Dennis Stratmann

MTB-Neuheiten 2020 im Test – Niner Rip 9 RDO 27,5

Niner Rip 9 RDO 27,5 (Modelljahr 2020) im Test

Die US-Bike-Marke Niner wurde in den Anfängen der 29er-Ära gegründet – und baute fortan, nomen est omen, nur 29„-Bikes. Nun stellen die Amis zum ersten Mal ein Modell vor, das es auch in 27,5“ gibt.

Die US-Bike-Marke Niner wurde in den Anfängen der 29er-Ära gegründet – und baute fortan, nomen est omen, nur 29„-Bikes. Nun stellen die Amis zum ersten Mal ein Modell vor, das es auch in 27,5“ gibt. Und das ausgerechnet jetzt, wo sich ansonsten fast überall 29„-Bikes durchgesetzt haben. Ein gelungener Schachzug?

Mit 150 mm Federweg vorne und 140 am Heck reiht sich das Rip 9 RDO 27,5 per se in der Kategorie Trail/All- Mountain ein. Wer genauer hinsieht, stellt aber fest, dass Niner die Enduro-Gabel Fox 36 verbaut und am Heck den fast ebenso mächtigen DPX2-Dämpfer. Hier folgt Niner dem Trend, den Fahrwerken etwas mehr Potenzial zu verpassen sowie den Vorteil einer steiferen Gabel zu nutzen. Die weitere Ausstattung des Edel-Bikes ist mit Shimano-XTRGruppe und Carbon-Wheels von DT Swiss ebenfalls hochklassig. Bei unserem ersten Test bei den Eurobike-Mediadays überraschte das Niner mit äußerst tiefem Schwerpunkt. Sowohl der tief im Bike sitzende Dämpfer wie der weit nach unten ragende Umlenkhebel des Hinterbaus sorgen dafür. Damit diese Wippe bei Bodenkontakt keinen Schaden nimmt, schützt Niner sie mit einer austauschbaren Platte.

Niner Rip 9RDO 27,5
Dennis Stratmann
Am unteren Umlenkhebel des Niner-„CVA“-Hinterbaus ist eine Schutzplatte montiert, die bei Bedarf ausgetauscht werden kann.

Auf dem Trail ist das Rip 9 über jeden Zweifel erhaben, es bietet ein Höchstmaß an Agilität und Drehfreude, zeigt aber auch eine super Downhill- Performance. Die Hinterradfederung ist eher progressiv denn soft ausgelegt, bietet dadurch aber gefühlt sehr hohe Reserven. Auch die Bergaufeigenschaften überzeugen dank antriebsneutralem Heck und ausbalancierter Sitzposition – auch wenn das Niner mit fast 14 kg trotz des Carbon-Rahmens kein ausgewiesenes Leichtgewicht ist.

Charakter: gute Mischung aus Laufruhe und Wendigkeit

Fazit

„Bei Niner kamen mir natürlich nur 29 Zoll in den Kopf, doch die Jungs beweisen: Mit der Erfahrung der großen Räder lässt sich auch ein äußerst verspieltes ‚kleinrädriges‘ Spaßbike kreieren.“

THOMAS „PROF“ SCHMITT, Testfahrer

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