehr! Auch der Hebel zur Wippunterdrückung am Hinterbau muss fast nie betätigt werden.

Garant dafür sind die ausgewogenen, durchaus vortriebsorientierten Geometrien, die den Tourenbiker bergauf wie -ab in Balance halten.

Abgerundet werden die verlässlichen Generalisten von einer leichten, dennoch robusten und im besten Sinne unauffälligen Ausstattung.

Haltbarkeit zählt mehr als absoluter Leichtbau, auch darum sind Aluminium-Bikes in dieser Kategorie immer noch äußerst beliebt. In höheren Preisregionen sind sportliche Carbon-Tourer oft so leicht, dass die Abgrenzung zu den Marathon-Bikes schwierig wird.

Hardtails sind ob ihres Sorglos-Charakters auch als Tourer beliebt.

Tourenbikes - wichtige Kriterien auf einen Blick:

Rahmen: Aluminium ist der meistverbaute Werkstoff, in höheren Preisklassen setzt sich Carbon immer mehr durch. Die Geometrie fällt weniger aggressiv aus als bei den Racern, mit Lenkwinkeln von 68,5° bis 69° fahren sich Tourer dennoch agil und wendig.

Federwege: Nicht absenkbare 120 bis 130 mm sind Standard. Abweichungen um bis zu 20 mm nach oben/unten sind möglich.

Ausstattung: Sorglos und funktional sollte sie sein, Gewichtstuning darf nicht auf Kosten der Zuverlässigkeit gehen. Breite Reifen um 2,25" und standfeste Scheibenbremsen (mind. 180/160 v./h.) vermitteln Sicherheit.

Gewicht: 11 bis 13 Kilo.

Abgrenzung: Leichte (Carbon-)Tourer mit 120 mm Federweg überzeugen auch im Marathon. Eher als spielfreudige Trailbikes ausgelegte Tourer hingegen kratzen an der Grenze zu den sportlicheren All-Mountains.

Mountainbike-Kauf: das zeichnet einen guten Händler aus

All-Mountain: Fahrspaß garantiert

Wer auf einem All-Mountain unterwegs ist, muss kaum eine Herausforderung scheuen, kommt problemlos durch dick und dünn, kann im Downhill in die Vollen gehen, ohne dass bergauf der Spaß auf der Strecke bleibt.

Vielseitig, robust, verspielt – der vollgefederte Tourer fürs Deftige eben. Die Suche nach dem perfekten Trail ist das Mantra des AM-Jockeys, dabei geht es buchstäblich über alle Berge, der Weg als Ziel.

Vollgefederte Bikes mit Fahrwerken um 140/150 mm definieren den Standard, absenkbare Variogabeln erleichtern das Klettern über Steilrampen und unterstreichen den Alleskönneranspruch.

Die meisten All-Mountaineers schwören ob des gröberen Umgangs auf Aluminium-Rahmen, dennoch scharrt bei fast jedem Hersteller auch ein Carbon-AM mit den Stollen. Letztere entziehen sich mit gerade mal 11 Kilo Gewicht als Zwitter aus Trail-Akrobat und langhubigem Cross-Country-Feile jeder Kategorie.

Etwas auf der Strecke bleibt bei diesen Leichtathleten aber das, was ein AM eigentlich auszeichnen sollte: Solidität. Für MB sind robuste Parts, breite Lenker, standfeste Bremsen und griffige Reifen Pflicht.

Allmountain-Bikes - wichtige Kriterien auf einen Blick:

Rahmen: Aluminiumrahmen sind bewährter All-Mountain-Standard, (teure) Carbon-Bikes definieren eine neue Klasse sportlicher Alleskönner. Letztlich entscheidet der Preis. Lenkwinkel von 67° bis 68,5° stehen für ausgewogenes Handling – nicht träge, aber äußerst stabil.

Federwege: 140 bis 150 mm gelten als klassenüblich. Eine absenkbare Variogabel erleichtert das Klettern.

Ausstattung: Robust und zuverlässig sind Attribute klassischer AM-Aufbauten, bei leichten Carbon-Bikes lassen sich häufiger Abweichungen von dieser Maxime beobachten. Robuste Laufräder mit Felgen, die auch Reifen um 2,4" sicheren Halt bieten, breite Lenker (> 680 mm) und kräftige Scheibenbremsen (mind. 180/180 v./h.) machen auch auf langen Abfahrten nicht schlapp.

Gewicht: 11 bis 14 Kilo.

Abgrenzung: All-Mountain-Bikes sind die wahren Alleskönner. Und dennoch teils sehr speziell: Vom langhubigen Cross-Country-Flitzer aus Carbon bis hin zum robusten, schluckfreudigen Mini-Enduro reicht der Reigen.

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Enduros: Bikes fürs Grobe

Wer einmal von der verführerischen Enduro-Frucht genascht hat, der mag kaum noch von ihr lassen.

Biken mit 160 bis 180 mm Federweg unter dem Po hat eben Suchtpotenzial! Die knifflige Kante auf der Hausrunde, das fiese Steinfeld am Gardasee oder der erste echte Drop?

Auf einmal alles kein Problem mehr – Enduros sind Balsam für die Fahrtechnik. Und das Beste: Wurden diese Spaßgaranten früher bergauf gerne zum Spielverderber, sind die meisten Enduros heutzutage problemlos pedalierbar. Natürlich nicht mit dem Esprit eines All-Mountain oder gar Tourenfullys – aber wer will das schon? Im Downhill holt der Enduro-Bauer schließlich den Most.

Und der darf dank flachem Lenkwinkel, tiefem Schwerpunkt, breitem Lenker, extra standfesten Bremsen sowie fetten Laufrädern und Reifen auch gerne mal richtig saftig sein.

Alu-Rahmen sind die Regel. Mehr und mehr drängen jedoch auch leichte wie steife Carbon-Frames auf den Markt, die den Einsatzzweck vom Bikepark bis hin zum Alpencross ausdehnen – mit inzwischen bis zu 180 mm Federweg, faszinierend!

Enduro-Bikes - wichtige Kriterien auf einen Blick:

Rahmen: Vollgefederte Aluminiumrahmen sind die Regel, Carbon ist noch selten. Lenkwinkel von 65,5° bis 67° garantieren Laufruhe und beste Abfahrperformance.

Federwege: 160 bis 170 mm, 180er-Fullys sind im Kommen. Wer häufig bergauf fährt, wählt eine absenkbare Gabel.

Ausstattung: Robuste Parts sind der härteren Gangart angemessen, ein breiter Lenker samt kurzem Vorbau vermittelt Kontrolle im ruppigen Terrain. Stabile Laufräder mit breiten Felgen und Reifen (2,35–2,5") mit gutem Durchschlagschutz und griffigem Profil bieten Sicherheit.
Kräftig zupackende Scheibenbremsen mit großen Scheiben (top 203/180 v./h.) sind Pflicht.

Gewicht: 13 bis 16 kg.

Abgrenzung: Neue 180-mm-Enduros aus Carbon sprengen nahezu jede Kategorie. Generell konkurrieren leichte Touren-Enduros mit der All-Mountain-Klasse. Schwere, stabile Vertreter wildern im Freeride-Segment.

Mountainbike-Kauf: das zeichnet einen guten Händler aus

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