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Günstige Bikes für MTB-Einsteiger in der Übersicht

Die besten Hardtails um 1000 Euro

Auf diesen 17 Hardtails ab 850 Euro sitzen Einsteiger goldrichtig + Welches ist das beste Hardtail-Mountainbike in der Einsteigerklasse um 1000 Euro? Acht Hersteller legten die Karten auf den Tisch.

Hinweis für MTB-Einsteiger: Hier haben wir für Sie jede Menge Tipps für Ihren Einstieg auf dem Mountainbike zusammengestellt

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Einsteiger-Hardtails 2020
Kaufberatung aus MOUNTAINBIKE Heft 07/2020 Die besten Hardtails für Einsteiger um 1.000 Euro
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Kurze Übersicht

Die besten Hardtails um 1000 Euro 2020

Biken boomt! Während der Corona-Krise und durch ihre Folgen wie Kurz- oder Nullarbeit haben viele Menschen die Natur neu für sich entdeckt – und etliche haben sich dabei vom einzig guten Virus infizieren lassen, dem Mountainbike- Virus. Klar, es ist ja auch das beste Sportgerät der Welt, oder nicht?

Und ebenso klar ist, dass sich nun viele nach einem neuen MTB sehnen. Die Wahl wird dabei oft auf ein eher preiswertes Bike um 1000 Euro bzw. bis maximal 1500 Euro fallen. Ein gut funktionierendes Fullsuspension-Bike ("Fully") mit Vollfederung ist für diesen Preis unrealistisch, selbst auf dem Gebrauchtmarkt. Stattdessen bieten sich Hardtails mit Frontfederung an, die in dieser Klasse bereits erstaunlich viel Fahrgenuss bieten, dazu wartungsarm und robust sind.

Wir haben Ihnen 17 Modelle von 850 bis 1499 Euro ausgesucht, die wir für empfehlenswert halten. Und das nicht nur für Einsteiger, denn auch erfahrene Biker finden hier ein attraktives Sportgerät.

Zudem zeigen wir Ihnen, wo Sie am besten kaufen oder worauf Sie etwa bei Federgabel und Schaltung achten sollten.

MOUNTAINBIKE Podcast: Alles ist fahrbar

Wenn Ihr mit dem faszinierenden Sport Mountainbiken beginnen wollt, ist ein Hardtail, also ein Bike mit Federgabel, aber ungefedertem Heck, die beste Wahl. Es kostet kein Vermögen, ist zuverlässig und bietet auch schon für kleines Geld den vollen Fahrspaß und ist das Allround-Fahrrad schlechthin. Ist ein Gebrauchtkauf sinnvoll, kann ich beim Online-Versender kaufen, wie viel Geld muss ich einplanen, um Spaß zu haben, worauf muss ich bei der Schaltung achten und viele Fragen mehr beantworten Redaktionsleiter André Schmidt und Redakteur Christian Zimek in dieser Podcast-Folge, die auch für Kenner und Könner sicher noch den einen oder anderen Wissens-Nugget zu bieten hat. Alle Biker, die etwa ein preiswertes Hardtail als Zweitbike suchen, finden ebenfalls jede Menge Tipps und Hintergrund

Canyon Grand Canyon AL 6.0

Einsteiger-Hardtails 2020
Chris Pauls
  • Preis: 999 Euro
  • Gewicht: 13,4 kg
  • Größen: XS, S (je in 27,5"), M, L, XL (alle in 29")
  • Federgabel: SR Suntour XCR, 100 mm
  • Schaltung: 1 x 12 Gänge, 32 : 10–51 Zähne, Shimano-XT-Schaltwerk, -SLX-Hebel und -Kassette, -M610-Kurbel
  • Bremse: Shimano MT400, 180/180 mm

Canyons frisch renoviertes Erfolgs-Hardtail verspricht mit moderner Geometrie eine dicke Portion Extra-Spaß. So sorgt der flache 68°-Lenkwinkel für maxi male Laufruhe, die kurzen Kettenstreben bringen Drehfreude. Apropos: In den Größen M–XL rollt das Versender-Bike auf 29"-Rädern, in XS und S auf agilen 27,5ern. Die Ausstattung etwa mit toller Shimano-1 x 12-Schaltung geht für den Preis voll in Ordnung, der Rahmen ist Canyon- typisch top verarbeitet und wartet mit sehr viel Liebe zum Detail auf.

Bulls Copperhead 3S 29

Einsteiger-Hardtails 2020
Bulls
  • Preis: 1499 Euro*
  • Gewicht: 11,8 kg
  • Größen: 41, 46, 51, 56, 61 cm (alle 29")
  • Federgabel: Fox 32 Rhythm Remote, 100 mm
  • Schaltung: 1 x 12 Gänge, 32 : 10–51 Zähne, Shimano-XT-Schaltwerk, -Hebel und -Kurbel, -SLX-Kassette
  • Bremse: Magura MT4, 180/180 mm

Wow! Viel mehr Bike fürs Geld dürfte es beim Fachhändler kaum geben. Der "Kupferkopf" kommt nicht nur mit solidem Alu-Rahmen, sondern auch mit edlem, fast gruppenreinem Shimano-XT-Antrieb. Auch die Fox-Rhythm-Gabel ist in dieser Preisklasse über alle Zweifel erhaben. Super ist zudem das Gesamtgewicht von unter 12 Kilo. Die Geometrie schneidert Bulls recht klassisch, mit kompaktem vorderem Rahmendreieck und eher flachem Sitzwinkel.

Cube

Cube Reaction Race

  • Preis: 1299 Euro*
  • Gewicht: 12,7 kg Größen 15" (27,5"), 17", 19", 21", 23" (alle 29")
  • Federgabel: Rock Shox Judy Silver Remote, 100 mm
  • Schaltung: 1 x 12 Gänge, 32 : 10–50 Zähne, Sram- GX-Eagle-Schaltwerk, -Hebel und -Kassette, Sram-Stylo-Kurbel
  • Bremse: Shimano Deore, 180/160 mm

Highlight am über Jahre hinweg bewährten Reaction Race ist nicht nur die knallige Lackierung sondern auch die hochwertige Ausstattung. Eine (fast) komplette Sram-GX-EagleGruppe ist in dieser Preisklasse der Hit, dazu macht die Judy-Gabel einen prima Job. Die Geometrie des Alu-Bikes fällt ziemlich kompakt aus, der Lenkwinkel steht mit 69° aber ausreichend flach.

Focus Whistler 3.9

Einsteiger-Hardtails 2020
Focus
  • Preis: 999 Euro*
  • Gewicht: 13,7 kg
  • Größen: XS, S (27,5"), M, L, XL (29")
  • Federgabel: Rock Shox Recon RL, 100 mm
  • Schaltung: 1 x 12 Gänge, 32 : 10–51 Zähne, Shimano-SLX-Schaltwerk -Hebel und -Kassette, MT610-Kurbel
  • Bremse: Shimano MT200, 180/160 mm

Mit seinen eleganten "Skinwall"-Reifen macht das Whistler schon optisch richtig was her. Klasse ist auch die fast komplette, brandneue Shimano-SLX-Schaltung mit 1 x 12 Gängen. Obacht: Focus verbaut eine (schwere) Stahlfedergabel, deren Federhärte an das Fahrergewicht abgestimmt sein muss. "Klassischer Schnitt" mit kurzer Front und langem Heck, der Lenkwinkel steht bei 69° bzw 70° – je nach Laufradgröße.

Centurion Backfire Pro 800

Centurion
  • Preis: 1399 Euro*
  • Gewicht: 12,6 kg
  • Größen: XS, S, M, L, XL (alle in 29")
  • Federgabel: Manitou Machete Comp Remote, 100 mm
  • Schaltung: 2 x 11 Gänge, 34/24 : 11–42 Zähne, Shimano-XT-Schaltwerk und- Kurbel, -SLX-Hebel und -Umwerfer, Sram-Kassette
  • Bremse: Shimano MT201/MT200, 180/180 mm

Das Backfire gehört zu den großen Hardtail-Legenden aus deutschem Lande. Die Geometrie ist klassisch, der Lenkwinkel steht aber nicht zu steil bei 69° – gut so. Um den Alu-Rahmen herum gibt es solide Parts wie einen Shimano-Antriebsmix aus XT und SLX und mit großer Bandbreite dank 2 x 11 Gängen. Lediglich die Bremse könnte auch für diese Preisklasse besser sein.

Rockrider XC 100

Einsteiger-Hardtails 2020
Rockrider
  • Preis: 999 Euro
  • Gewicht: 13,5 kg
  • Größen: S, M, L, XL (alle in 27,5 Plus)
  • Federgabel: Manitou Markhor Air Remote, 100 mm
  • Schaltung: 1 x 12 Gänge, 34: 11–50 Zähne, Sram-NX-Eagle-Schaltwerk, -Hebel, -Kurbel und -Kassette
  • Bremse: Sram Level T, 180/160 mm

Das robuste Aluminium-Hardtail des Sportartikelgiganten Decathlon kommt auf breitem Fuß daher: Es steht und rollt auf sogenannten 27,5-Plus-Reifen, die extrabreit (2,8") ausfallen. Das macht das Handling zwar eine Spur träger, dafür steigen Fahrkomfort und -sicherheit, da die Breitreifen wie eine Mini-Federung arbeiten. Der Rest der Ausstattung ist dem Preis angemessen.

Radon Cragger 7.0

Einsteiger-Hardtails 2020
Radon
  • Preis: 1199 Euro
  • Gewicht: 13,6 kg
  • Größen: XS, S, M, L, XL (alle in 29") Federgabel Rock Shox 35 Gold RL, 130 mm
  • Schaltung: 1 x 12 Gänge, 32 : 11–50 Zähne, Sram-NX-Eagle-Schaltwerk, -Hebel und -Kassette, Sram-X1-Kurbel
  • Bremse: Magura MT Thirty Custom, 180/180 mm

Trail ahoi! Das Cragger richtet sich an bereits etwas erfahrenere Biker, die sich dann auf satte 130 mm Frontfederweg, eine Vario-Stütze, brillante Maxxis-Minion-Reifen und eine progressive, lange Geometrie freuen dürfen. So steht der Lenkwinkel bei vergleichsweise ultraflachen 65°. Die Parts sind gemessen am Preis erste Sahne und machen das Versender-Bike zum "No Brainer" für alle echten Geländerocker.

Specialized Rockhopper Expert

Einsteiger-Hardtails 2020
Specialized
  • Preis: 1199 Euro
  • Gewicht: k. A.
  • Größen: XS, S, M, L, XL (alle in 29")
  • Federgabel: Rock Shox Judy Air, 80–100 mm (je nach Rahmengröße)
  • Schaltung: 1 x 12 Gänge, 34/24 : 11–50 Zähne, Sram-NX-Eagle-Schaltwerk, -Hebel, -Kurbel und -Kassette
  • Bremse: Shimano MT200, 180/160 mm

Mit dem Rockhopper führt Specialized ein Bike mit Geschichte. Schon Ende der 80er Jahre wurden damit die Trails unsicher gemacht. Die brandneue Auflage bietet eine elegante Silhouette und eine moderne Geometrie mit angenehm flachem 68,5°-Lenkwinkel sowie langem Reach (=Reichweite im Stehen) für maximalen Trail-Genuss. Solide Ausstattung.

Corratec X-Vert 29 Race

Einsteiger-Hardtails 2020
Corratec
  • Preis: 1200 Euro
  • Gewicht: 12,9 kg
  • Größen: 39, 44, 49, 54 cm (alle 29")
  • Federgabel: Rock Shox 30 Silver TK, 100 mm
  • Schaltung: 1 x 12 Gänge, 32 : 10–51 Zähne, Shimano-XT-Schaltwerk, -SLX-Hebel, -Kurbel und -Kassette
  • Bremse: Shimano MT200, 180/160 mm

Sportlich-schick kommt das X-Vert der bayerischen Traditionsmarke Corratec daher. Dazu gibt es eine ausgewogene Geometrie mit 69°- Lenkwinkel und moderaten Reach- Werten. In Sachen Ausstattung sticht vor allem der extrem gut funktionierende Mix aus Shimanos SLX- und XT-Parts mit 1 x 12 Gängen hervor. Federgabel und Bremse könnten einen Tick besser sein, gehen für den Preis aber in Ordnung.

Drössiger Ride Hardtrail 2

Einsteiger-Hardtails 2020
Droessinger
  • Preis: 1299 Euro
  • Gewicht: k. A.
  • Größen: XS, S (27,5"), M (27,5" oder 29"), L, XL (29")
  • Federgabel: Rock Shox Recon RL, 120 mm Schaltung 2 x 11 Gänge, 34/24 : 11– 42 Zähne, Shimano-XT-Schaltwerk, -SLX-Hebel, -Kurbel, -Umwerfer und Kassette
  • Bremse: Magura MT4, 180/160 mm

Der Name Hardtrail (mit "r") verrät es: Mit dem Drössiger darf es zünftig durchs Gelände gehen. Schließlich liegen an der Front 120 mm Hub an, auch die moderne, moderat-lange Geo verspricht Fahrspaß. Die Parts mit 2 x 11-Shimano-Schaltungsmix aus SLX und XT gefallen ebenso. Cool: Das Bike lässt sich individuell konfigurieren, etwa in 20 Rahmenfarben.

Stevens Devil’s Trail

Einsteiger-Hardtails 2020
Stevens
  • Preis: 1199 Euro
  • Gewicht: 13,2 kg
  • Größen: 16" (27,5"), 18", 20", 22", 24" (alle in 29")
  • Federgabel: Rock Shox Recon RL Remote, 100 mm
  • Schaltung: 2 x 11 Gänge, 36/26 : 11–42 Zähne, Shimano-SLX-Schaltwerk, -Hebel, -Umwerfer und -Kassette, Shimano-MT610-Kurbel
  • Bremse: Shimano MT400, 180/160 mm

Eine Hardtail-Übersicht ohne die Hamburger Marke Stevens? Nicht denkbar, schließlich bauen die Hanseaten seit Jahrzehnten stets sportlich- schnittige Bikes für Einsteiger bis zum Marathon- Profi. Das Alu-Hardtail Devil’s Trail passt mit seiner traditionellen Geometrie bestens ins Bild, auch der breitbandige Shimano-Antrieb (2 x 11 Gänge) dürfte Fans der Langstrecke gefallen. Sehr gute Federgabel.

Ghost Nirwana Tour Univ.

Einsteiger-Hardtails 2020
Ghost
  • Preis: 1299 Euro
  • Gewicht: 14,2 kg
  • Größen: XS, S (27,5"), M, L, XL (29")
  • Federgabel: Rock Shox Recon RL, 80 mm (XS) bzw. 120 mm (S–XL)
  • Schaltung: 1 x 12 Gänge, 34 : 11–50 Zähne, Sram-GX-Eagle-Schaltwerk, -SX-Eagle-Hebel, -Kurbel und -Kassette
  • Bremse: Sram Level T, 180/180 mm

Ab ins Nirwana? Naja, mit dem gleichnamigen Ghost-Hardtail ist wohl eher Action angesagt. Dafür sprechen die 120-mm-Federgabel (ab Größe S) und die stark profilierten WTB-Reifen, vor allem aber die eher abfahrtsbetonte Geometrie mit flachem 67,5°-Lenkwinkel und üppigem Reach (=Reichweite im Stehen). Das etwas hohe Gewicht lässt sich sicher gut verschmerzen.

Conway MS 929

Einsteiger-Hardtails 2020
Conway
  • Preis: 850 Euro
  • Gewicht: 13,5 kg
  • Größen: XS, S, M, L, XL (alle in 29")
  • Federgabel: Rock Shox XC30 TK Remote, 100 mm
  • Schaltung: 1 x 12 Gänge, 32 : 11–50 Zähne, Sram-NXEagle-Schaltwerk, -Hebel, -Kurbel und -Kassette
  • Bremse: Shimano MT200, 180/160 mm

Mit exakt 849,99 Euro ist das Conway der Preiskracher in dieser Kaufberatung. Und dafür bietet es einiges: etwa todschicke "Skinwall"-Reifen oder eine komplette Sram-NX-Eagle-Antriebsgruppe mit 1 x 12-Schaltung. Die Rock-Shox-Federgabel steht für Qualität, kommt aber mit Stahlfeder – Sie sollten also die Härte der Feder vorab checken. Eher "alte Schule", aber einsteigerfreundlich zeigt sich die Geometrie mit langer Heckpartie und kurzer, relativ steiler Front (70°-Lenkwinkel).

Rose Count Solo 2

Einsteiger-Hardtails 2020
Rose
  • Preis: 1099 Euro*
  • Gewicht: 12,9 kg
  • Größen: XS, S (27,5"), M, L, XL (29")
  • Federgabel: Rock Shox Recon RL Remote, 100 mm
  • Schaltung: 2 x 11 Gänge, 36/26 : 11– 42 Zähne, Shimano-XT-Schaltwerk, -Hebel, – Kurbel und -Umwerfer, Shimano-SLX-Kassette
  • Bremse: Shimano MT500 , 180/160 mm

Lust auf einen Marathon? Dann ist das Count Solo 2 von Versenderpionier Rose eine seriöses Sportgerät dafür. Die Geo ist sportlich-modern, Rahmen und Parts fallen nicht zu schwer aus – und der breitbandige 2 x 11-Shimano-XT/SLX-Antrieb sorgt für den nötigen Schwung am Hinterrad. In drei schicken Rahmenfarben erhältlich, die kleinen Größen kommen in 27,5", ab Größe M in 29".

Fuji Tahoe

Einsteiger-Hardtails 2020
Fuji
  • Preis: 1399 Euro
  • Gewicht: k. A.
  • Größen: S, M, L, XL, XXL (alle in 29")
  • Federgabel: Rock Shox Recon TK, 100 mm
  • Schaltung: 1 x 12 Gänge, 32 : 11–50 Zähne, SramNX-Schaltwerk, -Hebel, -Kurbel und -Kassette
  • Bremse: TRP Slate X2, 180/160 mm

Im schnittigen Silber strahlt das Aluminium-Hardtail der US-Marke Fuji, das sich generell mit breiten Maxxis-Schlappen (29 x 2,35") und kreuzstabilen WTB-Laufrädern auf der sehr robusten Seite zeigt. Dazu passt die ausgewogene Geometrie ebenso wie der komplette Sram-NX-Eagle- Antriebsstrang mit 1 x 12-Schaltung.

KTM Ultra Evo

Einsteiger-Hardtails 2020
KTM
  • Preis: 1399 Euro
  • Gewicht: 14,2 kg
  • Größen: XS, S, M, L (alle in 29")
  • Federgabel: Rock Shox Recon RL Remote, 130 mm
  • Schaltung: 1 x 12 Gänge, 32 : 11–50 Zähne, Shimano-SLX-Schaltwerk, -Hebel und -Kassette, -MT610-Kurbel
  • Bremse: Shimano MT400, 180/160 mm

Auch die Österreicher schlagen in die Kerbe "Trail-Hardtail". Mit 130-mm-Gabel, sehr flachem 66°- Lenkwinkel sowie Vario-Sattelstütze ist das Ultra Evo für alle Abenteuer abseits von Asphalt- und Schotterwegen bestens gerüstet. Prima Schaltung. In Summe etwas schwer.

Merida Big Nine SLX-Edition

Einsteiger-Hardtails 2020
Merida
  • Preis: 1199 Euro*
  • Gewicht: 11,9 kg
  • Größen: S, M, L, XL, XXL (alle in 29")
  • Federgabel: Manitou Markhor Comp Remote, 100 mm
  • Schaltung: 1 x 12 Gänge, 32 : 10–51 Zähne, Shimano- SLX-Schaltwerk, -Hebel, -Kurbel und Kassette
  • Bremse: Shimano MT400, 180/160 mm

Keine 12 Kilo Gewicht (laut Hersteller) für keine 1200 Euro – das ist mal eine Ansage! Und dass für den Preis auch noch eine komplette, brandneue Shimano-SLX-Schaltung mit 1 x 12 Gängen am Aluminium-Hardtail funkelt, ist mindestens genauso beachtenswert. Die Geometrie zeigt sich eher klassisch-kompakt, was aber gerade Einsteigern durchaus zupasskommen dürfte.

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Alles was Einsteiger wissen sollten

An wen richten sich Hardtails um 1000 Euro?

An jeden bzw. an jede, die für eine halbwegs überschaubare Euro-Summe ein seriöses Bergrad wünschen. Das sind natürlich Einsteiger, die unseren wundervollen Sport gerade für sich entdecken. Das sind aber auch alle, die ein solides, wartungsarmes, nicht zu schweres, "ehrliches" MTB suchen. Auch viele durchaus ambitionierte Marathon-Biker wählen ein preiswertes Hardtail als Zweitrad für Schmuddeltage.

Motto: Warum das sündteure Fully-Fahrwerk über Gebühr bei Schnee und Matsch strapazieren, wenn so ein Hardtail eher noch mehr Trainingseffekt bringt? Selbst Alpencrosser wie der legendäre Achim Zahn alias Serac Joe schwören auf vergleichsweise simple Hardtails. Was nicht dran ist, geht nun mal nicht kaputt. Und bei einem Alpencross gilt safety first: Da wird lieber geschoben oder getragen, als jeden Trail-Meter auf Biegen und (Knochen-)Brechen zu fahren.

Ist so ein preiswertes Hardtail überhaupt ein echtes Mountainbike?

Sagen wir es so: Die Chance, mit einem Hardtail für unter 1500 Euro olympisches Gold im Cross-Country zu ergattern, ist unter null. Die Wahrscheinlichkeit, mit so einem Radl Spaß abseits asphaltierter Wege zu haben, ist hingegen hoch! Die von uns ausgesuchten Bikes sind weit von Highend entfernt, aber sie genügen den Mindestanforderungen, die wir an ein MTB stellen. Sie sind robust, aber nicht arg übergewichtig. Sie haben keine edlen, aber funktionale Parts auf Stand der aktuellen Technik. Sie haben solide Rahmen, auf denen sich buchstäblich aufbauen lässt. Und sie stellen im Gelände, also auf leichten bis durchaus anspruchsvollen Pfaden, kein Sicherheitsrisiko dar. Ganz anders übrigens als die – Pardon – Böcke, mit denen viele MTB-Veteranen unter uns in den 90er Jahren das Biken gelernt haben: mit kleinen, viel zu schmalen Reifen, mit viel zu steil-kurzer Geometrie und kurios tiefer Front, mit Starrgabel und mit grausigen Felgenbremsen. Von den umgebauten Beach-Cruiser- Stahlklumpen, auf denen Gary Fisher & Co. unseren Sport erfanden, ganz zu schweigen.

Kaufe ich besser neu oder gebraucht? Online oder im Fachhandel?

Das lässt sich pauschal nicht beantworten. Grundsätzlich wird Ihnen der Online-Händler à la Canyon, Radon oder Rose zum selben Preis "mehr Bike" bieten. Gerade bei so knallharten Preispunkten wie 999 oder 1499 Euro. Warum? Weil, "der Versender" die Händler-Margen einspart. Zudem erlaubt es der direkte Vertriebsweg, auch streng zu rechnen. Die Bikes werden in eng kalkulierten Stückzahlen produziert, um nicht zu viel Lagerkapazität zu binden. Das alles spart Geld, was Canyon & Co. an den Endverbraucher durchreichen. Dafür findet die Beratung aber nur virtuell, also per Mail, Chat oder am Telefon statt. Auch die – speziell für Einsteiger wichtige – Probefahrt ist, wenn, nur am Firmensitz oder bei wenigen Flagship- Stores möglich.

Im (online) stark wachsenden MTB-Gebrauchtmarkt lassen sich Schnäppchen machen. Aber, so wie in quasi jedem Bereich, ob Elektronik oder Kfz, bedarf es Erfahrung, um seriöse von unseriösen Angeboten zu unterscheiden. Auch Mountainbiker sind nicht alles Engel … Kurzum: Das Risiko eines Fehlkaufs ist hier am größten, die Chance auf Ersparnis aber natürlich ebenso. Wer auf Nummer sicher gehen will, ist bei einem top ausgestatteten und motivierten Fachhändler am besten aufgehoben.

Welche Federgabel macht den meisten Sinn?

Natürlich stecken in Hardtails für unter 1500 Euro keine Highend-Gabeln. Die meisten hier verbauten Forken kommen mit eher einfachen Dämpfungskartuschen, die in der Regel wenig Verstellmöglichkeiten bieten. Auch auf teure Beschichtungen der Standrohre und Dichtungen von SKF & Co. muss man verzichten. On Trail äußert sich dies durch ein etwas(!) schlechteres Ansprechverhalten, dennoch machen diese Forken einen seriösen Job. Achten Sie aber auf eine Luftfederung; Stahlfedergabeln sind schwerer und lassen sich weniger gut ans Fahrergewicht anpassen. Viele Gabeln in dieser Übersicht besitzen eine Lenkerfernbedienung ("Remote"), über die sich der Federweg der Gabel sperren lässt. Ein unserer Meinung nach nicht zwingendes Feature. Apropos Federweg: Fast alle Bikes bieten an der Front 100 mm Hub, einige aber auch bergabfreudigere 120–130 mm.

Lohnt es sich, ein preiswertes Hardtail Schritt für Schritt "zu pimpen"?

Ja und nein. Grundsätzlich gibt es ein paar Parts, die man an fast jedem Bike überdenken sollte. So steigert eine größere Bremsscheibe die Bremskraft und -standfestigkeit enorm – und kostet nur ein paar Euro. Ein neues, hochwertiges Reifenpaar vermag gar die Performance des ganzen Bikes um eine Stufe zu steigern, schließlich stellt das Schwarze Gold den Kontakt zwischen Bike und Boden her. Verursachen Griffe oder Sattel beim Biken Schmerzen, kann hier ein Griff zu (teuren) ergonomischen Parts pures Glück bedeuten. Und wer einmal am Trailbiken Spaß gefunden hat, sollte über den Kauf einer Vario-Sattelstütze (ab circa 150 Euro) nachdenken, durch die sich vom Lenker aus der Sattel absenken und anheben lässt. Andererseits macht es wenig Sinn, ein 1000-Euro-Hardtail mit Carbon-Laufrädern, einer Shimano-XTR-Schaltgruppe oder einer Fox-Factory-Federgabel aufzurüsten, da hier der Wert der genannten Parts teils weit über dem Gesamtwert des Bikes liegen würde.

In der Regel gilt: Erst mal fahren! Dann die entscheidenden Parts (siehe oben) optimieren. Erst danach lohnt es sich, die Performance zu steigern. Aber auch das mit Sinn und Verstand: So funktionieren etwa die preiswerten Fox-Gabeln der Rhythm-Serie richtig gut, kosten aber nur einen Bruchteil der Highend-Varianten. Die Unterschiede fahren nur Cracks heraus!

Worauf muss ich bei der Schaltung achten?

Die Qualität der Schaltungen von Shimano und Sram ist heute so gut, dass selbst relativ preiswerte Gruppen wie Shimano Deore oder Sram NX völlig problemlos die Gänge wechseln – sofern sie korrekt eingestellt sind. Viele der hier vorgestellten Bikes haben aber noch edlere Parts aus Shimanos SLX- oder XT-Gruppen an Bord. Funktionale Unterschiede sind hier aber meist nur am Schalthebel zu spüren. Ob Sie in dieser Preisklasse zu einer Schaltung mit 1 x 12 Gängen oder einer mit 2 x 11 greifen, ist ein Stück weit Geschmackssache. Eine Schaltung mit 2-fach-Kurbel und Umwerfer bietet Ihnen eine größere Bandbreite, was viele Einsteiger, aber auch Kilometerfresser schätzen. 1 x 12-Schaltungen sind dafür simpler in der Bedienung, leichter, wartungsarmer und verschleißfester.

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