Einzeltests Brixen, Norco Dennis Stratmann
Einzeltests Brixen, Norco
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Einzeltests Brixen, Norco 7 Bilder
MTB

Norco Shore 1 (2022)

Oldschool und doch spaßig? Test: Norco Shore 1 (2022)

Wir haben den kanadischen Freerider Shore von Norco auf dem Trail getestet.

Das hat uns gefallen:

 brachiales Freeride-Geschoss voller Reserven

 ausgezeichnetes Fahrwerk mit "High Pivot"

 durchdachte, ultrastabile Ausstattung

Das hat uns nicht gefallen:

 auch gemessen am Preis extrem schwer

Als "modernen Old-School-Freerider" überreichte uns Norco das bullige Shore 1. Ein Widerspruch? Nein, denn das Kanada-Bike vereint viel Gutes von früher und heute. Da sind auf der einen Seite die verspielt-kleinen 27,5"-Räder, der ultrarobuste Alu-Rahmen sowie die plüschigen 180 mm Federweg, die vorne von der formidablen Fox-38-Gabel, heckwärts von einem Stahlfederbein generiert werden. Andererseits gibt es aktuellste Parts (vor allem aus dem Downhill-Segment!) sowie eine moderne, lang-flache Geometrie mit extremem 63°-Lenkwinkel. Einen technischen Leckerbissen bietet Norco auch noch und setzt auf ein "High- Pivot"-Design der Heckfederung: Der Hauptdrehpunkt ist sehr hoch angesetzt – für eine optimale Raderhebungskurve nach hinten/oben. Eine Umlenkrolle wiederum führt die Kette exakt durch diesen Drehpunkt, was die Federung beim Pedalieren neutral "stellen" soll. In der Praxis zeigt sich das Shore tatsächlich erstaunlich wipparm, auch der sehr steile Sitzwinkel hilft bei Kletterpartien. Spaß kommt bergauf dennoch nicht auf, mit 17,5 Kilo wiegt das Norco unfassbar viel, und die Sitzposition ist sehr gedrungen.

Einzeltests Brixen, Norco
Dennis Stratmann

Dass es eh für andere Dinge (Bikepark, Freerides, Hardcore-Enduro ...) als stundenlange Uphills entworfen ist, zeigt sich im Bergab. Wer ein 29"-Enduro gewohnt ist, muss sich kurz an die vergleichsweise "hibbeligen" 27,5er- Wheels gewöhnen – fortan macht das 180-mm-Geschoss alles platt, was sich ihm in den Weg stellt. Der lange Radstand sorgt zusammen mit der flach angestellten Front für extreme Laufruhe, das Fox-Fahrwerk spricht sanft an, bietet im mittleren Hubbereich perfekt definierten Gegendruck und "Popp" – um hintenraus mit schier unendlichen Reserven zu glänzen. Auch die Parts wie die klebrig-schweren Maxxis Reifen mit Doppelwand-Karkasse sind kaum an ihre Grenzen zu bringen.

Preis 6299 €/Fachhandel
Gewicht 17,5 kg
Rahmengröße S, M, L, XL
Rahmenmaterial Aluminium
Federweg Gabel 180 mm, Rahmen 180 mm
Schaltung 1 x 12 Gänge, 34 : 10–52 Zähne, Sram-GX-Eagle-Schalt- und -Antriebsgruppe
Bremsen Sram Code RSC 200/200 mm
Federgabel Fox 38 Factory Grip2
Federbein Fox DHX2 Factory
Laufräder DT Swiss 350/E*thirteen LG1 DH
Reifen (v/h) Maxxis Assegai 3C Maxx Grip TR DD 27,5 x 2,5"
Vario-Stütze TranzX YSP-105 (170 mm)
Einzeltests Brixen, Geo
MOUNTAINBIKE

Testfazit von Redaktionsleiter André Schmidt: "Bääähm! Wer gedacht hat, echte Freerider sind durch die modernen Enduros überflüssig geworden, wird vom Shore eines Besseren belehrt."

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