Mountainbikes im Test

Testbericht: YT Jeffsy 27 AL Comp (Modelljahr 2018)

Foto: Benjamin Hahn
Da brennt der Berg! Das YT Jeffsy beweist sich als genialer Abfahrer, der unglaublich satt aufliegt, enorme Laufruhe generiert – und im Groben mächtig Laune macht. Novizen könnte das Bike zu schwer, zu sperrig sein.
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Bewertung

Was uns gefällt

Was uns nicht gefällt

  • Bike/Rahmen sehr schwer

Testurteil

Kauftipp Testurteil sehr gut
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Erst machten sich die Forchheimer in der Dirt-, Freeride- und Downhill-Szene einen Namen, inzwischen gehört YT auch im AM- und Enduro-Segment zu den Trendmarken. Logo, dass das YT Jeffsy für diesen Test gesetzt ist, wobei wir uns gegen die Carbon- und für die preisattraktive Alu-Variante entschieden.

Foto: Benjamin Hahn

Da sitzt der Daumen auch im Trail-Getümmel! Der Hebel der E*thirteen-Vario-Sattelstütze hat eine Anti-Rutsch-Beschichtung.

Mit 2799 Euro ist das YT Jeffsy auch das günstigste Test-Bike, die Parts lassen dennoch keine Wünsche offen: teure Rock-Shox-Federelemente, DT-Swiss- Laufräder, bissige Maxxis-Reifen, Shimano SLX/XT-Schaltung (1 x 11, aber mit „breitbandiger Kassette), Race-Face-Cockpit, E*thirteen-Vario-Stütze – alles bewährt und stimmig.

Dass das YT Jeffsy dennoch fast 14 Kilo wiegt, liegt vielmehr am schweren, dafür sehr steifen, robusten und detailreichen Alu-Rahmen, der unter anderem eine kleine Geometrie-Verstellung bietet und mit extra angepasster Trinkflasche kommt.

Foto: Benjamin Hahn Fotografie

YT kombiniert eine 1 x 11-Schaltung mit einer 9–46er-Kassette von E*thirteen, was eine sehr große Bandbreite von 511 Prozent ergibt.

In freier Wildbahn gesellt sich das YT Jeffsy dann umgehend zu den anderen „Beinahe-Enduros“, zu Rose, Propain & Co. Mit extrem flachem 65°-Lenkwinkel, langem Reach und sehr ausladendem Radstand steht es bergab so sicher wie die Bank von England. Das propere Gewicht und das durstige 150-mm-Fahrwerk trägt ihr Übriges dazu bei, die bergaboptimierten Parts (Cockpit, Bremsen, Reifen) dito. Für schnelle Kurvenwechsel benötigt es aber viel Speed. Oder einen sehr fortgeschrittenen Fahrer. Am besten beides, bei langsamer Fahrt wird es fast etwas kipplig.

Und für den Weg zum Downhill sollte man eh etwas mehr Zeit einplanen. Das besagte Gesamtgewicht, die schwere Laufrad-Reifen-Kombi und der leicht wippende Hinterbau kosten Körner – dafür sind Sitzposition und Traktion aber exzellent, schwere und steile Trails wühlt sich das YT Jeffsy dann auch durchaus strebsam hinauf.

Technische Daten des Test: YT Jeffsy 27 AL Comp

Modelljahr: 2018
Preis: 2799 Euro
Gewicht: 14,0 kg
Rahmengewicht: 3569 g
Federgabel: 1848 g
Gewicht Laufräder: 4858 g
Vertriebsweg: Direktvertrieb
Verfügbare Rahmenhöhen: S, M, L, XL
Getestete Rahmenhöhe: M
Rahmenmaterial: Aluminium
Lenkkopfsteifigkeit: 86,0 Nm/°
Federgabel: Rock Shox Pike RC
Federweg getestet: 150 mm
Federbein: Rock Shox Deluxe RT
Federweg getestet: 150 mm
Gänge und Übersetzung: 1 x 11: 32 Zähne vorne, 9–46 Zähne hinten
Schaltwerk: Shimano SLX
Schalthebel: Shimano XT
Kurbel: Race Face Turbine
Umwerfer:
Bremse: Sram Guide RS
Bremsen-Disc vorne: 200 mm
Bremsen-Disc hinten: 180 mm
Sattelstütze: E*thirteen TRS+(Vario, 150 mm)
Vorbau: Race Face Turbine 50 mm
Lenker: Turbine 780 mm
Naben: DT Swiss M1900 Spline
Laufradgröße: 27,5 ''
Reifen: Maxxis High Roller II Exo TR 2,4"
Testurteil: Sehr gut (208 Punkte)

Geometrie

Bike-Profil

20.04.2018
Autor: André Schmidt
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2018