MB Anti-Stress-Bikes Teaserbild Christoph Malin
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MB Idworx Alpine Rohler
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Vom Hardtail bis zum Enduro: Sieben Sorglos-Bikes im Alpentest

Gipfelstürmer

Gibt es das perfekte Alpencross-Bike? MB machte sich im Zillertal auf die Suche und kehrte mit erstaunlichen Ergebnissen heim!

Majestätisch, furchteinflößend und doch bezwingbar: die Alpen, der schönste Spielplatz der Welt! Denn egal ob stille Sehnsucht oder gelebter Traum, eine alpine Tagestour, gar ein Alpencross – das ist für jeden Biker schlicht der Gipfel. Doch welches Rad ist das richtige dafür? Gibt es das optimale Alpenbike, wie es die Werbebotschafter vorzwitschern? MB meint: nein. Denn so mannigfaltig die alpinen Landschaften, so vielfältig sind die Vorlieben und die Fahrstile der Biker. So bunt, wie das Geländeradfahren an sich!

Um dies zu prüfen, schnürte die Testredaktion der MountainBIKE für eine Woche den Tourenrucksack, zog aus, um im Zillertal das individuell passende Rad zu finden. Mit dabei sieben grundverschiedene Bergräder, die sich – vom Hardtail bis zum Enduro – erst mal jeder Vergleichbarkeit entziehen. Und das bewusst, denn dieser Test soll weder bemüht-schmackhaft Äpfel mit Birnen vergleichen noch die berüchtigte eierlegende Wollmilchsau über den Berg treiben. Er soll zeigen, dass es viele perfekte Alpenbikes gibt: für jeden Typ, für jeden Weg, für jeden Geldbeutel.

Sorglose Parts sind für Tourer Pflicht

Auch wenn sich der Test gezielt nicht auf „definierte“ Sorglosbikes beschränkt und etwa Getriebe- und Kettenschaltung zulässt, ein gerüttelt Maß an Zuverlässigkeit und Wartungsarmut ist Pflicht, damit die Tour nicht zur Tortur wird. Pannenresistente Reifen, bewährte Bremsen und Antriebskomponenten, stabile Parts und Details wie durchgehend verlegte Züge stehen für Lust statt Frust. Aber: Anti-Stress-Biken bedeutet auch, im oftmals garstigen alpinen Geläuf (nahezu) jeden Pfad entspannt hoch und runter zu fahren! Denn wenn sich jede knifflige Stelle nur tragend bewältigen lässt, weil Geometrie und Fahrwerk den Piloten in den Überlebenskampf zwingen, bleibt einer sprichwörtlich auf der Strecke: der Fahrspaß. Auch das erklärt die zunächst ungewöhnliche Zusammenstellung der Testbikes.

Für Anti-Stress-Fans: Rohloff-Bikes

Wie kein anderes Teil der Bike-Geschichte hat sich die Rohloff-Getriebeschaltung über hunderttausende Kilometer hinweg zum Synonym der Sorglosigkeit pedaliert. Nahezu wartungsfrei, gilt sie als Anschaffung fürs Leben. Logo, dass zwei Bikes mit „Dose“ im Zillertal antraten: das Hardtail Idworx Alpine Rohler und das Fully Cheetah 4Stoker. Dabei verdeutlichen beide, dass die Speedhub alleine kein Anti-Stress-Bike ergibt, erst das Gesamtkonzept macht sie perfekt: angefangen beim ultrastabilen Alurahmen, aufhörend bei mit viel Detailliebe gewählten Komponenten.

Für Preisbewusste: Tourenfullys

Dass ein durchdachtes Tourenfully keinen Krater in die Geldbörse reißen muss, zeigen das Cube AMS Pro und das Specialized FSR XC: zwei Bestseller, leicht, mit 100 bis 120 mm Federweg effektiv im Uphill und mit sicherem Handling. Zwei „Keep-it-simple“-Bikes, die beweisen, dass eine ­sauber eingestellte und gewartete Kettenschaltung heutzutage durchaus als sorglos gelten darf. Insbesondere Shimanos XT-Gruppe begeisterte auch nach zahlreichen Fangopackungen mit präzisen Gang­wechseln, zudem ist die Versorgung mit Ersatzteilen selbst in entlegenen Alpenwinkeln meist gegeben.

Für Trailjunkies: AM- und Endurofullys

Überall hoch, überall runter kommen – diesen Leitsatz haben sich All-Mountain-Fullys auf ihre über 140 mm Federweg geschrieben. Speziell, wenn sie wie das Scott Genius oder das Liteville 301 mit Fahrwerksverstellungen an der Gabel oder gar am Federbein aufwarten. So fährt stets das gute Gefühl mit, für jede Situation das passende Bike dabeizuhaben. Auch das erspart Sorgen!

Noch mehr Fahrspaß bergab generiert das Trek Remedy – ein 160-mm- Enduro, perfekt für Freeride-Touren oder verblockte Gardasee-Trails, aber dank niedrigem Gesamtgewicht und Vario-Federgabel erstaunlich gut pedalierbar.

Aber ist es legitim, einen solchen Down-hill-Akrobaten an einem Hardtail zu messen? Nein, ist es nicht. Darum verzichtet MB in diesem „Vergleich“ ausnahmsweise auf das Küren des Testsiegers, und die Endnoten beziehen sich im Gegensatz zu einem echten Vergleichstest auf die jeweilige Kategorie und den Einsatzzweck.

FAZIT:

Ob Forstwegtour oder Freeride-Cross – für jeden Anspruch gibt es das perfekte Alpenbike, aber keines ist perfekt für alle Ansprüche. Dennoch glänzen im Test nicht nur reine Spezialisten, sondern vielseitige Gipfelstürmer. Eben Bikes mit Charakter – so wie die Alpen!

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So testet MB die Sorglos-Bikes

Sieben Anti-Stress-Bikes im Test - mit Detailbildern

MB Cheetah 4 Stoker
MB Cheetah 4 Stoker MB Cheetah 4 Stoker - Fahrbild MB Cheetah 4 Stoker - Detail MB Idworx Alpine Rohler 21 Bilder

Praxistest: Wo sonst, wenn nicht in den Alpen, erfolgte die praktische Prüfung – MB wählte das Zillertal als Basis: Ein Traumrevier mit gemächlichen Bike-Pisten, knackigen Anstiegen und selektierenden Trails. Bei typischen alpinen Bedingungen mit „Wind und Wetter“ fuhr jeder Tester zumeist „sein“ Rad. Zur Objektivierung der Ergebnisse wurden bestimmte Streckenabschnitte aber von jedem Fahrer auf jedem Bike zurückgelegt. Zusätzlich erfolgte eine abschließende Probefahrt auf der heimischen MB-Teststrecke.

Vermessung: Zurück im Testcenter, wurden die Bikes zerlegt und Gewichte und Geometriedaten ermittelt. Auf eine Messung der Steifigkeiten verzichtete MB, da es sich bei allen Rahmen um aus vorherigen Tests bekannte Größen mit sehr guten bis ausgezeichneten Steifigkeiten handelt. Diese bieten mehr als ausreichend Reserven auch für Biker jenseits der 100-Kilo-Marke.

Benotung: Aus den Bewertungsbögen ermittelt sich nach einem komplexen Schlüssel die Gesamtnote. Im Gegensatz zu den standardisierten MB-Vergleichstests sind die Bikes für sich und im Kontext ihrer Kategorie bewertet. Zudem fließen Zuverlässigkeit, Wartungsarmut, Vielseitigkeit und das Gesamtkonzept maßgeblich ein. Nur Bikes, die zusätzlich zu ihren Fahrleistungen zumindest in drei dieser Bereiche sehr gute Bewertungen erhalten, verdienen sich die Traumnote „überragend“.

Kontakt ins Zillertal:
Tourismus-Info: Tel. +43/5 28 88 71 87, info@zillertal.at.
Leihräder, geführte Touren: www.m-bike.com, Tel. +43/6 64 5 66 23 25
www.huerzeler.com, Tel. +43/66 44 93 83 61

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