Teil des
MB 0109 All-Mountain-Fullys Teaserbild Daniel Geiger
MB Canyon Nerve AM 9.0
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All-Mountain-Fullys: Acht Modelle im Familienduell

Family Affair

Vier Edel-All-Mountains, vier günstige Pendants und die entscheidende Frage: Welches bietet mehr fürs Geld?

Es lebe der Trail! Jener handtuchbreite Naturpfad, der sich mal sanft schlängelnd, mal grimmig und steil um den Berg windet. Der mal kurz und knackig, mal episch ausgebreitet das ganze Biker-Glück in seinen Bahnen bündelt. Und es lebe das All-Mountain-Fully. Jenes perfekt zum Trailsurfen geeignete Bergrad, jener – nomen est omen – Alleskönner.

Doch was bedeutet All-Mountain wirklich und vor allem, welches Bike ist für mich das beste? Das Edelmodell mit leichtesten Nobelteilen oder das grundsolide Modell der Kaufklasse? Heiße Liebe oder doch eher Vernunftehe?

Um diese Fragen zu beantworten, lud MountainBIKE vier renommierte Hersteller ein, ihr jeweils teuerstes All-Mountain und eines um 2000 Euro gegeneinander und gegen die Konkurrenz antreten zu lassen. Tagelang jagte die MB-Crew die 140-mm-Fullys dann über die Traumtrails des Luberon in der Provence: ein All-Mountain-Revier aus dem Bilderbuch! Damit nicht genug, auf der MB-Teststrecke bei Stutt­gart mussten die Bikes ihre Allwettertauglichkeit unter Beweis stellen.

Mit dabei die komplett überarbeiteten Klassiker Canyon Nerve AM und Cube Stereo, das brandneue Rose Granite Chief und das aus dem Vorjahr bewährte Lapierre Zesty – bei den Topmodellen mit neuem Carbonhinterbau.

Dabei also zwei Versender- und zwei Händlerbikes mit den damit verbundenen Vor- und Nachteilen. Das klare Plus für den Kauf im Fachhandel ist die direkte Betreuung durch den Händler – Probefahrt, Erstmontage und Inspektion inklusive. Der Direktvertriebler kann in der Regel aggressiver kalkulieren, bietet mehr Bike fürs Geld – eine Probefahrt ist aber meist nur am Hauptstandort möglich, die Beratung erfolgt via Internet oder Telefon. Zudem muss der Kunde „Sekundärkosten“ wie den Versand beachten.

All-Mountain – Das Bike für alles

Zurück zur immer präsenter werdenden Kategorie All-Mountain. Erstmals gaben in der letzten MB-Leserbefragung die meisten Leser an, sich in der 140-mm-Klasse heimisch zu fühlen. Aus gutem Grund, schließlich stellen diese Allzweckwaffen die goldene Mitte dar: bergauf so antriebsneutral wie ein Tourenbike, bergab fast so potent wie ein Enduro, auf dem Trail so wieselflink wie ein Cross-Country-Fully. Egal, ob flotte Hausrunde, Alpencross oder technischer Trailride – mit einem All-Mountain haben Sie immer das richtige ­Bike dabei. Ein gutes Gefühl!

Generell haben die Hersteller ihre Hausaufgaben gemacht: Kettenstrebenschutz, breites Cockpit, Schnellspanner für voll versenkbare Sattelstützen – Schnitzer im Detail erlaubt sich selbst bei den günstigen Modellen keiner. Auch große Bremsscheiben, bei Canyon und Rose vorne sogar 200 mm, sind Standard ebenso wie Reifen mit 2,4“ Breite. Bei denen gefiel den MB-Testern speziell die „Canyon-Kombi“ mit Fat Albert vorne und Nobby Nic hinten, jeweils mit Snakeskin-Flankenschutz. Lediglich Lapierre fällt mehrfach aus der Rolle, setzt auf dünne Rennreifen, 160er-Scheiben im Heck und beim Topmodell gar auf schmale Race-Laufräder. Zudem lässt sich beim Zesty 914 die „geknickte“ Thomson-Stütze nicht voll versenken. Das alles unterstreicht den enorm leichtfüßigen Charakter des Franzosen-Fullys, führt in Sachen Allroundtauglichkeit aber zu Abzügen.

Doch worin unterscheiden sich die preiswerten Modelle von ihren edlen Brüdern, und wie wirkt sich das in der Praxis aus? Die gute Nachricht vorweg: Beim Herzstück eines jeden Fullys – dem Rahmen samt Kinematik und darauf abgestimmtem Federbein – setzen Canyon, Cube und Rose auch beim Preis-Leistungs-Modell auf die Technik der Topvariante. Sehr löblich, denn so stimmt die Basis, und ein späteres Komponenten-Upgrade lohnt! Beim günstigen Zesty kommt statt des Carbonhinterbaus Aluminium zum Einsatz. Ohne Funktionseinbußen: Der Rahmen ist zwar schwerer, aber dafür steifer als der des 914. Da stört es eher, dass Lapierre im 314 ­einen abgespeckten Fox-Float-Dämpfer ­ohne Plattform oder Lockout verbaut.

Deutlichere Abstriche in der Kaufklasse gibt es an der Gabel-Front: Nur Canyon verbaut jeweils die Fox Talas RLC, La­pierre spezifiziert eine minimal abgespeckte Fox Float, Cube und Rose setzen auf Gabeln von Rock Shox: Während die Revelation im Stereo K18 einen ähnlich guten Job macht wie die Talas im Topmodell, verändert die Pike im Granite Chief 2 stärker die Fahreigenschaften. So bürgen die Stahlfederelemente zwar für superbes Ansprech­verhalten, lassen sich aber nur durch einen Federtausch ans Fahrergewicht anpassen. Zudem drückt die etwas in die Jahre gekommene Forke kräftig auf die Waage.

Günstig und leicht – Geht das?

Apropos Gewicht: Per se gilt bei diesem Vergleich: je teurer, desto leichter. Bei ihren Topmodellen erkaufen sich die Hersteller eine schlanke Linie von unter 12,5 kg mit Carbon- statt Alu-Anbauteilen und durch leichtere Laufräder. So lassen sich auf dem Trail die Highend-Modelle durchweg besser beschleunigen als ihre Pendants, wirken spritziger und agiler – am merklichsten ist dies bei La­pierre und Rose. Auf der anderen Seite liegen die „Sparfüchse“ bergab durch das höhere Gewicht oft gar satter als die kompromissloseren Nobelkarossen. Bleibt die Bremsanlage. Entwarnung vorweg: Alle Discstopper taugen je nach Discgröße locker für den All-Mountain-Alltag. Dennoch ist im Gegensatz zu Canyon bei ­Cube, Lapierre und Rose ein deutlicher Qualitätsunterschied erfahrbar.

Nobelteilchen hin, Übergewicht her – die erstaunlichste Erkenntnis des Tests ist, wie stark sich die vermeintlich ungleichen Brüder im Geiste ähneln. So umgibt etwa das um fast 1600 Gramm schwerere und um 2700 Euro günstigere Lapierre 314 eine ähnlich lässige Trail-Attitüde wie das 914. Wenn auch auf niedrigerem Niveau. Ganz klar: Nicht die Ausstattung, sondern Geometrie, Kinematik und Federelemente machen bei einem Mountainbike den Charakter aus. Von daher sollten Sie, bevor Sie sich für die jeweilige Ausstattungsvariante entscheiden, anhand der MB-Testbriefe Ihren(!) Traumpartner finden.

Eine knifflige Aufgabe, denn gerade die vier Edel-Trailbikes agieren auf beeindruckend hohem Niveau, vermengen fidelen Fahrspaß und sicheres Handling – Verdienst der neuen, ausbalancierten Geome­trien mit tiefem Schwerpunkt und zentral ins Bike integrierter Sitzposition. Auch die Kinematiken funktionieren, nicht zuletzt dank der weiter verfeinerten Fox-Dämpfer, immer besser. Ob die Viergelenker von Canyon, Cube und Rose oder der VPP-ähnliche Lapierre-Hinterbau – sie alle sind in der Ebene und bergauf weitestgehend wippfrei, sind frei von störendem Pedalrückschlag und geben viel Federweg frei. Auch das Fox-Problem der Vorjahre – die zu stark gedämpfte Zugstufe – scheint überwunden. Dennoch: Der perfekte Hinterbau ist weiterhin Utopie, alle vier Kinematiken stellen einen (jeweils gelungenen!) Kompromiss dar. So geht bei Canyon und Cube die nahezu optimale Antriebsneutralität einher mit einem nicht ganz so hochsensiblen Ansprechverhalten, wie es etwa bei Rose und Lapierre der Fall ist. Diese neigen dafür an steilen Stichen und bei Drops schneller zum Wegsacken des Hinterbaus.

Am Ende der Praxistests standen bei vier erfahrenen MB-Piloten vier unterschiedliche, subjektive Reihenfolgen auf den Testbögen. Was nicht etwa auf Ratlosigkeit verweist, sondern erneut das hohe Niveau und den Facettenreichtum der All-Mountains unterstreicht. So umgarnt das effiziente Canyon mit spritzigem Handling vor allem sportive Trailjunkies. Das Cube glänzt mit starkem Hinterbau und mächtiger Downhill-Potenz, das Lapierre mit einer für diese Klasse einzigartigen Leichtfüßigkeit bei gleichzeitig enormer Laufruhe. Rose indes – da waren sich die Testfahrer einig – gelingt das ausgewogenste Fully mit veritablem Hinterbau, steifem Rahmen, feiner Ausstattung und in allen Lagen famosen Fahrleistungen. Eben ein echter Alleskönner und daher mit dem Topmodell Granite Chief 8 Testsieger.

Im Quervergleich der 2000-Euro-Fullys liefern sich Canyon und Cube ein Duell Lenkerspitze an Lenkerspitze, mit knappen Vorteilen für das 200 Euro günstigere Versender-Bike. Wem der Kontakt zum Fachhändler wichtig ist, greift dagegen eher zum Stereo. Lapierre und Rose fallen in dieser preisaggressiven Klasse durch die schlechtere Ausstattung ab, beim Zesty kosten diverse Abzüge wie bei Reifen und Bremsen sogar fast die von den Fahrleistungen zweifelsfreie Note „sehr gut“.

Fazit

Liebesheirat oder Vernunftehe – der Kunde hat die Wahl. Und bei Canyon und Cube die Qual, denn Nerve und Stereo überzeugen bereits in der Kaufklasse mit hochsoliden Parts. Während die Canyons eng beieinander liegen, grenzt Cube das edle Topmodell stärker ab – und doch bleiben die Fahreigenschaften ähnlich. Anders sehen die Familienverhältnisse bei Lapierre und Rose aus: Zwar sind auch die Zesty- und Granite-Chief-Geschwister charakterlich verwandt, gerade die Highend-Modelle bieten aber diese Extraportion Fahrspaß, die ein All-Mountain-Fully so auszeichnet.

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Canyon: Nerve 9.0 vs. Nerve AM 7.0

Günstig gegen teuer - Acht All-Mountains im Familienduell

MB Canyon Nerve AM 9.0
1/8 Canyon Nerve AM 9.0 Äußerst antriebsneutral, im Handling spritzig und wendig – das AM 9.0 ist ein tolles Trail­bike mit enormem Suchtfaktor! Zum Test: Canyon Nerve AM 9.0 : https://www.mountainbike-magazin.de/mountainbikes/test-canyon-nerve-am-9-0.286976.2.htm
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Dennoch zeichneten die Koblenzer die Nerve-Reihe für 2009 neu, ergänzt um Features wie konisches Steuerrohr, Postmount-Bremsaufnahme und innen verlegte Schaltzüge. Geblieben ist die trotz langem Oberrohr kompakte, akkurat ausbalancierte Position – gerade die kleineren MB-Tester fühlten sich top ins Bike integriert. „M“-Biker mit langem Oberkörper wählen eventuell einen etwas längeren Vorbau, um nicht beengt zu sitzen.

MB Canyon Nerve AM 9.0
Canyon Nerve AM 9.0

12,4 zu 13,0 Kilo – der Unterschied zwischen 9.0 und 7.0 fällt auf der Waage nicht dramatisch aus, die Ausstattung ist jeweils äußerst durchdacht und bietet viel Gegenwert fürs Geld. Top: In beiden Modellen werkeln identische, edle Fox-Federelemente. So ähnelt sich die Fahrperformance stark, nur die günstigeren Laufräder beim 7.0 fallen buchstäblich ins Gewicht – sein teurerer Bruder ist stets spritziger, bissiger, besser zu beschleunigen.

MB Canyon Nerve AM 7.0
Canyon Nerve AM 7.0

Generell gilt: Sobald der Gasfuß juckt, ist das Nerve in seinem Element, generiert mit antriebsneutralem Hinterbau viel Vortrieb und profitiert im welligen Gelände von seinem direkten Handling. Enorm, wie wuselig das Canyon ums Eck fegt, wie es zu verspielten Manövern reizt. Ein echter Trailrocker!

Größten Wert hat Designer Lutz Scheffer auf die neue Kinematik gelegt, speziell ein ausgewogenes Verhältnis aus Anti-Squat (Wippunterdrückung) und minimiertem Pedalrückschlag stand im Fokus. Mit Erfolg: Im Uphill liegt das Nerve wie ein Brett. Absacken am Berg? Fehlanzeige. Plattform? Unnötig. Auch im groben Geröll gibt der Viergelenker willig viel Federweg frei, schluckt selbst verpatzte Landungen nonchalant weg, harmoniert gut mit der Fox-Forke.

Kritik äußerten die MB-Tester dafür am Ansprechverhalten.Durch die hohe Druckstufendämpfung wirkt der Hinterbau etwas unsensibel und verliert in ruppigen Highspeed-Passagen ab und an die Bodenhaftung. Ein Problem, das laut Canyon bei leichten Fahrern auftritt – bis zur Serienauslieferung soll der RP23-Dämpfer für die Bike-Größen S und M daher eine geringere Compression-Stufe bekommen.

Grundsätzlich trennt die beiden Modelle im Downhill wenig, durch den kurzen Radstand (1110 cm) tendiert das Handling eher gen Agilität denn gen Laufruhe – perfekt für AM-Piloten, die aktiv mit dem Gelände spielen.

Das Nerve AM präsentiert sich als agiler Trailakrobat mit hohem Spaßpotenzial. Die Modelle unterscheiden sich mehr im Detail als in der Performance, Biker können also auch sorglos beim günstigen 7.0 zugreifen.

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Cube: Stereo R1 Carbon vs. Stereo Oro K18

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1/8 Canyon Nerve AM 9.0 Äußerst antriebsneutral, im Handling spritzig und wendig – das AM 9.0 ist ein tolles Trail­bike mit enormem Suchtfaktor! Zum Test: Canyon Nerve AM 9.0 : https://www.mountainbike-magazin.de/mountainbikes/test-canyon-nerve-am-9-0.286976.2.htm
MB Canyon Nerve AM 9.0 MB Canyon Nerve AM 7.0 MB Cube Stereo R1 Carbon MB Cube Stereo Oro K18 MB Lapierre Zesty 914 MB Lapierre Zesty 314 MB Rose Granite Chief 8 MB Rose Granite Chief 2

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Dass die Form aber streng der Funktion folgt, merkt der Biker an sinnvollen Details wie der steifen X12-Steckachse im Heck und beim ersten Aufsitzen. Überwog beim Vorgänger das Gefühl, auf dem Rad zu thronen, ist der Rider nun viel tiefer und besser ins Rad gebettet – auch wenn das Cube durch den langen Radstand (1136 mm) größer wirkt als etwa das auf dem Papier ähnlich geschnittene Canyon.

MB Cube Stereo R1 Carbon
Cube Stereo R1 Carbon

Bewährter XT-Antrieb auf der einen, edler X.0/XTR-Mix auf der anderen Seite – Cube zeigt, wie man beide Varianten stimmig ausstattet und dennoch voneinander abgrenzt. So auch die Parts: Syntace auf beiden Rädern, aber einmal Alu, einmal Carbon. In der Praxis spürbarer dagegen der Unterschied bei der Brems­anlage, bei Cube namensgebend für die Modelle: Während die leichte R1 Carbon überzeugte, empfanden die MB-Tester die Oro K18 als „hölzern im Druckpunkt“.

Davon abgesehen gleicht sich das sehr gefällige Handling mit gelungener Mischung aus Laufruhe und Agilität: Das Stereo folgt souverän dem Lenkbefehl, gibt stets Feedback von der Strecke, könnte lediglich einen Schuss spritziger sein. Denn im Uphill hemmt der Fat-Albert-Reifensatz im Gegensatz zur Nobby-Konkurrenz den Vortrieb – bergab profitiert das Stereo dafür von der Bereifung und ist das stärkste Bike im Test! „Wie ein Enduro“, notierte MB-Tester Mike Schmid. Ein Grund für die überwältigende Downhill-Performance: Das mit 327 mm sehr niedrige Tretlager senkt den Schwerpunkt, in Tieffliegermanier prescht das Stereo hinab, gibt enorme Sicherheit. Gemischte Gefühle hinterließ das tiefe Tretlager dafür bei flotter Kurvenfahrt. In Kombination mit breiten Flatpedals monierten die MB-Tester einige Aufsetzer.

MB Cube Stereo Oro K18
Cube Stereo Oro K18

Auch der schwimmend gelagerte Dual-Trail-Hinterbau wurde überarbeitet: Im Antritt noch wippfreier als der Vorgänger, macht der Viergelenker gerade bei Wurzelteppichen blitzschnell auf, gibt linear viel Federweg frei. Noch eine Spur sensi­bler bei kleinen Schlägen, und er wäre perfekt! Zudem harmonisiert er gekonnt mit der Talas im Topmodell. Die Revelation im „K18“ macht ebenfalls einen starken Job, muss aber sorgfältiger auf den Hinterbau abgestimmt werden.

Mit dem neuen Stereo fährt Cube wieder in der ersten Liga der All-Mountains! Obwohl das Topmodell spritziger und agiler unterwegs ist, bekommt der Käufer mit dem K18 bereits sehr viel Bike fürs Geld.

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Lapierre: Zesty 914 vs. Zesty 314

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MB Canyon Nerve AM 9.0
1/8 Canyon Nerve AM 9.0 Äußerst antriebsneutral, im Handling spritzig und wendig – das AM 9.0 ist ein tolles Trail­bike mit enormem Suchtfaktor! Zum Test: Canyon Nerve AM 9.0 : https://www.mountainbike-magazin.de/mountainbikes/test-canyon-nerve-am-9-0.286976.2.htm
MB Canyon Nerve AM 9.0 MB Canyon Nerve AM 7.0 MB Cube Stereo R1 Carbon MB Cube Stereo Oro K18 MB Lapierre Zesty 914 MB Lapierre Zesty 314 MB Rose Granite Chief 8 MB Rose Granite Chief 2

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MB Lapierre Zesty 314
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MB Lapierre Zesty 914
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Mit fast 4800 Euro ist das 914 das teuerste Bike im Test und übertrifft sein günstiges Pendant um satte 2700 Euro. Was der Käufer dafür erhält? Ein wunderschönes Bike mit Esprit der Ex­traklasse! Das 914 glänzt mit erlesenen Zutaten wie XTR-Antrieb, superleichten Laufrädern, Nobel-Parts etwa von Thomson und einem erstaunlichen Gewicht von 11,3 kg.

MB Lapierre Zesty 914
Lapierre Zesty 914

Logo, dass es mit dem Zesty trotz minimal hecklastiger Sitzposition sprichwörtlich „abgeht“. Wie ein Gepard beschleunigt es, die schmalen Rennreifen fliegen über Schotterpisten, der Hinterbau ist wippfrei: Beim Vortrieb ist das 914 die Referenz für ein 140-mm-Fully! Überraschend: Obwohl beim 314 die etwas biedere Ausstattung, teils mit Deore- und Lapierre-Parts, schwer wiegt, zeigt es ähnliche Spurtqualitäten – wenn auch bei weitem nicht so exorbitant ausgeprägt wie beim 914.

Speziell flowige Singletrails wie in der Provence entlocken dem Zesty ungemeinen Fahrspaß: Wunderbar exakt folgt es dem Lenkimpuls, ist leichtfüßig und dennoch unaufgeregt, der megasofte OST-Hinterbau mit liegendem Dämpfer saugt jeden Kiesel auf – leben und trail­surfen wie Gott in Frankreich. Auf verwinkelten Mittelgebirgs-Trails verliert das Zesty etwas von seiner Spielfreude, benötigt durch den langen Radstand (1141 mm) und die flachen Winkel mehr Körpereinsatz.

MB Lapierre Zesty 314
Lapierre Zesty 314

Bleibt die „Zesty-Sinnfrage“: Ist ein 11,3-Kilo-Fully überhaupt ein All-Mountain? Ja und nein – wie die Downhill-Prüfung zeigt. Denn das 914 liegt bei Highspeed satt: Länge läuft, der 67°-Lenkwinkel ist dort phänomenal. Auf der anderen Seite zeigen die Continental Race Kings in der Tubeless-Variante zwar guten Grip im Trockenen, sind bei Nässe aber überfordert und bieten wenig Flankenschutz. Auch die Crossmax-SLR-Laufräder gehören mit ihrer empfohlenen Reifenbreite von 2,1“ an ein CC-Racebike, nicht an ein AM. So wäre das schwerere 314 bergab eigentlich das „erwachsenere“ Rad, wenn nicht die zu undefiniert zupackenden Bremsen und die Standard-Reifen wären. Bergauf vermissten einige Tester beim Float-R-Dämpfer (314) zudem die Plattform-Option. Stichwort vermissen: Während die fehlende Gabelabsenkung bei beiden Modellen nur einige MB-Piloten störte, nervte alle der nicht vorhandene Flaschenhalter-Platz.

Leicht und teuer oder solide und günstig? Die Zesty-Wahl ist eine Geld- wie Stilfrage. Auch wenn sich beide im Charakter ähneln, das 914 hat die markantere Seele: leichtfüßig, extravagant – und kompromisslos.

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Rose: Granite Chief 8 vs. Granite Chief 2

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MB Canyon Nerve AM 9.0
1/8 Canyon Nerve AM 9.0 Äußerst antriebsneutral, im Handling spritzig und wendig – das AM 9.0 ist ein tolles Trail­bike mit enormem Suchtfaktor! Zum Test: Canyon Nerve AM 9.0 : https://www.mountainbike-magazin.de/mountainbikes/test-canyon-nerve-am-9-0.286976.2.htm
MB Canyon Nerve AM 9.0 MB Canyon Nerve AM 7.0 MB Cube Stereo R1 Carbon MB Cube Stereo Oro K18 MB Lapierre Zesty 914 MB Lapierre Zesty 314 MB Rose Granite Chief 8 MB Rose Granite Chief 2

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MB Rose Granite Chief 2
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MB Rose Granite Chief 8
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Als einziger Hersteller schickte Rose ein Größe-M- wie ein -L-Bike in den Test, die MB-Piloten mussten sich in die jeweilige Rahmengröße „reindenken“. Kein Problem, denn die Sitzposition passt: Die Geome­trie ist gelungen, das tief gezogene Oberrohr bettet den Fahrer prächtig ins Bike hinein, das Handling begeistert: wendig, aber nicht nervös; laufruhig, aber nicht träge. Top!

MB Rose Granite Chief 8
Rose Granite Chief 8

Während das „Achter“ dazu mit flottem Antritt und Agilität besticht, sind beim „Zweier“ deutliche Abstriche zu machen. Durch die mittelmäßige Ausstattung ist es mit 14,3 kg für ein AM zu pummelig geraten, klettert zwar unauffällig, aber lange nicht so spritzig wie sein Edelbruder. An der Kinematik kann es nicht liegen, denn die ist bei beiden Modellen identisch – und erstklassig. Im Vergleich zum Vorabtest in MB 8/08 verbaut Entwickler Andreas Heimerdinger nun den Fox-RP23-Dämpfer mit großer Luftkammer: So ist der Viergelenker minimal „wippiger“ als etwa Canyon oder Cube, spricht dafür aber butterweich an, nutzt den Federweg linear, rauscht dennoch nicht durch und geht auch bei Highspeed-Schlägen aktiv mit. Eine Sahneteil! Mit nur einem Wermutstropfen: Das Federbein will penibel abgestimmt sein. Ist das Set­up zu soft (schon ein paar Kilo mehr im Rucksack reichen aus) , sackt der „Chef“ im Uphill schnell weg – dann hilft nur der Griff zur Plattform.

MB Rose Granite Chief 2
Rose Granite Chief 2

Überraschung im Downhill: Das kleine Rose schwebt noch geschmeidiger über den Trail als das eh bärenstarke GC8. Verantwortlich dafür ist die schwere Stahlfeder-Pike, die zwar nicht immer perfekt mit dem Hinterbau harmoniert, aber dafür im Stile einer Enduro-Gabel selbst fette Brocken plattbügelt. Zudem flacht sie durch ihr etwa 10 mm höheres Einbaumaß den Lenkwinkel ab, sorgt für noch mehr Laufruhe.

Dennoch, das teure Rose ist der wahre Allrounder. Nicht nur im Vergleich zum GC2, sondern im gesamten Test: Vortrieb, Klettern, Trail, Downhill – nie die Nummer eins, aber immer ohne Ausreißer hauchdünn dahinter. Die Vario-Sattelstütze und feine Rahmendetails wie innen verlegte Züge und das auf dem MB-Prüfstand äußerst steife Tretlager mit BB30-Standard und Carbonkurbel runden das starke Debüt ab.

Das Granite Chief 8 holt sich den Testsieg, glänzt mit überragenden Fahrleistungen. Diese retten dem GC2 trotz eher diskutierbarer Ausstattung knapp das „sehr gut“. Die klar bessere Wahl ist aber das Topmodell.

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Im Fokus: Gewicht und Ausstattung

Günstig gegen teuer - Acht All-Mountains im Familienduell

MB Canyon Nerve AM 9.0
1/8 Canyon Nerve AM 9.0 Äußerst antriebsneutral, im Handling spritzig und wendig – das AM 9.0 ist ein tolles Trail­bike mit enormem Suchtfaktor! Zum Test: Canyon Nerve AM 9.0 : https://www.mountainbike-magazin.de/mountainbikes/test-canyon-nerve-am-9-0.286976.2.htm
MB Canyon Nerve AM 9.0 MB Canyon Nerve AM 7.0 MB Cube Stereo R1 Carbon MB Cube Stereo Oro K18 MB Lapierre Zesty 914 MB Lapierre Zesty 314 MB Rose Granite Chief 8 MB Rose Granite Chief 2

Gewicht

MB All-Mountain-Bikes - Gewicht

Gewicht: Bei Canyon und Cube beträgt die Differenz zwischen den Modellen rund 600 und 1000 Gramm. Die günstigen Varianten von Lapierre und Rose bringen dagegen erheblich mehr auf die Waage als das Topmodell.

Ausstattung

MB All-Mountain-Bikes - Ausstattung

Ausstattung: Gut zu sehen, dass bei Lapierre und vor allem Rose die Güte der Ausstattung stark auseinanderdriftet. Bei Cube und speziell Canyon liegen, wie beim Gewicht, die Modellvarianten deutlich enger beisammen.

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Alternativen zu den Testbikes

Günstig gegen teuer - Acht All-Mountains im Familienduell

MB Canyon Nerve AM 9.0
1/8 Canyon Nerve AM 9.0 Äußerst antriebsneutral, im Handling spritzig und wendig – das AM 9.0 ist ein tolles Trail­bike mit enormem Suchtfaktor! Zum Test: Canyon Nerve AM 9.0 : https://www.mountainbike-magazin.de/mountainbikes/test-canyon-nerve-am-9-0.286976.2.htm
MB Canyon Nerve AM 9.0 MB Canyon Nerve AM 7.0 MB Cube Stereo R1 Carbon MB Cube Stereo Oro K18 MB Lapierre Zesty 914 MB Lapierre Zesty 314 MB Rose Granite Chief 8 MB Rose Granite Chief 2

Canyon Nerve AM 9.0 HS

MB Canyon Nerve AM 9.0 HS
Canyon Nerve AM 9.0 HS

Preis: 3149 Euro
HS wie Hammerschmidt. Weil die Getriebekurbel noch nicht lieferbar war, kam nur das „normale“ 9.0 in den Test. Außer im Antrieb unterscheiden sich die Modelle nicht, das Erlebnis Hammerschmidt rechtfertigt den Aufpreis locker.

Canyon Nerve AM 8.0

MB Canyon Nerve AM 8.0
Canyon Nerve AM 8.0

Preis: 2299 Euro
Obgleich 9.0 und 7.0 in diesem Test eng zusammenliegen, quetscht Canyon glatt noch ein Modell dazwischen. Das 8.0 bekommt unter anderem die The-One-Bremse spendiert und wird von einem XT/SLX-Mix befeuert. Gewicht: 12,6 kg.

Canyon Nerve AM 6.0

MB Canyon Nerve AM 6.0
Canyon Nerve AM 6.0

Preis: 1799 Euro
Der Einstieg in die Nerve-Klasse gelingt bereits für 1800 Euro – mit Fox Talas RLC und RP23-Dämpfer. Respekt! Für Verzögerung sorgen die gelungenen Avid-Elixir-Stopper, die restlichen Parts sind nicht edel, aber funktionell und stimmig.

Cube Stereo The One

MB Cube Stereo The One
Cube Stereo The One

Preis: 2799 Euro
Bei Cube gibt die Bremse den Modellnamen vor. Beim The One bremst also selbige Formula, dazu gibt es die Fox-Federelemente aus dem Topmodell. XT-Antrieb und die für Cube gefertigten DT-Swiss-Laufräder runden das starke Angebot ab.

Lapierre Zesty 714

MB Lapierre Zesty 714
Lapierre Zesty 714

Preis: 3799 Euro
Wie beim 914 verbaut Lapierre auch beim etwas günstigeren Modell den neuen Carbonhinterbau. Logo, dass auch das 714 mit rund 11,7 kg auf der Waage eine Traumfigur macht. Kommt mit XT/XTR-Mix, XT-Laufradsatz und Oro-K24-Bremse.

Lapierre Zesty 514 und 514 L

MB Lapierre Zesty 514 und 514 L
Lapierre Zesty 514 und 514 L

Preis: 2699 Euro
Der Topseller der Franzosen verbindet die Leichtigkeit des Topmodells mit etwas bodenständigeren Parts wie XT-Antrieb nebst XT-Laufrädern. Das Gewicht bleibt mit etwa 12,3 kg dennoch niedrig. Auch als Ladyvariante 514 L erhältlich.

Rose Granite Chief 6

MB Rose Granite Chief 6
Rose Granite Chief 6

Preis: 3199 Euro
Carbonkurbel, The-One-Bremse, EX1750-Laufräder, Fox-Fahrwerk – das GC6 reicht nah ans Topmodell heran, setzt auf einen stimmigen X.9/XT-Antrieb. Auf die geniale Vario-Sattelstütze muss der Käufer aber verzichten. Gewicht: 12,6 kg.

Lapierre Rose Granite Chief 4

MB Rose Granite Chief 4
Lapierre Rose Granite Chief 4

Preis: 2399 Euro
Statt einer Stahlfedergabel wie im GC2 federt und dämpft im GC4 die Rock Shox Revelation Air. Auch der Rest der Ausstattung mit XT/X.9-Mix, Easton-Parts und Avid-Juicy-7-Bremse gefällt, sorgt für ein respektables Gewicht von circa 13,3 kg.

Noch mehr 2009er-Bikes im Test:

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Hardtail-Tests

Günstig vs. Teuer: Die Unterschiede im Detail

Günstig gegen teuer - Acht All-Mountains im Familienduell

MB Canyon Nerve AM 9.0
1/8 Canyon Nerve AM 9.0 Äußerst antriebsneutral, im Handling spritzig und wendig – das AM 9.0 ist ein tolles Trail­bike mit enormem Suchtfaktor! Zum Test: Canyon Nerve AM 9.0 : https://www.mountainbike-magazin.de/mountainbikes/test-canyon-nerve-am-9-0.286976.2.htm
MB Canyon Nerve AM 9.0 MB Canyon Nerve AM 7.0 MB Cube Stereo R1 Carbon MB Cube Stereo Oro K18 MB Lapierre Zesty 914 MB Lapierre Zesty 314 MB Rose Granite Chief 8 MB Rose Granite Chief 2

Laufräder:

MB All-Mountain-Bikes - Laufräder

Alle vier Hersteller verbauen beim teuren Modell leichtere Laufräder als beim günstigeren Pendant – wie die DT Swiss EX1750 beim Canyon 9.0 (Bild). Das bringt nicht nur Gewichtsvorteile, sondern sorgt in der Ebene für eine deutlich bessere Beschleunigung.

Parts:

MB All-Mountain-Bikes - Parts

Nobler Thomson-Vorbau und leichter Easton-Carbonlenker (Bild) oder Eigenmarke? Beim Blick auf die Anbauteile der Zesty wird der Preisklassen-Unterschied schnell deutlich. Funktionell ist die Differenz meist gering, der „Blingbling“-Faktor aber nicht zu unterschätzen.

Bremsen:

MB All-Mountain-Bikes - Bremsen

Optisch sind beide ins Cube-Design integrierte Bremsen ein Hingucker. In puncto Ergonomie, Gewicht und Dosierbarkeit ist die neue R1 Carbon (Bild) ihrer günstigen Oro-Schwester aber klar voraus. Mit 180-mm- Scheiben taugen dennoch beide für den AM-Alltag.

Federgabel:

MB All-Mountain-Bikes - Federgabel

Nichts beeinflusst das Fahrverhalten so wie die Federelemente. Beim Granite Chief 2 wählt Rose statt der Fox Talas (Bild) die Pike von Rock Shox. Per se eine formidable Gabel, deren Stahlfeder aber auf die Waage drückt und exakt zum Fahrergewicht passen muss.

Antrieb:

MB All-Mountain-Bikes - Antrieb

Carbonkurbel, XTR-Umwerfer, X.0-Schaltwerk – beim teuren Rose passt alles (Bild). Das günstige Granite Chief fällt mit seinem eher zweckmäßigen Antrieb dagegen merklich ab: Die Schaltvorgänge laufen unpräziser, zudem drücken die weniger edlen Parts auf die Waage.

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So testet MountainBIKE All-Mountain-Fullys

Günstig gegen teuer - Acht All-Mountains im Familienduell

MB Canyon Nerve AM 9.0
1/8 Canyon Nerve AM 9.0 Äußerst antriebsneutral, im Handling spritzig und wendig – das AM 9.0 ist ein tolles Trail­bike mit enormem Suchtfaktor! Zum Test: Canyon Nerve AM 9.0 : https://www.mountainbike-magazin.de/mountainbikes/test-canyon-nerve-am-9-0.286976.2.htm
MB Canyon Nerve AM 9.0 MB Canyon Nerve AM 7.0 MB Cube Stereo R1 Carbon MB Cube Stereo Oro K18 MB Lapierre Zesty 914 MB Lapierre Zesty 314 MB Rose Granite Chief 8 MB Rose Granite Chief 2
MB All-Mountain-Bikes - Labortest

Praxistest: Kern jedes MB-Tests ist die ausgiebige Praxisprüfung durch vier erfahrene Tester. Und die war für die AM-Fullys doppelt hart. Denn erst ging es über staubtrockene, flowige Trails in der Provence (Gegend um Apt), dann über die herbstliche MB-Teststrecke. Lange Schotteranstiege mit Steilstichen, kurvige Trails, ruppige und verblockte Downhills mussten die Fullys bei unterschiedlichen Bedingungen absolvieren. Ganz normaler All-Mountain-Alltag eben!

Praxisnoten: Jeder Tester fuhr jedes der acht Bikes mindestens einmal über die jeweilige Teststrecke, danach erfolgte auf speziellen Bewertungsbögen zunächst isoliert, dann gemeinsam die Beurteilung: Wie effizient ist das Fahrwerk? Wie sicher liegt das Bike im Downhill? Wie gefällt das Handling? Bei Unstimmigkeiten ging der Kandidat erneut auf den Testparcours.

Vermessung: Zurück im Labor, zerlegte MB die ­Bikes, ermittelte die Gewichte der Ausstattungsvarianten. Zudem wurde die Geometrie vermessen. Letztere zeigt, ob ein Bike in die Kategorie und zum Fahrstil passt.

Steifigkeiten: Auf EFBe-Prüfständen misst MB die Steifigkeiten der Bikes. Die Tretlagersteifigkeit zeigt, wie sich der Rahmen im Wiegetritt verwindet, die Lenkkopfsteifigkeit beeinflusst die Lenkpräzision. Sehr gut: Alle Bikes liegen im grünen Bereich ohne Ausreißer nach oben oder unten.

Kennlinien: Auf Prüfständen für Federgabel und Hinterbau ermittelt MB den nutzbaren Hub sowie die Kennlinien. Diese zeigen in einem Kraft-Weg-Diagramm den Federwegsverlauf. Im Optimalfall zeigt die Kennlinie am Anfang ein geringes Losbrechmoment und damit ein sensibles Ansprechver­halten, gefolgt von einem gleichmäßigen, linearen Verlauf und einer leichten Endprogression als Durchschlagsschutz.

Endnote: Über einen komplexen Schlüssel aus über 300 Einzelnoten ermittelt MB die Endnote. Aber erst die Testbriefe zeigen, welches Bike wirklich zu Ihnen passt. Denn schließlich ist nicht jedes „sehr gute“ Bike auch für jeden Biker der Traumpartner.

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Das perfekte All-Mountain-Bike im Überblick

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MB Canyon Nerve AM 9.0
1/8 Canyon Nerve AM 9.0 Äußerst antriebsneutral, im Handling spritzig und wendig – das AM 9.0 ist ein tolles Trail­bike mit enormem Suchtfaktor! Zum Test: Canyon Nerve AM 9.0 : https://www.mountainbike-magazin.de/mountainbikes/test-canyon-nerve-am-9-0.286976.2.htm
MB Canyon Nerve AM 9.0 MB Canyon Nerve AM 7.0 MB Cube Stereo R1 Carbon MB Cube Stereo Oro K18 MB Lapierre Zesty 914 MB Lapierre Zesty 314 MB Rose Granite Chief 8 MB Rose Granite Chief 2

Federwege: Auch wenn neuere All-Mountains bereits 150 mm aufweisen, aktuell sind 140 mm an der Front und im Heck in dieser Klasse Standard. Perfekt für technische Trails.

Lenkwinkel: Um 68° – das bringt Laufruhe bergab, ohne auf engen Trails zu träge zu werden.

Sitzwinkel: Um 73° – damit gelingen auch steile Anstiege ohne steigendes Vorderrad. Einige 2009er AMs liegen sogar um 75°.

Bremsen: 180er-Scheiben sind Pflicht. Leichte Fahrer fahren hinten zuweilen 160 mm, schwere Piloten setzen vorn auf 200 mm.

Laufräder: Leicht sollen sie sein (um 1800 g), breit sollen sie sein (21 mm Innenweite), stabil sollen sie sein. So wie etwa die DT EX1750.

Reifen: Reifen mit 2,4“ Breite wie der neue Schwalbe Fat Albert bieten Grip und Durchschlagschutz. Zudem rollen sie im Gelände sogar leichter als ähnlich profilierte 2,1“-Pneus.

Fahrwerk: Für die meisten AM-Biker ist eine absenkbare Gabel wie die Fox Talas Pflicht. Verstellbare Federwege im Heck sind seltener, eine Plattform-Option ist fast immer an Bord.

Cockpit: Ein breiter Lenker (>= 685 mm) erleichtert die Kontrolle auf dem Trail ebenso wie ein nicht zu langer Vorbau (< = 90 mm).

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