Einzeltest Brixen: Ghost Dennis Stratmann
Einzeltest Brixen: Ghost
Einzeltest Brixen: Ghost
Einzeltest Brixen: Ghost
Einzeltest Brixen: Ghost 8 Bilder
MTB

Ghost Riot EN Full Party (2022)

Full Party auf dem Trail? Ghost Riot EN Full Party (2022)

Wenn der Name Programm ist! Das Ghost Full Party lädt bergab zur Jause. Wir haben es getestet.

Das hat uns gefallen:

 außergewöhnliche Parts zum tollen Preis

 ungewöhnlich lange, dennoch stimmige Geo

 äußerst sensibles und satt liegendes Fahrwerk

Das hat uns nicht gefallen:

 sehr schwer, selbst für ein Enduro zäh bergauf

Die Topmodelle der Ghost-Riot-Serie heißen Full Party, weil sie alles bieten möchten, was das beschwingte Herz verlangt. Schon die Anbauteile sind teils hochspannend, denn am 170-/160-mm-Enduro finden sich Parts, die man selten sieht: Federelemente und Bremse von Formula, vollintegrierte Vario-Stütze von Eightpins. Genauso erfreulich ist, dass Ghost sein auch sonst rundum wertig bestücktes Flaggschiff mit 3699 Euro äußerst fair kalkuliert.

Einzeltest Brixen: Ghost
Dennis Stratmann

Andersartig geht es bei der Geometrie weiter. Das "Superfit"-Konzept der Bayern basiert auf maximal lang geschnittenen Rahmen. So beträgt der Radstand in Größe L stolze 1315 mm, Reach (498 mm), Oberrohr (651 mm) und Kettenstreben (455 mm) fallen ebenso ungemein üppig aus. Dem immer noch nicht genug, auch die komplexe, "VPP"-ähnliche Kinematik inklusive Stahlfederdämpfer ist ein Hingucker. Eher wegschauen sollte man jedoch beim Blick auf die Waage: Mit rund 17 Kilo entpuppt sich das Riot EN wahrhaft als bajuwarischer Pfundskerl. Ausgiebige Enduro-Touren kosten dementsprechend Kraft. Oder Zeit. Oder beides. Von Leichtfüßigkeit ist das Ghost meilenweit entfernt. Dabei ermöglichen der 77°-Sitzwinkel, die generell modern-ausgewogene Position im Bike, das sehr antriebsneutrale Heck sowie der lange Hinterbau per se selbst steilste Kraxeleien.

So mühevoll sich das Riot EN den Berg hochschleppt, geht es hinab, brennt die Hütte! Logo, Länge läuft. Aber zur gestreckten Geo kommen auch das besagte Gewicht, der tiefe Schwerpunkt, die stabilen Parts sowie ein herrlich satt liegendes Heck. Auch die Parts wie die bewährten Maxxis-Minion-Pneus oder die wunderschönen Vierkolbenbremsen arbeiten frei von Kritik. Das würde eigentlich auch für die hypersensible Formula-Forke gelten, die an unserem Testrad aber zu viel Buchsenspiel zeigte.

Preis 3699 €/Fachhandel
Gewicht 16,9 kg
Rahmengröße S, M, L, XL
Rahmenmaterial Aluminium
Federweg Gabel 170 mm, Rahmen 160 mm
Schaltung 1 x 12 Gänge, 32 : 10–51 Zähne, Shimano-XT-Schaltung, -XT-Kurbel, -SLX-Kassette
Bremsen Formula Cura 4 203/203 mm
Federgabel Formula Selva S
Federbein Formula MOD
Laufräder Syntace V30
Reifen (v/h) Maxxis Minion DHF/DHR II 3C Maxx Terra Exo+ TR 29 x 2,5/2,4"
Vario-Stütze Eightpins (bis 220 mm)
Ghost Geo
MOUNTAINBIKE

Testfazit von Grafikleiter Gustavo Enzler: "It’s Partytime! Mit dem Riot EN steppt bergab der Bär, die Laufruhe und das satte Fahrwerk sind mehr als beachtlich. Für den Uphill sollte man aber viel Zeit einplanen."

Dieser Artikel kann Links zu Anbietern enthalten, von denen mountainbike-magazin eine Provision erhält. Diese Links sind mit folgendem Icon gekennzeichnet:
Zur Startseite
Mehr zum Thema Test
Mb 2022er Highlights: Ghost Lector FS World Cup
Fully-Tests
Einzeltest Brixen: Scor
Fully-Tests
Mb 2022er Highlights: Pivot Firebird Pro
Fully-Tests
Einzeltest Brixen: Giant Reign
Test
Mehr anzeigen