All-Mountain jetzt auch mit Carbonrahmen erhältlich!
Focus Jam 8 Carbon

Focus überarbeitet sein 2021 vorgestelltes All-Mountain namens Jam mit einem Carbonrahmen. Wir haben erste Infos zum Bike!

Focus Jam 8 Carbon
Foto: Focus Bikes

Kurz und knapp: Focus Jam 8 (2022)

  • 150 mm Federweg an Front und Heck mit 29-Zoll-Laufrädern
  • Carbon-Hauptrahmen, Alu-Hinterbau
  • Integrierte Kabelführung am Vorbau, Verstaufach im Unterrohr
  • ab 15,3 kg Preise ab 3399 Euro.

Nachdem die Stuttgarter im vergangenen Jahr schon ihre Spaßbikes Thron und Jam mit feschen Aluminium-Rahmen vorgestellt haben, schieben die Stuttgarter für die neue Saison nun auch eine Carbonvariante vom Jam nach.

Schon das Thron konnte uns in unserer Review-Serie überzeugen, Testchef Chris Pauls hat das Aluminiummodell bereits über die Trails gescheucht.

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Zurück zum Jam: Nachdem das 2021er-Modell als Aluminium-Variante bereits top durchdacht, aber etwas schwer daher kam, steht nun das neue Modell mit Carbon-Hauptrahmen und Aluminium-Heck des All-Mountains in den Startlöchern.

Die Geometrie übernimmt das Jam vom Alu-Schwestermodell: Mittels Flip-Chip in der Dämpferaufnahme lässt sich der Sitzwinkel um 0,5 Grad (76 bzw. 76,5°) ebenso wie der Lenkwinkel (65,5° bis 65 °) verstellen. Durch den steileren Sitzwinkel ist auch der Reach gewachsen: er misst jetzt 450 mm in Größe M und wächst um 5 mm wenn der Flip-Chip angetastet wird. Je nach Rahmengröße (M-XL) ist der Reach so um bis zu 45 mm zum Vorgänger gewachsen.

Zwei Ausstattungsvarianten stehen ab Marktstart zu Verfügung. Das 8.8 mit Rock-Shox-Fahrwerk, SX-Eagle-Schaltung wird 3399 Euro kosten. Für das von uns getestete 8.9 sind 4499 Euro fällig. Es kommt mit Shimano Deore-Gruppe und Fox-Fahrwerk bestehend aus 36 Perfomance Gabel und Float X Dämpfer.

Auch die Hinterbau-Kinematik ist schon vom Alu-Modell bekannt: Focus-typische ist die F.O.L-D-Technologie ist an Bord, die den Hinterbau besonders in den ersten Federwegsmillimetern besonders feinfühlig agieren lassen soll.  Bei härteren Landungen bietet der spezielle Hinterbau aber dennoch Reserven.

Kommt das Aluminium-Modell mit einer cleveren Aufsteck-Tasche fürs Rahmendreieck daher, gehen die Focus-Entwickler beim Carboni noch einen Schritt weiter: Das Unterrohr bietet ein großes Fach mit jeder Menge Stauraum, in das eine kleine Tasche untergebracht werden kann. Dort ist Platz für Regenjacke, Minitool-Set oder auch einen Ersatzschlauch.

Typisch Focus ist am neuen Jam Carbon ebenso der fesche CIS-Vorbau an Bord, der ein besonders cleveres Kabelmanagement bietet: Die Züge von Schaltung, Variostütze oder Hinterradbremse verlaufen in den Vorbau und von dort direkt in den Steuersatz, der einen Durchlass bietet. Von dort geht es dann clean in den Rahmen, lässige Optik inklusive.

Erster Test: So fährt sich das neue Jam Carbon

Focus Bikes

Unser Werkstatt-Mitarbeiter Jens Kraft konnte das neue Focus-Bike bereits ausgiebig testen. Lob gab es für die zentrale und ausgewogene Sitzposition. Speziell die große Bewegungsfreiheit, die durch das niedrige Oberrohr zustande kommt, überzeugte unseren Tester.  Schon bei der ersten Kurbelumdrehung geht das Jam Carbon munter voran, in technischen Uphills weiß es mit viel Grip am Hinterrad zu überzeugen. Der Hinterbau zeigt sich sensibler aber nicht ganz frei von Antriebseinflüssen – das Hinzuschalten der Dämpfer-Plattform lohnt sich. Im Talschuss bleibt sich das Jam auch in seiner neuesten Ausbaustufe treu: Es lässt sich sehr spielerisch um Kurven zirkeln, schnelle Richtungswechsel gehen locker vonstatten. Das leichte Übergewicht vom Jam ist im Fahrbetrieb gut kaschiert worden – ruppige Passagen meistert es zudem sehr solide.

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12 / 2022

Erscheinungsdatum 06.12.2022

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