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Mountainbikes im Test: 15 All-Mountains zwischen 3.200 und 4.000 Euro (Modelljahr 2016)

Allround-MTBs im Test: 15 All-Mountain-Fullys

In diesem MTB-Test treten 15 wahre Alleskönner-Mountainbikes mit 140/150 mm Federweg und 27,5"-Laufrädern gegeneinander an. Wer aktuell den besten Allrounder baut, zeigt dieser Test.

Geniale Trails, mal mit viel Flow zu fahren, mal von allerhöchstem Anspruch. Selbst im Winter staubtrockene Pfade in mediterran angehauchter Natur. Eingerahmt von einer atemberaubenden Kulisse mit schneeköpfigen 3000ern als stille Beobachter.

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Wer je – wie wir zu diesem Test – im sonnenverbrannten Vinschgau (Südtirol, Italien) zum Mountainbiken war, der wird noch Jahre später davon schwärmen. Und er wird rasch gemerkt haben, dass man in diesem hochalpinen Gelände mit einem Marathon- oder Tourenfully und mit 100–120 mm Federweg nicht so recht zu Downhill-Hochgenüssen kommt.

Ein Enduro mit 160/170 mm Hub wiederum würde bergab wohl den Trail zum Glühen bringen, nicht jeder der steilen Gipfel und hochgelegenen Hütten ist damit aber aus eigener Kraft erreichbar. Zumindest nicht (Urlaubs-)Tag für Tag. Daher muss ein veritabler Alleskönner her: ein All-Mountain-MTB!

Kein Wunder, dass diese Kategorie bei den MountainBIKE-Lesern Jahr für Jahr zur beliebtesten gekürt wird. 140–150 mm Federweg, das erscheint den meisten gerade recht.

Zumal so ein All-Mountain ja nicht nur in den Alpen bewegt wird, sondern auch für die Hausrunde, den Tagestrip ins Mittelgebirge oder für einen Hobby-Marathon herhalten soll. Denn wer kann sich schon ein Enduro/Freeride-Fully einerseits und ein Racefully andererseits als Zweit- und Drittbike leisten?

Auch der Trend zu 27,5"-Laufrädern/Reifen ist klar erkennbar: 59 Prozent der MountainBIKE-Leser würden bei ihrem nächsten Bike 27,5"/650B wählen. Und in der AM-Kategorie dürften es noch deutlich mehr sein. Dass nun einst eiserne 29"-Befürworter wie BMC oder Specialized ihre Fullys mehr und mehr auf 27,5" stellen, erstaunt nicht ...

MountainBIKE Laufradgrößen-Finder: Mit wenigen Klicks zur passenden Größe

Die Bikes im großen All-Mountain-Test

Gleich 15 All-Mountain-Fullys treten in diesem Test an, um das Allround-MTB des Jahres zu küren. Darunter sind große Namen wie Centurion No Pogo 3000.27, Cube Stereo 140 C:62 Race 27.5, Scott Genius 730, Specialized Stumpjumper FSR Comp Carbon 650B oder Trek Remedy 8 650B. Und spannende Neulinge: etwa das Felt Decree 3 oder das Ghost SL AMR X LC 8. Nur Cannondale und Merida folgten der Einladung nicht.

Den Preisrahmen steckte die MountainBIKE-Redaktion von rund 3200 bis 4000 Euro. Das schreit nicht nach Schnäppchenalarm – aufgrund des schwachen Euros ist der Bike-Jahrgang 2016 leider signifikant teurer geworden. Auch ein Blick auf die Ausstattungslisten, speziell der „Edelmarken“, erklärt diese Wahl: Wer viel weniger anlegt, muss deutliche Abstriche machen. Die Folge: höheres Gewicht, schlechtere Allround-Eigenschaften.

Und dennoch: Die enormen Qualitätsunterschiede bei den MTB-Parts erstaunen, vor allem bei Laufrädern, Bremsen und Schaltungs-/Antriebskomponenten. So verbauen neun der 15 Mountainbike-Hersteller Shimanos neue, famose XT-Gruppe mit 2 x 11 Gängen (Giant Trance 1: 1 x 11) in lupenreiner Ausführung – perfekt für diese Preisklasse.

Beim Rest glänzt jedoch maximal das Schaltwerk der alten XT, der Rest klimpert meist auf billigerem Deore-Standard. Und Sram? Spielt in dieser Kategorie aktuell anscheinend gar keine Rolle: Nur Trek verbaut die US-Schaltung am Trek Remedy 8 650B mit den Sram-typischen 1 x 11 Gängen, die sich knackig und im besten Sinne „einfach“ schalten lassen – aber auch weniger Bandbreite bieten.

Große Unterschiede bei der Qualität der Parts

Zurück zum Deore-Niveau: Bei der Schaltung ist dies wenig standesgemäß, aber nicht kritisch – bei den Bremsen schon. Hier fallen die Deore-Stopper spürbar ab, bieten für alpines Bergabfahren zu wenig Power und Standfestigkeit. Erst recht, wenn am Hinterrad dann noch eine mickrige 160er-Disc (Felt Decree 3, Specialized Stumpjumper FSR Comp Carbon 650B) rotiert.

Kein Sicherheitsrisiko, aber doch nervenaufreibend ist die Reifenwahl vieler Hersteller. Ein Race-Pneu (Scott Genius 730) hat an einem AM genauso wenig zu suchen wie ultraleichte, aber dünnwandige „Papierreifen“ (Radon Slide Carbon 140 8.0). Auch die spröde wirkende, pannenanfällige Performance-Ausführung der Schwalbe-Reifen (Felt Decree 3, Marin Mount Vision 8) sorgte für Verdruss. Insgesamt zählten unsere MountainBIKE-Tester in einer Woche im Vinschgau knapp 20 Platten!

Generell empfiehlt sich für so knorriges Gelände, die Räder auf Tubeless-Ready, also auf Milch statt Schlauch, umzurüsten: Gut: Bei fast allen Bikes im Test sind Felgen/Reifen dafür freigegeben – ein Blick auf die Hersteller-Webseiten klärt Zweifel.

So schwach teils die Wahl der Anbauteile, desto überzeugender (und für die Fahreigenschaften viel wichtiger) sind zumeist die jeweils spezifizierten Federelemente. Bei den Federgabeln ragt einmal mehr Rock Shox’ großer Wurf, die Pike, heraus – der die ebenfalls gern verbaute Fox 34 Float kaum mehr nachsteht.

Negative Kritik gab es an der teuren, leichten, aber unterdimensioniert wirkenden DTSwiss-Gabel im Bergamont Trailster 8.0, an der im Vergleich zu Pike bzw. 34 weniger starken Revelation im Specialized Stumpjumper FSR Comp Carbon 650B und an der „harschen“ Fox Talas im Ghost SL AMR X LC 8.

Im Heck werkeln ausschließlich hochwertige MTB-Federbeine von Fox und Rock Shox. Mit einigen spannenden, eigenentwickelten Spezialisten wie dem dreistufigen Nude-Dämpfer im Scott Genius 730, dem via Spezialventil kinderleicht abstimmbaren Federbein im Specialized Stumpjumper FSR Comp Carbon 650B, dem schluckfreudigen Doppelkammer-Stoßdämpfer am Trek Remedy 8 650B oder dem wirklich faszinierend gut funktionierenden, elektronisch geregelten Hinterbau am Lapierre Zesty AM 427 E:i. Andere wie Canyon (Canyon Spectral CF 9.0) oder Giant (Giant Trance 1) beweisen, dass es aber auch ohne großes „Schischi“ am Bürzel geht.

Überhaupt ist das Niveau in Sachen Kinematik inzwischen erfreulich hoch. Im Ideal so: Bergauf sollten die Hinterbauten auch ohne zugeschaltete Wippunterdrückung/Plattform am Dämpfer antriebsneutral agieren. Das heißt, sie dürfen nur minimal wippen und auf keinen Fall wegsacken – bei dennoch hoher Traktion. Bergab müssen sie fein ansprechen, bei mittleren Schlägen stabil im Federweg stehen, bei groben Stößen in einer kurzen, aber knackigen Progression enden.

Drei Bikes glückt dieser Spagat weniger galant: Das Felt Decree 3 und das Radon Slide Carbon 140 8.0 bestechen mit enormer Effizienz im Uphill, geizen aber runterzu an Sensibilität und Schluckfreude. Umgekehrt das Ghost SL AMR X LC 8, das sich berghoch ohne Wippunterdrückung selbst bei bewusst „rundem Tritt“ des Fahrers aufschaukelt.

Unter der Lupe: Rahmenmaterial und Gewichte der Test-Bikes

Carbon oder Alu? Auch die Frage des MTB-Rahmenmaterials dürfte potenzielle All-Mountain-Käufer umtreiben. Grundsätzlich hat beides seine Berechtigung, die Angst vor plötzlich berstenden Carbon-Rahmen ist heutzutage unbegründet. Hochwertige Kohlefasern reagieren etwa auf Steinschläge sogar zäher, also widerstandsfähiger, als dünnwandiges Alu – wenn es zu einem Schaden kommt, ist dieser aber oft schwerer zu erkennen und zu beurteilen.

In puncto Gewicht ist Carbon dafür bestechend, wie die mit je rund 2500 Gramm himmlisch leichten Voll-Carbon-Rahmen vom Canyon Spectral CF 9.0, dem Cube Stereo 140 C:62 Race 27.5, dem Felt Decree 3 sowie dem Radon Slide Carbon 140 8.0 beweisen. Dabei erzielt der neue Decree-Frame von Felt sogar die besten Steifigkeitswerte im Test. Hier schwächelt mit dem Giant Trance 1 ausgerechnet ein Aluminium-Rad, auch das Specialized Stumpjumper FSR Comp Carbon 650B (Carbon-Rahmen mit Alu-Streben) erreicht den von MountainBIKE definierten grünen Bereich von 60 Nm/° am Lenkkopf knapp nicht.

Eine edle Ausstaffierung, ein federgewichtiger Rahmen – das wirkt sich positiv auf das Gesamtgewicht aus. Mit Canyon (Canyon Spectral CF 9.0), Cube (Cube Stereo 140 C:62 Race 27.5), Felt (Felt Decree 3), Giant (Giant Trance 1) und Radon (Radon Slide Carbon 140 8.0) unterbieten jedoch nur fünf Bikes die für ein All-Mountain magische 13-Kilo-Grenze.

Dass sich diese eleganten Leichtgewichte – speziell das Canyon Spectral CF 9.0, das Felt Decree 3 und das Radon Slide Carbon 140 8.0 – zumeist sagenhaft feurig antreiben lassen, dass sie beherzt und leichtfüßig klettern und vor dem höhenmeterreichen Alpencross nicht scheuen, verwundert kaum.

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MTB

Auch die in Ausrichtung und Aufbau durchwegs sportlich gestylten Mountainbikes von Marin (Marin Mount Vision 8) und Scott (Scott Genius 730) schlagen in diese Flink-und-flott-Kerbe. Das Centurion No Pogo 3000.27, das Ghost SL AMR X LC 8 und das Rose Granite Chief 2 27,5" zählen im Kern ebenfalls zur „tourigen“ Ausdauerfraktion, bestechen dabei jedoch mehr mit außerordentlichem Komfort und sachlich-ruhigem Handling als mit überschäumendem Elan.

Im gänzlich gegensätzlichen Charakterfach unterwegs sind die mit deutlich über 14 Kilo reichlich (über-)gewichtigen Bikes von BMC (BMC Speedfox 03 Trailcrew) und Lapierre (Lapierre Zesty AM 427 E:i): Bergab gibt es kaum Besseres, selbst das ein oder andere Enduro dürfte gegen diese Wonneproppen das Nachsehen haben – wie auch gegen das ebenfalls formidabel abfahrende Trek Remedy 8 650B. In ihrem hochgradig spielerischen, wuseligen, meist genialen Handling sind das Giant Trance 1 und das Specialized Stumpjumper FSR Comp Carbon 650B Traum-Bikes – wenn man sie entsprechend zu beherrschen weiß.

Gesucht aber wurde der beste Allrounder: Und der kommt einmal mehr von Canyon. Das Canyon Spectral CF 9.0 brilliert in nahezu jeder Disziplin, setzt auch dank des neuen Carbon-Rahmens durchaus neue Maßstäbe im All-Mountain-Bereich. Diesem Alleskönner am nächsten kommt das etwas bravere, dennoch superbe Cube Stereo 140 C:62 Race 27.5.

Diese Produkte haben wir getestet:

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Fully-Tests
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Fully-Tests

Gewichte und Steifigkeiten der Test-Bikes

Die mit Präzisionswaagen ermittelten Einzelgewichte zeigen, wo die Pfunde an den Testbikes stecken. Canyon (Canyon Spectral CF 9.0), Cube (Cube Stereo 140 C:62 Race 27.5), Felt (Felt Decree 3), Giant (Giant Trance 1) und Radon (Radon Slide Carbon 140 8.0) unterbieten die 13-Kilo-Marke. Der Rahmen des Lapierre Zesty AM 427 E:i ist auch aufgrund des mitgewogenen elektronisch geregelten Federbeins („E:I“) so schwer.

15 All-Mountain-Bikes zwischen 3.200 und 4.000 Euro im Test

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MountainBIKE
MountainBIKE 0216 All-Mountains Gewichte

Eine hohe Lenkkopfsteifigkeit sorgt für ein präzises Handling – das Bike tanzt quasi nicht aus der Reihe. Werte über 60 Nm/° definiert MountainBIKE auch für schwere Fahrer als ausreichend. Das Giant Trance 1 und das Specialized Stumpjumper FSR Comp Carbon 650B verfehlen den grünen Bereich – hier ist eine Probefahrt ratsam. „Bocksteif“ sind das BMC Speedfox 03 Trailcrew und das Felt Decree 3.

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MountainBIKE
MountainBIKE 0216 All-Mountains Lenkkopfsteifigkeiten

All-Mountain-Fullys: Punktevergabe und Benotung

Schon immer lag jedem MountainBIKE-Radtest eine komplexe und komplizierte Punkteberechnung zugrunde. Um Ihnen, liebe Leser, nun noch mehr Transparenz und Informationen zu bieten, gibt es die bislang „geheime“ Punktetabelle in jedem Biketest zum Nachlesen!

Zusätzlich hat die Redaktion die Bewertungskategorien zur neuen Saison reformiert und die Punktevergabe generell „angezogen“ – um der aktuellen Generation von Mountainbikes gerecht zu werden und diese differenzierter zu beurteilen. Das bedeutet auch: Es gibt jetzt weniger „überragende“ Bikes, und ein „gutes“ Bikes ist wirklich „gut“.

In Summe maximal 250 Punkte vergibt MountainBIKE, aufgeteilt in zwölf Bereiche.

Ganz wichtig: Die jeweilige Gewichtung, wenn etwa für Downhill 20 oder aber 30 Punkte verteilt werden, ändert die Redaktion von Test zu Test. Nur so lassen sich Mountainbikes innerhalb unterschiedlicher Kategorien bewerten und vergleichen. So ist bei einem Marathon-Bike das Gewicht naturgemäß viel wichtiger als bei einem All-Mountain wie in diesem Test – Letzteres muss dafür etwa beim Fahrspaß stärker glänzen.

Rund die Hälfte der Bepunktung (Gewicht Bike, Gewicht Rahmen, Rahmensteifigkeit, Ausstattung, Verarbeitung/Sonstiges) resultiert direkt aus Laborergebnissen oder aus der Analyse der MountainBIKE-Techniker. Die anderen Punkte berechnen sich wiederum aus den (hier nicht abgebildeten) Einzelnoten der vier erfahrenen Bike-Tester aus dem Praxistest.

Zusammen gewährleistet dies einen für den künftigen Käufer optimalen Mix aus sowohl objektiven wie auch subjektiven Testurteilen.

15 All-Mountain-Bikes zwischen 3.200 und 4.000 Euro im Test

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MountainBIKE
Die Punktevergabe und Benotung der 15 Bikes in diesem Test (für Großansicht auf die Grafik oben klicken)

Das Testprozedere beim All-Mountain-Test

Auswahl: Vor jedem Test sucht die Redaktion in langen Diskussionen die Testbikes aus. Kriterien sind etwa der Preis oder der Einsatzbereich – Ziel ist ein homogenes, faires Testfeld. Die Bikes werden bei den Herstellern angefordert, müssen zwei Monate bei MountainBIKE bleiben, ehe sie retourniert werden.

17 Hersteller wurden angefragt, Absagen ohne nähere Begründung gab es nur von Cannondale (Trigger 3) und Merida (One-Forty 7.900).

Praxistest: Jeder Biketest wird von einem Testleiter und drei weiteren erfahrenen Testfahrern/Redakteuren durchgeführt. Auf einem zur Kategorie passenden, selektiven Rundkurs wird jedes Rad von jedem Tester mindestens einmal gefahren.

Danach notieren die Fahrer ihre subjektiven Noten und Eindrücke in acht Bereichen – etwa in Sachen Vortriebseffizienz, Downhill-Eignung oder Fahrspaß. Nach Ende des Praxistests werden alle Testbikes besprochen und die jeweiligen Noten auf ungewöhnliche Abweichungen hin überprüft.

Diesen Praxistest führte MountainBIKE auf höchst anspruchsvollen Trails rund um Latsch im Vinschgau, Südtirol durch.

Labortest: Alle Bikes werden gewogen und danach in ihre Einzelteile zerlegt. Die Rahmen werden einzeln gewogen (wie die Federgabeln und die Laufrad-Reifen-Kombis) und danach vermessen. Das heißt: Alle Gewichte sowie die Daten in den Geometrie-Skizzen sind keine Herstellerangaben, sondern ausschließlich von MountainBIKE ermittelt.

Die Ausstattung wird notiert und ebenfalls mit den Herstellerangaben verglichen. Anschließend werden auf Prüfständen des renommierten EFBEInstituts die Steifi gkeiten der Bikes gemessen. Diese fließen natürlich wie die Gewichte und die Ausstattung in die Bewertung der Bikes ein.

15 All-Mountain-Bikes zwischen 3.200 und 4.000 Euro im Test

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Zeigt den Charakter der Test-Bikes: der MountainBIKE-Profiler

Das Spinnennetz zeigt, wo die Stärken und Schwächen des Bikes in Relation zum Testumfeld liegen. Je größer der Ausschlag in eine der acht Richtungen, desto prägender der Charakterzug.

Ein Allrounder weist rundum eine große Fläche, ein Spezialist eine verschobene Grafik auf. Die jeweiligen Eigenschaften wie Up- oder Downhill sind meist gegensätzlich angeordnet. So sehen Sie auf einen Blick, welches Profil das Bike aufweist.

Die Grafik unten zeigt ein eher abfahrtslastiges Bike mit potentem Fahrwerk – keinen wuseligen Sprinter.

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MountainBIKE 0216 All-Mountains Profiler

Das versteckt sich hinter den Begriffen:

Uphill/Vortrieb: Passt die Traktion? Steigt die Front? Ist die Sitzposition im Steilen gut? Ein niedriges Gewicht steigert den Ausschlag im Profil ebenso wie die Rollfreudigkeit von Laufrädern/Reifen.

Downhill: Ein sicheres Handling ist das A und O, damit ein Bike bergab performt. Dazu fließen die Federung sowie einige Parts wie das Cockpit, die Reifen oder die Bremsen in das Downhill-Profil ein.

Ausstattung: umfasst sämtliche Parts am Bike wie Schaltung, Antrieb, Federelemente, Laufräder, Reifen oder Anbauteile à la Sattel, Griffe, Cockpit. Aber MountainBIKE bewertet auch gelungene Detaillösungen wie die Zugführung.

Rahmen/Fahrwerk: Ein top gemachter Rahmen mit geringem Gewicht, hohen Steifigkeiten, erstklassigen Federelementen sowie einer gelungenen Kinematik bildet die Basis fürs perfekte AM-Fully.

Laufruhe: Hohe Spurtreue bringt Sicherheit bergab, kann unter Umständen aber ins Träge kippen, speziell wenn der MountainBIKE-Profiler einen geringen Ausschlag zeigt in Sachen Wendigkeit.

Wendigkeit: Je wendiger ein Bike, desto agiler, spielerischer lässt es sich bewegen. Ein Ausschlag nur in diese Richtung (ohne viel Laufruhe) lässt jedoch auf Nervosität schließen.

Stabilität: Liegt der Fokus bei Rahmen und Parts weniger auf Leichtbau, sondern auf Solidität, steigt der Ausschlag der Grafik. Der Gegenpart ist Leichtbau.

Geringes Gewicht: Niedriges Rahmen-, Parts- und Gesamtgewicht lassen auf ein spritziges, leichtfüßiges, in Ebene und Uphill flottes Bike schließen.

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