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MB E-Bikes - KTM eGo Fahrbild
MB E-Bikes - KTM eGo Akku
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E-Bikes: Zwei Modelle im Test - plus weitere Angebote im Überblick

E-Volution in der MTB-Szene

Keine Frage: Bikes mit Elektroantrieb liegen im Trend – und das nicht nur bei Stadträdern. Auch im MTB-Bereich hält der elektrische Hilfsmotor, der die eigene Muskelkraft unterstützt, nach und nach Einzug.

MB hat zwei Bikes mit E-Motor getestet und auf ihre Tauglichkeit im Offroad-Einsatz überprüft: das KTM eGo und den Offroad-Flyer. Auf den folgenden Seiten gibt’s die Testberichte zu diesen Modellen. Außerdem: verschiedene Elektroantriebe im Überblick.

Jetzt ist Ihre Meinung gefragt: Wie stehen Sie zum Thema Mountainbikes mit Elektroantrieb? Bleiben E-Bikes und Pedelecs nur ein kurzer Hype oder werden sich die Räder – passables Gewicht und ein vernünftiger Preis vorausgesetzt – am Markt etablieren?

Elektro-Bike im Test - Offroad-Flyer

MB E-Bikes - Offroad-Flyer Bike
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Alle wichtigen 2010er-Bikes von der Eurobike

Diese Produkte haben wir getestet:

Von MB getestet: KTM eGo

Elektro-Bike KTM eGo im Test - plus Detailbilder

MB E-Bikes - KTM eGo Bike
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Unverhohlene Skepsis schlägt dem eGo Race meist bei der ersten Begegnung entgegen: „Wer braucht denn sowas?“ „Unser erstes geländetaugliches E-Bike“, gibt Hersteller KTM die Antwort, „hilft, Plätze, Almen, Gipfel zu erreichen, die zu Fuß zu weit, mit dem Rad zu beschwerlich und mit dem Auto verboten sind.“ Aha. Auf Skepsis folgt Neugier. Ausprobieren? Klar, warum nicht. Und spätestens nach der ersten Proberunde ist der Bann gebrochen. „Wow! Das geht ja mächtig voran, macht richtig Spaß!“ Es folgen Fragen nach Akkulaufzeit, Preis, Gewicht.

Elektro-Bike im Test - Offroad-Flyer

MB E-Bikes - Offroad-Flyer Bike
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Nüchtern betrachtet, ist das eGo Race ein 2400 Euro teures und mit rund 21 Kilo eindeutig übergewichtiges Hardtail. Die Ausstattung? Präsentiert sich zweckmäßig, aber alles andere als edel: Shimano- Deore-Antrieb, preiswerte Rock-Shox-Dart-Stahlfedergabel mit 100 mm Federweg, Maguras Einsteiger-Scheibenbremse Julie. Der Grund für das Übergewicht ist nicht zu übersehen: Im Rahmendreieck thront ein mächtiger LiMn-Akku, in der riesigen Hinterradnabe sitzt ein Elektromotor mit 250 Watt Leistung.

Das Rad wird damit zum „Pedelec“, der Motor unterstützt den Biker beim Pedalieren. Sensoren an der Hinterradachse ermitteln die vom Fahrer aufgebrachte Tretkraft, der E-Motor schießt auf Wunsch 35, 75, 150 oder 300 % der eigenen Leistung zu. Hört der Biker auf zu treten, schaltet sich auch der Motor ab. Auch ab 25 km/h riegelt der Motor ab, er dient also in erster Linie als Anfahr- und Bergauffahrhilfe.

Der Umgang mit der geballten Ladung Technik gestaltet sich erfreulich unspektakulär. Spektakulär ist dagegen der Antritt in Stufe 4 (300 %). Eine halbe Kurbelumdrehung genügt – und ab geht die Post! Geräuschlos schiebt der Motor ganz ohne Ruckeln an – Beschleunigen wie ein Weltklassesprinter. Leider zeigt das Digitaldisplay im Handumdrehen 25 km/h, und der E-Motor stellt seine Mitarbeit wieder ein.

Wer dann nur mit Muskelkraft weiter beschleunigt, merkt, wie schwer das Bike tatsächlich ist, wie heftig die vielen Kilos an der ersten kleineren Steigung bremsen. Doch sobald die Geschwindigkeit unter die magische 25 fällt, setzt der Schub wieder ein. Steile Rampen verlieren komplett ihren Schrecken, lange Anstiege nimmt der KTM-Fahrer mit einem entspannten Lächeln. Klar, treten muss er. Doch selbst 15 %ige Schotteranstiege erklimmt er mit dem eGo locker auf dem großen Blatt.

Beim Abfahren lässt sich der Motor als Generator einsetzen („Rekuperation“), ebenfalls in vier Stufen einstellbar. Für unsichere Biker und Angstbremser gerade auf Schotter eine feine Sache: Dank der „Motorbremse“ lässt sich die Geschwindigkeit inbesondere auf längeren Abfahrten dosiert und effektiv kontrollieren, die Magura-Stopper kommen kaum zum Einsatz. Praktischer Nebeneffekt: Der Akku wird geladen (auch beim Betätigen der Hinterradbremse), die Reichweite soll sich so um bis zu 15 % verlängern lassen.

Wie lange der Akku Strom liefert, hängt von Topografie und Fahrverhalten ab. 25 bis 90 km sollen mit einer Ladung zu schaffen sein, drei bis vier Stunden dauert das Laden am Netz per Ladegerät.

Je geringer die Unterstützung durch den Hilfsmotor, desto geringer die Kraftspitzen, die er einbringt. Entsprechend fährt sich das KTM in den schwächeren Stufen (1/2) „runder“ – angenehm auf Trails und holprigen Waldwegen. Wird’s richtig ruppig oder verwinkelt, kommt der KTM-Pilot schnell an die Grenzen: Hohes Gesamtgewicht, die Angst vor Durchschlägen und das schwerfällige Handling lassen harten Geländeeinsatz nicht zu.

Für Biker, die viel auf Schotter- und Forstwegen unterwegs sind, ist das eGo dennoch eine Überlegung wert. Sei es als Transportmittel für Pendler, die auch abseits befestigter Wege fahren wollen. Als kräfteschonende Alternative für Biker mit Kinderanhänger. Oder als Rad für Biker mit Trainingsrückstand, die schweißtreibende Auffahrten fürchten oder gern mit leistungsstärkeren Partnern touren.

Gegen motorisierte MTBs spricht das (noch) hohe Gewicht, das ernsthafte Gelände-Ambitionen im Keim erstickt, sowie der Anschaffungspreis für Bike und teuren Ersatzakku (ca. 900 Euro).

Fazit:

Noch wirft das Thema E-Antrieb im MTB viele Fragen auf – nach Zuverlässigkeit, Haltbarkeit, Risiken bei Stürzen. Doch die Entwicklung steht erst am Anfang, das Potenzial ist riesig. Was die Zukunft bringt? Ist ungewiss, sie hat gerade erst begonnen.

Alle wichtigen 2010er-Bikes von der Eurobike

Von MB getestet: Offroad Flyer

Elektro-Bike im Test - Offroad-Flyer

MB E-Bikes - Offroad-Flyer Bike
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In der E-Bike-Szene gilt der Hersteller Flyer als Pionier. 2010 bieten die Schweizer erstmals Offroad-taugliche Modelle an, zunächst Hardtails, in Kürze auch Fullys.

MB-Mitarbeiter Thomas Giger durfte das Offroad-Flyer (X-Serie genannt) bereits fahren – und nahm es auf die harte Tour. Wohl wissend, dass die Ausrichtung der ersten E-MTB-Modelle nicht auf Hardcore-Biker abzielt, sondern auf Radler mit gemäßigten Gelände-Ambitionen.

Elektro-Bike KTM eGo im Test - plus Detailbilder

MB E-Bikes - KTM eGo Bike
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Dass der Offroad-Flyer auf Waldwegen und leichten Trails eine gute Figur abgibt, zieht er nicht in Zweifel: Der tiefe Schwerpunkt und der lange Radstand lassen unproblematische Fahreigenschaften erwarten. Doch taugt der Offroad-Flyer auch für den alpinen MTB-Einsatz? Die Teststrecke beginnt mit einem langen Anstieg. 60 bis 70 Minuten dauert die Auffahrt üblicherweise. Bei vergleichbarem Krafteinsatz schafft das Flyer die Strecke in nur 40 Minuten!

Während der Auffahrt spendete der stärkste der drei Antriebsmodi Unterstützung und verbrauchte dabei fast drei Viertel der Akkuleistung – für lange Touren kaum ausreichend. Auch die 9-Gang-Nabenschaltung ist nicht alpentauglich, der erste Gang für steile Anstiege zu hoch übersetzt.

Die Gretchenfrage: Was taugt das Bike bei der Abfahrt? Erster Abschnitt: ein leicht abfallender Höhenweg mit Kurven und kurzen Gegenanstiegen. Für dieses Terrain scheint das Flyer gemacht. Aus Kurven beschleunigt es fast schon gefährlich schnell, die Anstiege fliegt es förmlich hinauf.

Nahezu spielerisch überwindet das Bike auch kleine Absätze: Der Elektromotor gibt seine Kraft exakt im richtigen Moment frei, eine halbe Kurbelumdrehung reicht aus, um Stufen mühelos zu überwinden – ein völlig neues Fahrgefühl. Es folgen steile, steinige, kurz: technisch schwierige Passagen. Das Bike macht auch hier einen passablen Eindruck, der lange Radstand sorgt für Laufruhe. Weniger überzeugen die racelastige Front mit 100-mm-Gabel, langem Vorbau und Flatbar.

Fazit:

Das Flyer ist im alpinen Einsatz nur eingeschränkt nutzbar. Dennoch hat der E-Antrieb auch im MTB-Sport Zukunft – wenn das Gewicht noch ab- und die Akku-Power zunimmt.

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Noch mehr E-Bike-Varianten

Elektro-Bike KTM eGo im Test - plus Detailbilder

MB E-Bikes - KTM eGo Bike
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Elektro-Bike im Test - Offroad-Flyer

MB E-Bikes - Offroad-Flyer Bike
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MB E-Bikes - Focus Jarifa Offroad
Focus Jarifa Offroad.

Bikes mit Elektroantrieb werden häufig als ­E-Bikes bezeichnet, obwohl es sich beim Gros der angebotenen Modelle per Definition um sogenannte Pedelecs handelt. Während „echte“ E-Bikes nur mit der Kraft ihres Elektromotors fahren können, bedarf es beim Pedelec der Mitarbeit des Fahrers: Der Motor greift lediglich unterstützend ein, solange der Radler in die Pedale tritt.

Die meisten dieser Räder sind ausschließlich für den Einsatz auf der Straße ausgelegt. Mit dem KTM eGo, dem auf der Eurobike vorgestellten Focus Jarifa Offroad (Bild rechts) oder dem Flyer X kommen in den nächsten Monaten die ersten Pedelecs auf den Markt, die auch für den Offroad-Einsatz taugen sollen. Bei Pedelecs für den deutschen Markt arbeitet der Motor nur bis 25 km/h – einen Führerschein braucht es deshalb so wenig wie ein Versicherungskennzeichen.

MB E-Bikes - Gruber Assist Motor
Der nachrüstbare Gruber-Assist, ein kleiner Motor - versteckt im Sitzrohr.

Unterschiedliche Antriebskonzepte übertragen die Kraft übers Vorderrad oder Hinterrad. Während KTM auf den auch als Nachrüstsatz angebotenen ­BionX-Antrieb mit Radnabenmotor setzt, verbauen Focus und Flyer Mittelmotoren, die in Tretlagernähe sitzen und spezielle Rahmenformen erfordern.

Eine Alternative zum Komplettrad bietet der österreichische Hersteller Gruber mit seinem nachrüstbaren Gruber-Assist. Ein kleiner, allerdings nicht geräuschlos arbeitender Motor versteckt sich im Sitzrohr (Bild oben) und treibt auf Knopfdruck direkt die Tretlagerwelle an.

MB E-Bikes - Gruber Assist Akku Satteltasche
Der Akku - versteckt im Satteltäschchen.

Der vergleichsweise kompakte Akku steckt in einem unauffälligen Satteltäschchen (Bild rechts, www.gruberantrieb.com).

MB E-Bikes - Quantya
E-Bike von Quantya.

Geländespaß vom Feinsten versprechen die E-Bikes von Quantya (Bild links). Optik und Fahrverhalten erinnern an leichte Geländemotorräder, für den Straßeneinsatz ist eine Zulassung als Leichtkraftrad und ein entsprechender Führerschein notwendig. In so genannten „Quantyaparx“ können die leisen, drehmomentstarken Elektro-Bikes auch ausgeliehen werden (www.quantya.eu).

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Video: Das neue Focus Jarifa Offroad - getestet beim MB Testival in Latsch

Eines davon: das Jarifa Offroad. Ab November 2009 ist das Bike voraussichtlich erhältlich. Der Preis: 3000 Euro. Während des MountainBIKE Testivals in Latsch ist MB-Testchef Alexander Walz das Jarifa Offroad Probe gefahren. Hier seine Eindrücke:

Video: MB-Testchef Alexander Walz zum neuen Focus Jarifa Offroad:

MB Video Alexander Walz Focus Jarifa Offroad

Elektro-Bike KTM eGo im Test - plus Detailbilder

MB E-Bikes - KTM eGo Bike
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Elektro-Bike im Test - Offroad-Flyer

MB E-Bikes - Offroad-Flyer Bike
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