Teil des
MB 0411 All-Mountain-Test Teaserbild Daniel Geiger
MB Bergamont Threesome 9.1
MB BMC Trailfox TF02
MB Canyon Nerve AM 9.0 HS
MB Corratec X-Force 0.2
MB Cube AMS 150 SL 17 Bilder

17 All-Mountain-MTB im MountainBIKE-Test

Im Test: 17 All-Mountain-Fullys um 3.000 Euro

All-Mountain-MTB haben sich als wandelbare, sehr vielschichtige Bike-Gattung etabliert. Wer baut den perfekten Allrounder?

Eine Zahl verdeutlicht die Marktbrisanz der noch jungen, dynamischen Gattung der All-Mountain-Fullys. Mit 55,5 Prozent wählten die Leser bei der MB-Leserwahl im Herbst 2010 die All-Mountain-Sparte zur beliebtesten aller Rad-Kategorien. Anlass genug für die MB-Testcrew, den Wahrheitsgehalt der „alles mit einem Rad“-These anhand von 17 All-Mountains um 3000 Euro in Praxis und Labor zu prüfen.

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Eine (Preis-)Klasse, die noch finanzierbar ist, mit ausgereifter Technik und leichten Luft-Fahrwerken punktet. Rahmentechnologie und Hinterbau-Kinematiken sind mit den Nobel-Modellvarianten identisch. Unterschiede existieren in Form des Rahmenwerkstoffes und somit auch des Gewichts – in der 3000-Euro-Liga wird aus Kostengründen auf Carbon verzichtet, meist Alu eingesetzt. Verblüffend: kaum ein Rad, das nicht mit hoch funktionellen Federbeinen und -gabeln von Fox auf den Trail geht.

Viele Anbieter setzen sogar die Top- Gabelmodelle ein. Auch die Hinterbau-Hightech-Bauweise stammt aus der Nobelklasse. Eines der Highlights ist nach wie vor das Scott, bei dem der Fahrer den Federweg auf Wunsch ans Gelände anpasst.

Die Antriebsstandards sind Shimano XT und Sram X.9. Direktanbieter wie Radon geben den Preisvorteil an den Kunden weiter und montieren High­end wie die Sram X.0. Mitunter finden sich allerdings auch billigere X.7- und SLX-Bauteile von Sram respektive Shimano an den Rädern bei grundsätzlich gegen­über 2010 gestiegenen Komplettrad-Preisen. Gründe? Die Hersteller führen unter anderem gestiegene Rohstoff- und Lohnkosten ins Feld.

All-Mountain: Erfolg durch Vielseitigkeit

Was aber macht ein All-Mountain-MTB so einzigartig? Das Geheimnis liegt in seiner ausgeprägten Vielschichtigkeit – einzigartig in einem immer spezialisierter werdenden Markt. Okay, langhubige Bikes à la Enduro und Freerider mögen mehr Reserven bergab und für extreme Sprünge bereitstellen. Aber: Das Gros aller Abfahrten bewältigt ein AM-Fully ebenfalls sicher, wenn auch nicht so schnell.

Ermöglicht hat das entscheidend die Federweg-Entwicklung: Waren früher 120 bis 140 mm aktuell, sind es nun 140 bis 155 mm. Und anders als viele großkalibrige Bikes trägt ein AM den Fahrer locker sogar alpine Pfade hinauf, wenn auch nicht in der Rekordzeit eines austrainierten Cross-Country-Bikes.

Grundlage für die starken Kletterfertigkeiten der All-Mountain-Fullys sind nebst dem geringen Gesamtgewicht von rund 13 Kilo die präzise auf Fahrergewicht- und Vorlieben justierbaren Luftgabeln und -federbeine. Niveauregulierbare Gabeln (etwa Fox Talas oder Rock Shox Revelation) sind buchstäblich im Handumdrehen absenkbar, womit das Rad speziell im Steilen müheloser klettert, mehr Druck auf die Front kommt.

Unterstützung erfährt der All-Mountaineer dabei durch wohlaustarierte Geometrien, deren Sitzwinkel fürs Klettervergnügen mindes­tens 73° betragen sollte. Damit zudem diffizile Downhills gelingen, bedarf es eines ausbalancierten Handlings, das Wendigkeit und Spurtreue liiert.

Flachere Lenkwinkel um 68° steigern Fahrspaß und Kontrolle, vermitteln Sicherheit. Zur Abrundung des AM-Konzeptes sind leichte, aber stabile Parts und Laufräder sowie kräftige Scheibenbremsen mit großen Discs ideal – all inclusive eben.

Intensive Tests in Praxis und Labor

Um die Probanden auf ihre Stärken und Schwächen zu prüfen, reiste die Testcrew nach Apt in die Provence sowie nach Mallorca. Hier wie dort litten Räder wie Fahrer auf abwechslungsreicher Strecke, gespickt mit Boshaftigkeiten wie ruppigen Steinfeldern. In Ergänzung zu den Fahreindrücken erfolgte im Anschluss die Prüfung der Bikes im MB-Labor.

Die Gewichtsdifferenz zwischen dem schwersten Chassis von Ghost (3710 g) und dem mit 2860 Gramm leichtesten von Radon beträgt 850 Gramm. Ein krasser Unterschied in einem Testfeld, in dem alle Hersteller auf ein Alu-Chassis und leichte Luftfederbeine setzen! Dafür glänzt das Ghost mit 105,3 Nm/° Lenkkopfsteifigkeit. Auffallend niedrig ist die Lenkkopfsteifigkeit am Corratec und Lapierre – mit 53 respektive 55 Nm/° liegt sie jeweils deutlich unter dem Durchschnitt, was in der Praxis aber kaum auffiel.

Dennoch: Schwere Fahrer, die mit viel Gepäck alpine Trails angehen, sollten sich vielleicht doch besser für ein geeigneteres Bike entscheiden – Aufschluss geben die Tabellen auf Seite 32. Den besten Kompromiss aus geringem Gewicht und hoher Steifigkeit schafft Canyon: 81,9 Punkte in der SGI-Wertung bei 3050 Gramm Rahmengewicht markieren klar die Spitze.

Die Bikes im Test:

MB Bergamont Threesome 9.1
Fully-Tests
MB BMC Trailfox TF02
Fully-Tests
MB Canyon Nerve AM 9.0 HS
Fully-Tests
MB Corratec X-Force 0.2
Fully-Tests
MB Cube AMS 150 SL
Fully-Tests
MB Fatmodul Ant EC 02
Fully-Tests
MB Focus Thunder 1.0
Fully-Tests
MB Ghost AMR Plus 7500
Fully-Tests
MB Lapierre Zesty 514
Fully-Tests
MB Merida One-Forty 3000-D
Fully-Tests
MB Radon Slide AM 9.0
Fully-Tests
MB Rose Granite Chief 6
Fully-Tests
MB Rotwild R.X1 Comp
Fully-Tests
MB Scott Genius 40
Fully-Tests
MB Specialized Stumpjumper FSR Elite
Fully-Tests
MB Stevens Glide ES
Fully-Tests
MB Trek Remedy 8
Fully-Tests

Testfeld auf hohem Niveau

17 All-Mountain-Fullys im Vergleichstest

MB Bergamont Threesome 9.1
MB Bergamont Threesome 9.1 MB BMC Trailfox TF02 MB Canyon Nerve AM 9.0 HS MB Corratec X-Force 0.2 17 Bilder

Die Befürchtung, in steilem und unruhigem Gelände auf einem Schaukelpferd zu sitzen, ist unbegründet. Beim Uphill empfehlen sich die meisten Bikes als effektive Vortriebsmaschine – 150 mm Federweg zum Trotz. Bergab gelingt den oft harmonischen, hungrigen Fahrwerken die Verschiebung eigener Mut- und Fahrtechnikgrenzen.

Darauf verstehen sich insbesondere das Bergamont, BMC, Rotwild und Trek prächtig. Trek und BMC punkten obendrein im Uphill durch die Kombination aus toller Allround-Geometrie und antriebsneutralem Heck. Bergauf „stehen lassen“ dürfen auch die Piloten von Stevens, Specialized und Scott aufgrund effizienter, im positiven Sinne unauffälliger Hinterbauten.

Letzteres demonstriert, was grundsätzlich für (fast) alle Räder gilt: Plattform- und Blockieroptionen am Hinterbau blieben ob effektiver Fahrwerke meist ungenutzt. So bewegten die Tester das Scott im Uphill stets mit vollen 150 mm Federweg, mussten den Federweg nicht auf 95 mm reduzieren, um flüssig bergauf zu fahren. Prima, der Fahrer kann sich aufs Fahren konzentrieren! Komplikatio­nen dann bei Corratec. Der Hinterbau erzeugt bergauf akzeptable Traktion, ist aber, sobald die Fahrbahn ruppiger wird, deutlich zu unkomfortabel.

Das schränkt die AM-Eignung stark ein, limitiert es auf gemäßigte Strecken. Zeitintensiv war das Set-Up-Prozedere des Rose. Weil der Viergelenk-Hinterbau bergauf die Tendenz zeigte, sich in den Federweg zu ziehen, braucht es eine penible Abstimmung.

Sehr markant die zweite bedeutende Erkenntnis dieses Tests: Obwohl Generalisten, finden sich unter den AM-Vertretern letztlich auch Spezialisten. Bikes, die auf verblockten Trails und bei hohem Tempo zur Bestform auflaufen, bauen Ber­gamont, Trek und BMC. Sie reichen in frechen Downhills an ein Enduro. Das andere Ende des AM-Spektrums besetzen Stevens, Scott, Merida und in Teilen Lapierre.

Leichtfüßig und agil rasen diese Vertreter durch den Singletrail, erklären auch lange Anstiege zum Jagdrevier – was die AM-Gattung erfolgreich in Richtung „Sporttouring mit Reserven“ und Marathons drängt. Das dückt sich auch in einer tourigeren Ausstattung aus. Schmale 2,25“-Pneus wie am Stevens sollten aber dennoch keine Schule machen.

Fatmodul und das verführerisch wendige Specialized toben sich bevorzugt auf verwinkelten Trails aus. Das Specialized beeindruckt darüber hinaus jedoch mit seinem omnipotenten Allround-Potenzial und sichert sich Platz 2 des Tests sowie wegen seines fairen Preises den Kauftipp.

Und die goldene All-Mountain-Mitte? Die steuert Testsieger Radon bei. Das von Fahrwerks-Guru Bodo Probst gestaltete Versenderbike überzeugt mit top Ausstattung, Traum-Handling sowie toll ausbalancierten Fahreigenschaften.

Gewichte und Steifigkeiten der Test-Bikes

17 All-Mountain-Fullys im Vergleichstest

MB Bergamont Threesome 9.1
MB Bergamont Threesome 9.1 MB BMC Trailfox TF02 MB Canyon Nerve AM 9.0 HS MB Corratec X-Force 0.2 17 Bilder

Gewichte:

Das Laufradgewicht ist die Summe aus dem Laufradsatz mit Schnellspannern, Felgenband, Schlauch, Reifen, Bremsscheibe und allen Schrauben. Die Gabelgewichte verstehen sich inklusive 15-mm-Steckachse. Ausnahme: Corratec, Scott, Specialized.

MB 0411 All-Mountains - Gewichte im Vergleich

Tretlager- und Lenkkopfsteifigkeiten:

Auf EFBe-Prüfständen misst MounatinBIKE die Steifigkeiten der Bikes. Die Tretlagersteifigkeit zeigt, wie sich der Rahmen im Antritt verwindet, die Lenkkopfsteifigkeit beeinflusst die Spurstabilität. Auffallend ist die hohe Lenkkopfsteifigkeit am Ghost und Stevens, die aber mit einem schwereren Chassis einhergeht. Nicht unkritisch: die geringen Werte im Lenkkopf von Corratec und Lapierre.

MB 0411 All-Mountains - Tretlagersteifigkeit
MB 0411 All-Mountains - Lenkkopfsteifigkeit

Charakter und Handling der Testräder

17 All-Mountain-Fullys im Vergleichstest

MB Bergamont Threesome 9.1
MB Bergamont Threesome 9.1 MB BMC Trailfox TF02 MB Canyon Nerve AM 9.0 HS MB Corratec X-Force 0.2 17 Bilder

Charakter:

Passionierte Downhiller wie das BMC und das Trek konkurrieren mit Marathon-Talenten à la Scott oder Merida.

MB 0411 All-Mountains - Charakter
Redaktion

Handling:

Wichtig für Fahrspaß und Vielseitigkeit der Bikes ist ein ausgewogenes Handling. Paradebeispiele? Scott und Specialized.

MB 0411 All-Mountains - Handling

Positive und negative Details an den Bikes

17 All-Mountain-Fullys im Vergleichstest

MB Bergamont Threesome 9.1
MB Bergamont Threesome 9.1 MB BMC Trailfox TF02 MB Canyon Nerve AM 9.0 HS MB Corratec X-Force 0.2 17 Bilder

Positiv:

MB 0411 All-Mountains - Canyon - Vario Sattelstütze
Benjamin Hahn

Canyon (u.a.): Vario-Sattelstützen erlauben durch schnelle Absenkung des Sattels im Downhill hohe Beweglichkeit auf dem Bike, spenden so Sicherheit. Vorbildlich: die Reverb von Rock Shox.

Positiv:

MB 0411 All-Mountains - Canyon - Schaltfunktion
Benjamin Hahn

Canyon: Schaltfunktion und Übersetzungssprung erfordern Gewöhnung, jedoch punktet die Hammerschmidt-Getriebekurbel durch größere Bodenfreiheit und ist gleichzeitig Kettenführung.

Positiv:

MB 0411 All-Mountains - Rose - Downhill-Bremstechnik
Benjamin Hahn

Rose: Mit der The One von Formula schraubt Rose Downhill-Bremstechnik ans AM. Sie ist überaus bissig und standfest, gleichzeitig sehr fein dosierbar. Und trotzdem verführerisch leicht.

Positiv:

MB 0411 All-Mountains - Lapierre - Float-Gabel
Benjamin Hahn

Lapierre: Die Float-Gabel von Fox agierte einen Tick sensibler als die niveauregulierbaren Talas-Gabeln aus gleichem Haus. Auch das Schluckvermögen und die Federreserven im Groben überzeugten.

Positiv:

MB 0411 All-Mountains - Fatmodul - Kettenführung
Benjamin Hahn

Fatmodul: Abgeworfene Ketten in harschen Downhills sind im AM-Einsatz keine Seltenheit. Schön, dass die Münchner zumindest eine Minimal-Kettenführung an das Ant EC montiert haben

Negativ:

MB 0411 All-Mountains - Corratec - Lenker
Benjamin Hahn

Corratec: Eine Kombination, die nicht mehr in die aktuelle All-Mountain-Welt passt – der 110er-Vorbau macht das Rad in Kombination mit dem schmalen Lenker zu nervös über die Front.

Negativ:

MB 0411 All-Mountains - Radon - Variostütze
Benjamin Hahn

Radon: Eine komfortabel vom Lenker aus bedienbare Variostütze ist top. Ärgerlich ist die un­güns­tig verlegte Leitung – sie schleift bei stärker eingefedertem Hinterbau am Hinterradreifen.

Negativ:

MB 0411 All-Mountains - Specialized - Hinterreifen
Benjamin Hahn

Specialized: Der „The Captain“-Hinterreifen in 2,0“ punktet mit gutem Rollverhalten und steter Traktion auf unterschiedlichen Böden. Im groben Geläuf führt ein breiterer Pneu aber noch besser.

So testet MountainBIKE die All-Mountain-Fullys

17 All-Mountain-Fullys im Vergleichstest

MB Bergamont Threesome 9.1
MB Bergamont Threesome 9.1 MB BMC Trailfox TF02 MB Canyon Nerve AM 9.0 HS MB Corratec X-Force 0.2 17 Bilder

Praxistest: Um das All-Mountain-Testfeld in der Praxis zu prüfen, reiste die MB-Testcrew zunächst nach Apt in die französische Provence und später auf die Sonneninsel Mallorca. Speziell die Teststrecke in Apt bot mit steilen Anstiegen, kurvenreichen Singletrails auf ruppigem, steinigem Untergrund und sehr schnellen Bergab-Sektionen perfekte Bedingungen, um den All-Mountains auf Ritzel und Stollen zu fühlen. Testbedingungen, die dem Material sehr viel abverlangten – und auch der Test-Crew. Jedes der 17 Testbikes wurde dabei von jedem der vier MB-Tester mindestens einmal über den Testkurs gejagt.

Praxisnoten: Nach jeder Testrunde notierte jeder Tester isoliert seine Fahreindrücke auf einem speziellen Bewertungsbogen. Nächster Schritt im MB-Testprozedere: die ausführliche, finale Besprechung aller Bikes, die offene Fragen klärt. Wer hat den besten All-Mountain-Allrounder? Welches Rad trägt Enduro-Gene in sich? Und was sagt die Ausstattung über den Einsatzbereich des Testbikes aus?

Labortest: Im MB-Messlabor werden die Räder nach dem Praxistest gewogen, anschließend zerlegt und die Gewichte von Rahmen, Gabel und Laufrädern ermittelt. Auf EFBe-Prüfständen messen die Techniker abschließend die Tretlager- und Lenkkopfsteifigkeit. Erstere erlaubt Aussagen zum Vortriebsverhalten eines Bikes, über Letztere lassen sich Rückschlüsse zum Lenkverhalten ziehen.

Endnote: Über einen komplexen Schlüssel aus über 1000 Einzelnoten ermittelt MB durch Addition der Punkte die Endnote jedes Bikes und mit dem punktbesten Bike schließlich auch den Testsieger.

Das perfekte All-Mountain: So sieht's aus

17 All-Mountain-Fullys im Vergleichstest

MB Bergamont Threesome 9.1
MB Bergamont Threesome 9.1 MB BMC Trailfox TF02 MB Canyon Nerve AM 9.0 HS MB Corratec X-Force 0.2 17 Bilder
MB 0411 All-Mountains - perfektes Bike

1. Cockpit: Vorbauten zwischen 70 und 90 mm Länge bringen zusammen mit breiten Lenkern (mind. 680 mm) hohen Fahrspaß und Kontrolle.

2. Laufräder: All-Mountains sind auf selektiven Strecken hohen Belastungen ausgesetzt – Stabilität kommt zuerst! Die liefern breite, gleichzeitig leichte Felgen.

3. Reifen: 2,25“ Breite sind Minimum, 2,4“ breite Pneus stellen höheren Grip und Pannenschutz bereit. Achtung: Nicht jede Felge ist für breitere Reifen geeignet!

4. Übersetzung: 3 x 10-Antriebe bieten eine gute Gesamtübersetzung mit leichten Berggängen fürs Alpine.

5. Geometrie: Lenkwinkel um 68° lassen die Bikes auch über raue Highspeed-Passagen laufen. Sitzwinkel von mindestens 73° bringen hohen Druck aufs Pedal – gut, wenn‘s (steil) bergauf geht.

6. Federung/Fahrwerk: Luftfederelemente sind präzise abstimmbar und sparen Gewicht. Absenkbare Gabeln (etwa Fox Talas) und Federbeine mit zuschaltbarer Plattform-Dämpfung verbessern die Klettereigenschaften. Die Federwege bewegen sich zwischen 140 und 155 mm am Hinterbau und 140 (110 bei abgesenkter Gabel) und 150 (120) an der Gabel.

7. Bremsen: Standfeste Bremsen sind Pflicht, 180-mm-Bremsscheiben Minimum! Schwere Fahrer setzen auf 203 mm Scheibendurchmesser vorn.

8. Rahmen: Der bewährte und bezahlbare Werkstoff Aluminium dominiert die 3000-­­Euro-Klasse. Teures Carbon ist selten.

Fazit: Vielseitiges Testfeld mit 17 Alleskönnern

17 All-Mountain-Fullys im Vergleichstest

MB Bergamont Threesome 9.1
MB Bergamont Threesome 9.1 MB BMC Trailfox TF02 MB Canyon Nerve AM 9.0 HS MB Corratec X-Force 0.2 17 Bilder

Im Gegenteil: Mit rund 13 Kilo bleibt die 3000-Euro-Klasse angenehm leicht, die Fahrwerke glänzen mit Effizienz. Auch das Handling der Allrounder überzeugt mehr denn je: laufruhig und sicher, dabei agil und für jeden Biker spielerisch beherrschbar. Welches AM am besten zu Ihnen passt, verraten die jeweiligen Testbriefe – denn auch die Generalisten überraschen mit vielschichtigen Charakteren.

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