Cannondale Judge

Cannondale Judge

Richter Cannondales Judge soll 2006 den Downhill-Weltcup entscheiden. MB urteilte bergab.

Erstaunlich: Man sieht die bedrohlich dicken Schotterblöcke, man hört auch, wie sehr das Fahrwerk mit den groben Dingern kämpft. Nur dass an Lenker und Pedalen kaum etwas von der Ruppigkeit ankommt. Das neue Cannondale Judge FR1 bügelt den Weg platt. Basta. An der vorderen Fox 40 so, dass es auch im losen Geröll präzise lenkt. Und am umgelenkt abgestützten, eingelenkigen Hinterbau so, dass ganz nach Wunsch Haft- oder Gleitreibung herrscht.
Beschleunigen: Über Lenker und das kurze Oberrohr gebeugt, und Dampf in die Pedale! Trotz 220 Millimetern Federweg überrascht der Hinterbau mit erstaunlicher Stabilität, hält sich das Wippen in Grenzen – wichtig für Zwischensprints im Downhill. Wobei auch 18,5 kg helfen – wenig für so eine Waffe.
Und auch das noch: Rumst’s mal richtig, reagiert das Heck progressiv – keine Durchschläge, kein Wegsacken. Wobei ungewollte Hart-Landungen dank der hervorragenden Manöverierbarkeit des Judge meist glimpflich abgehen – auch, weil das Teil äußerst robust aufgebaut ist. Fette Lager, Steckachsen, ein mächtiger, an ultralangen Raupen verschweißter Steuerkopf, Pulverbeschichtung, Monster-Ausfallenden, Bashguard – das von MB getestete FR1 wirkt superstabil.
Fazit: Das Judge findet seinen Weg auch da, wo’s für die meisten Biker bisher nicht entlangging. Besonders der Hinterbau gefällt: Die Umlenkung macht den Eingelenker zum Tausendsassa: sensibel beim Rollen, stabil beim Trampeln, enorme Reserven im ganz Groben.

Cannondale Judge
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