MB Canyon Torque ES 9.0
MB Cheetah Mountain Spirit
MB Cube Fritzz the one
MB Focus Big Bud
MB Fusion Freak Team Enduro WC 12 Bilder

Zwölf Enduro-Fullys im Test

Echte Nervenkitzler

Enduro-Fullys wecken den Spieltrieb, sind wahre Lustobjekte. Bergab echte Spaßgaranten, sind sie auch bergauf erstaunlich effizient. Zwölf Modelle mit 160 mm Federweg beweisen sich im großen MountainBIKE-Test. Wann bereichert ein Endurobike Ihren Fuhrpark?

Adrenalin ist ein ganz besonderes Hormon. Flutet am Beginn des Downhills die Blutbahn des Bikers. Köchelt leise, wenn sich das Rad zum Sprung in die Lüfte hebt, wenn alle anderen Geräusche verstummen. Hämmert hart gegen die Schädeldecke, wenn die Reifenstollen über das grimmige Gestein der Schlüsselstelle krachen. Übergibt sein hormonelles Zepter den Endorphinen, wenn der Biker ausgepumpt, aber überglücklich am Ende der Abfahrt austrudelt. Bereit für den nächsten schweißtreibenden Uphill, bereit für den nächsten ultimativen Adrenalinkick.

MB Cheetah Mountain Spirit
Kauftipp für das Cheetah Mountain Spirit.

Wohl dem, der für diesen Ausstoß an Glückshormonen das passende Bike parat hat. So wie eines der zwölf Enduros in diesem MountainBIKE-Test. Denn Bikes mit rund 160 mm Federweg sind wahre Lustobjekte. Dampfhammer, die bergab selbst auf granteligen Gardaseetrails erst spät an die Grenzen ihrer Testosteron-geschwängerten Fahrwerke stoßen. Die dennoch passabel klettern und dank ausgeklügelter Plattformdämpfer erstaunliche Effizienz für mehrstündige Auffahrten besitzen. Und so im Gegensatz zu bleischweren Freeridern nicht auf den Transport via Gondel oder Shuttle angewiesen sind.

Massive Rahmenkonstrukte, 160 mm Hub, bissige Bremsen mit großen Scheiben, stabile Laufräder – der oft brachiale Auftritt der Enduros (siehe Infokasten auf Seite 30) symbolisiert schiere Downhill-Potenz. Doch keine Angst, Sie müssen nicht über das Geschick von MB-Tester und Fahrtechnik-Guru Manfred Stromberg verfügen, um Herr dieser Rad-Rabauken zu werden. Klar, wer solche Langhüber im alpinen Gelände an ihre Grenzen bringen will, sollte ein versierter Fahrer sein, aber Enduros erweitern auch den fahrerischen Horizont von Otto Normal-Biker!

Ruppigste und steilste Trail-Passagen, die vormals Downhillern vorbehalten waren oder den Hobby-Piloten angstschweißgebadet wieder ausspuckten, sind plötzlich fahrbar. Keine Furcht vor Federweg – so die erste wichtige Erkenntnis dieses Tests! Denn die stabilen Konstruktionen wecken Ver- und vor allem Zutrauen. Schaffen in jeder Lage ein sicheres Gefühl – auch oder gerade für Biker, die es sonst eher gemächlich angehen. Und die mächtigen 160-mm-Fahrwerke verzeihen Fehler, erlauben ehedem undenkbare Geschwindigkeiten, begleiten ihren Piloten so in neue Bike-Sphären. Die eklige Kante auf der Hausrunde? Kein Problem mehr, einfach kurz am Lenker ziehen, abheben, die befürchtet harte Landung federt der Hinterbau sanft ab.

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Alle Bikes in diesem Test

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MB Morewood Mbuzi Geometrie
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MB Scott Ransom Limited Geometrie
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MB Thömus Oberrider Carbon Enduro Team Geometrie
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MB Votec V.SX Geometrie
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Das Testfeld im Überblick

Generell hat die Generation 2008 in puncto Breitbandigkeit gegenüber ihren eh schon vielseitigen Vorgängern weiter zugelegt. Gerade die leichtfüßigen Exemplare von Lapierre, Fusion, Thömus, Merida oder Scott sind nicht nur für Enduro-Einsteiger bestens beherrschbar, sie besitzen auch ungeahnte Allroundqualitäten. Mit 160 mm mal schnell über die Feierabendstrecke? Eine Tagestour oder gar cross über die Alpen? Warum nicht! Gesamtgewichte um 13 Kilo, weit absenkbare Gabeln sowie noch antriebsneutralere Hinterbauten als im Vorjahr belegen die „Ein-Rad-für-alles-Philosophie“ der Konstrukteure.

MB Morewood Mbuzi
Kauftipp für das Morewood Mbuzi.

Enduro-Fullys: Zwölf Modelle im Test

MB Canyon Torque ES 9.0
MB Canyon Torque ES 9.0 MB Cheetah Mountain Spirit MB Cube Fritzz the one MB Focus Big Bud 12 Bilder
MB Lapierre Spicy 516
Note "sehr gut" für das Lapierre Spicy 516.

Logo, Geschwindigkeitsrekorde und rekordverdächtiges Berghochkraxeln sind auch mit „Light-Enduros“ nicht drin, dafür ist der Lustgewinn bergab umso höher. Weniger erquicklich ist aber, dass einige Hersteller im Eifer um Vortrieb und Niedriggewicht klassische Enduro-Tugenden wie spielerisches Handling oder massige Downhill-Reserven vergessen und über das gewünschte (Klassen-)Ziel hinausschießen.

Die gegenteilige Philosophie verfolgen die auch optisch wuchtig erscheinenden Fullys von Giant, Morewood, Cheetah, Votec oder Focus. Hier dominieren eher die Abfahrtsgene, pedalierbar bleiben aber auch diese trail-süchtigen Enduros. Das Beste aus zwei Welten zu vereinen, das versuchen Canyon und Cube mit ihren ausgewogen ausstaffierten Fullys. Light-Enduro mit ausgeprägtem Tour-Faible oder doch eher bergab gewandte Spaßmaschine? Dieser Test soll Ihnen bei der Wahl helfen!

So ungleich die Interpretation der Kategorie Enduro ausfällt, so gleichsam sind die Federwege. Fast alle Bikes weisen an Front wie Heck nominell 160 mm Hub auf. Gabelseitig dominiert Fox – neun Hersteller setzen auf die neue 36. Zu Recht, schließlich überzeugt die Referenz des MB-
Gabeltests (08/2007) mit sportlich straffem wie sensiblem Ansprechverhalten und prächtiger Spurtreue. Weniger überzeugend: Selbst Premiumhersteller Fox kämpft anscheinend mit Fertigungstoleranzen. So verlangten die vermeintlich identischen Gabeln teils unterschiedliche Drücke, eine Forke irritierte mit Ölaustritt an den Standrohren, und ein Modell ließ sich aus der Mittelstellung des an sich formidablen Talas-Systems partout nicht mehr in die 160-mm-Position bewegen. Ohne Tadel agierte die Manitou Nixon im Thömus, unterstrich mit niedrigem Gewicht und praktischer IT-Kletterhilfe den starken Eindruck des Gabeltests. Ebenfalls echte Endu­ro-Qualitäten bewies die neue Marzocchi 55, die zeitraubende ATA-Absenkung und das komplizierte Setup strapazierten jedoch die Tester-Nerven.

Auch die Hinterbauten – die vom Eingelenker über Vier- und Mehrgelenker bis hin zu VPP-ähnlichen Systemen die ganze Kinematik-Bandbreite abdecken – mussten außer Vinschgau-Steinen einige Kritik schlucken. Zwar gelingt der Spagat aus effizientem Vortrieb und üppigen Reserven für verblockte Trails und waghalsige Sprünge meist galant, aber er bleibt bei so viel Hub immer ein – spürbarer – Kompromiss. Ein Kompromiss, in dem sich erneut die unterschiedlichen Ansätze widerspiegeln. So gibt sich der Viergelenker im Cheetah oder der Maestro-Hinterbau des Giant schluckfreudig fast wie ein Freerider, während das OST-System beim Lapierre oder der Float-Link beim Fusion in Sachen Antriebsneutralität vielen Tourenbikes Ehre machen würde.

FAZIT:
Die 2008er Enduros sind echte Nervenkitzler. Verführen mit ihren kraftstrotzenden Fahrwerken zu gewagten Manövern, bäumen sich lustvoll in die Luft, sind Schutzbrief für kniffligste Passagen. Und bleiben dabei überraschend gut pedalierbar. Den Testsieg erringt das vergleichsweise günstige Canyon Torque. Zum einen, weil es sich keine echte Schwäche leistet, zum anderen, weil es den Enduro-Anspruch am besten umsetzt. Und damit bereit ist für den nächsten Adrenalinkick!

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Die Testbikes unter der Lupe - das fiel MB auf

Integer: Das von Shimano mitentwickelte Innenlager am Lapierre spart Gewicht, soll zudem das Tretlager versteifen. Ein neuer Trend für 2008?

MB Enduro-Fullys Unter der Lupe_01

Enduro-Fullys: Zwölf Modelle im Test

MB Canyon Torque ES 9.0
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MB Enduro-Fullys Unter der Lupe_02

Gute Führung: Nur Giant verbaut zwei Kettenblätter und eine Kettenführung. Den Antriebsnachteil in der Ebene macht die Ruhe auf dem Trail wett.

MB Enduro-Fullys Unter der Lupe_03

Groß und artig: Die Big-Betty-Pneus an Thömus und Cheetah bieten deutlich mehr Grip und vor allem Durchschlagschutz als die Konkurrenz.

MB Enduro-Fullys Unter der Lupe_04

Schwachpunkt: 180er-Scheiben im Heck sind für leichtgewichtige Enduristen okay. Aber bitte nicht vorne wie bei Fusion, Votec oder Lapierre.

MB Enduro-Fullys Unter der Lupe_05

Dickes Ding: „Understatement? Nein danke!“ – Die mächtige Schwinge beim Morewood Mbuzi schreit förmlich nach Aufmerksamkeit. Und soll einen ­steiferen Hinterbau ergeben.

MB Enduro-Fullys Unter der Lupe_06

Verklemmt: An und für sich eine perfekte Lösung – die höhenverstellbare Speed­ball-Stütze (Scott und Canyon). Ärgerlich aber, dass bei beiden Modellen die Klemmung kläglich versagte.

MB Enduro-Fullys Unter der Lupe_07

Ausgefallen: Rohloff oder Schaltwerk? 10-mm-Achse oder Rear-Maxle? Die austauschbaren Vario-Ausfall­enden beim Cheetah sind klasse. Und bei einem Sturz fix ausgetauscht.

MB Enduro-Fullys Unter der Lupe_08

Tiefgebaut: Der „tiefergelegte“ Dämpfer beim Giant sorgt für Staunen und einen perfekten Schwerpunkt. Wer die Federbeinventile erreichen will, trainiert aber Finger-Akrobatik.

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Günstige Modellvarianten zu den Testbikes

Canyon Torque ES 7.0 (2299 Euro): Fox Talas, Monarch-Dämpfer, Oro-Bremsen mit 200er-Scheiben, XT-Antrieb, Syntace- und Thomson-Parts – Versender Canyon packt alles in den Karton, was des Käufers Herz begehrt. Nur den hohen Preis haben die Koblenzer vergessen...
Modellvarianten: 4
Preise: 2299–3999 Euro

MB Enduro-Fullys Alternative_01

Enduro-Fullys: Zwölf Modelle im Test

MB Canyon Torque ES 9.0
MB Canyon Torque ES 9.0 MB Cheetah Mountain Spirit MB Cube Fritzz the one MB Focus Big Bud 12 Bilder
MB Enduro-Fullys Alternative_02

Cheetah Mountain Spirit ( 2555 Euro): Für schwäbisch-schmale 2555 Euro erblickt das Basismodell des „Berggeistes“ das Licht der Alb. Und das mit RS-Lyrik/Monarch-Fahrwerk, brachia­ler Code-Bremse, X.9-Antrieb und Syntace-VRO-System. Wer greift da noch in den Baukasten?
Modellvarianten: Baukasten
Preise: 2555 Euro (Basismodell)

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MB Enduro-Fullys Alternative_03

Cube Fritzz K18 (2599 Euro): Cube benamt seine Modelle nach verbauter Bremse. Ergo verzögert im K18 gleichnamiger Stopper die Antritte des XT-Antriebs. Dazu: RS-Lyrik-Gabel, Fox-Float-Federbein, Sun-Ringlé-Laufräder, Syntace-Parts. Und ein fairer Preis.
Modellvarianten: 2
Preise: 2599–2999 Euro

MB Enduro-Fullys Alternative_04

Focus Big Bud (3699 Euro): Nein, kein Druckfehler. Das Focus ist nur in einer – der von MB getesteten – Variante erhältlich. Auch ein Rahmenkit bieten die Cloppenburger nicht an. Schade, denn zu dem sehr guten Big Bud würde ein kleiner Kumpel gut passen.
Modellvarianten: 1
Preise: 3699 Euro

MB Enduro-Fullys Alternative_05

Fusion Freak Team Enduro (3499 Euro): Nebst Custom-Programm bietet Fusion fünf Basismodelle an. Das günstigste tritt die Trailhatz mit Marzocchi 55 ATA2, Monarch-Dämpfer und Louise-Bremsen an. Für den Preis nicht standesgemäß ist der Antrieb mit LX- und X.7-Parts.
Modellvarianten: 5 + Baukasten
Preise: 3499–4599 Euro (Basismodelle)

MB Enduro-Fullys Alternative_06

Giant Reign X 9 (2499 Euro): Stahlfeder statt Luft – das „kleine“ Reign federt mit Fox-Van-Forke und DHX-Coil-Dämpfer. Gut für schwere Enduristen oder für leichte Freeride-Ausritte. Dazu passen die massiven Parts wie Hayes-Stroker-Bremse und Race-Face-Teile!
Modellvarianten: 2
Preise: 2499–3499 Euro

MB Enduro-Fullys Alternative_07

Lapierre Spicy 316 (2399 Euro): Gepfefferte Preise für das scharfe Spicy? Nicht zwingend: Das Einstiegsmodell kostet 2399 Euro, besitzt denselben Rahmen wie das Testbike, Fox-Van-Forke, Float-Dämpfer, K18-Bremse und XT/LX-Antrieb. Gewicht? Keine 14 kg.
Modellvarianten: 3
Preise: 2399–4599 Euro

MB Enduro-Fullys Alternative_08

Merida One-Five-0 800 (1899 Euro): 1900 Euro für ein Enduro? Allerhand. Und aller Ehren wert, denn das Merida rauscht mit Lyrik-U-Turn-Forke, Monarch-Federbein und XT/LX-Antrieb ums Eck! Da ist die Deore-Bremse (immerhin mit 203er-Scheibe vorne) verschmerzbar.
Modellvarianten: 2
Preise: 1899–3099 Euro

MB Enduro-Fullys Alternative_09

Morewood Mbuzi (3299 Euro): Importeur Sportsnut bietet das martialische Mbuzi hierzulande als limitiertes Komplettbike an – so wie für diesen MB-Test. Wem selbst das zu sehr nach Stangenware dünkt: Der Rahmenkit mit Fox-DHX-Air-Dämpfer kostet 1799 Euro.
Modellvarianten: 1 + Rahmenkit
Preise: 3299 Euro

MB Enduro-Fullys Alternative_10

Scott Ransom 30 (3500 Euro): Ransom – das ist mit Lösegeld übersetzbar. 3500 Euro sind fällig, um das „30“ mit hydroformem Alurahmen freizukaufen. Fahrwerk: Marzocchi 55 ATA2, Equalizer-Dämpfer. Antrieb: Mix aus LX bis X.9 mit Truvativ-Kurbel. Bremsen: Juicy 5.
Modellvarianten: 5
Preise: 2500–6200 Euro

MB Enduro-Fullys Alternative_11

Thömus Oberrider Enduro Pro (3000 Euro ): Sechs Komplettbikes, drei Rahmenvarianten – volle Auswahl am Thömus-Bauernhof. Das Enduro Elite trägt statt Carbon zweifach konifiziertes Alu im Herzen und setzt auf Manitou-Federelemente sowie LX-Parts inklusive Bremse.
Modellvarianten: 6 + Rahmenkit
Preise: 2100–4330 Euro

MB Enduro-Fullys Alternative_12

Votec V.SX 1.3 (2695 Euro): Vier Basismodelle verpackt Neu-Versender Votec – auf Wunsch via Baukasten veredelt. Was beim „1.3“ mit Lyrik-Forke, Pearl-Dämpfer, Juicy-7-Stoppern, Sram-Antrieb und Truvativ-Parts nur beim wenig potenten Federbein nötig ist.
Modellvarianten: 4 + Baukasten
Preise: 1999–3395 Euro (Basismodelle)

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So testete MountainBIKE die Enduros

Test-Trails: Spezielle Bikes erfordern eine spezielle Umgebung. Darum testete MB die Enduros auch nicht auf der Hausstrecke (siehe MB 12/07), sondern in der „zweiten Heimat“, dem Vinschgau. Auf für die Kategorie adäquaten, technischen Trails wurden die 160-mm-Bikes von einer vierköpfigen Testcrew kräftig rangenommen. Zudem mussten die Bikes drei Tage lang ihre Uphill-Qualitäten beweisen.

Praxisnoten: Jeder Tester fuhr jedes Bike mindestens ein Mal über die Trails, danach erfolgte mit Bewertungsbögen zunächst isoliert, später gemeinsam die Benotung. Stimmt der Fahrspaß? Passt das Rad in die Kategorie? Wie viel Sicherheit birgt es im Downhill? Wie potent fühlt sich das Fahrwerk an?

MB All-Mountain-Fullys So testet MB
Liefert exakte Daten: der MB-Labortest.

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Vermessung: Zurück im Labor, zerlegte MB die Bikes, ermittelte Gewichte von Rahmen und Gabel. Zudem wurde die Geometrie vermessen. Letztere zeigt, ob ein Bike zum Fahrer passt.

Steifigkeiten: Mittels spezieller Prüfstände ermittelt MB die Steifigkeiten der Testräder. Die Tretlagersteifig­keit offenbart, wie sich der Rahmen im Wiegetritt verwindet, die Lenkkopfsteifigkeit beeinflusst die Lenkpräzision. Die Werte entnehmen Sie den Tabellen. Beim SG-Index setzt MB die Steifigkeiten mit dem Gewicht des Rahmens in Relation. Je höher der Wert, desto besser.

Kennlinien: Bei den Federwegen gibt MB den nutzbaren Hub an. Die Diagramme zeigen die Kennlinien von Federgabel und Federbein. Eine lineare Kennlinie verspricht gleichbleibende Dämpfungs-Performance, bei einer eher progressiven Kennlinie macht die Federung zum Ende hin deutlich „zu“, eine degressive, bauchige Kennlinie lässt auf einen durchrauschenden Federweg schließen.

Das sagt MB-Testredakteur André Schmidt zu den neuen Enduros

Weit unter 13 Kilo für ein Enduro? Wahnsinn, so viel wog vor zwei Jahren mein Tourenbike! Und tatsächlich, die neuen Light-Enduros wildern leichtfüßig im Gehege der All-Mountain- und sogar Touren-Fullys!

Sensationell, wie effektiv solch gezähmte „Federwegsmonster“ Vortrieb generieren, wie sie steilste Stiche erklimmen. Ein Uphill von 1000 Höhenmetern? Na und? Mit diesen Leichtgewichten strample ich fröhlich pfeifend an der Gondeltalstation vorbei. Doch brauche ich so viel Bergauf-Genuss mit 160 mm Hub wirklich? Oder will ich in dieser abfahrtsorientierten Kategorie nicht lieber ein mit allen Downhill-Wässerchen gewaschenes Fully?

MB Enduro-Fullys André Schmidt
MB-Testredakteur André Schmidt

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Ja, ich will! Für epische Ausritte oder den jährlichen Alpencross habe ich mein Touren-Bike und bin dort mit 130 mm Federweg glücklich. Ein Enduro dagegen ist für mich das perfekte Zweitbike. Mit voller Spaßgarantie. Verstehen Sie mich nicht falsch, auch ich mag bergauf keine Bleiente treten. Aber ich brauche im Downhill Reserven und Sicherheit. Keine Enduro-Mogelpackung! MB-Testredakteur André Schmidt über Lust und Last der neuen Enduro-Leichtigkeit.

So sieht das optimale Enduro-Fully aus

Laufräder: Wer es bergab richtig stehen lässt, braucht hochsolide Laufräder. Breite, stabile Felgen und griffige sowie vor allem pannensichere Reifen sind absolute Pflicht!

Bremsen: Zu kleine Bremsscheiben stellen bei Enduros ein Sicherheitsrisiko dar. Daher: 200er-Scheiben vorne, hinten mindestens 180er-Scheiben!

Winkel: Je steiler der Lenkwinkel, desto wendiger, aber auch tendenziell nervöser fährt sich ein Bike. Piloten mit Downhill-Präferenz wählen ein Enduro mit flacherem Lenkwinkel unter 67°.

Sitzwinkel: um 71-72°.

Lenkwinkel: um 67°.

Federweg Gabel: um 160 mm als Standard.

Federweg Dämpfer: um 160 mm.

Enduro-Fullys: Zwölf Modelle im Test

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MB Enduro-Fullys Das optimale Enduro-Fully

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Das sollten Sie bei Versender-Bikes wissen

Vorteile: Der Versender spart die letzte Vertriebsebene, den Fachhandel, ein. Hält so die Preise niedrig. Prima für den Kunden!

Nachteile: Probefahrt und Beratung am Bike wie bei einem guten Händler sind meist nicht oder nur mit viel Aufwand (Fahrt zum Flagship-Store) zu realisieren. Zudem erfolgt der Service meist nur via Hotline. Kleinere Reparaturen muss der Kunde in der Regel selbst durchführen – oder im ­Bikeshop entsprechend bezahlen.

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