Mountainbikes im Test

Testbericht: Votec V.MR (Modelljahr 2011)

Votec V.MR
Am V.MR überzeugen Handling, Rahmenwerte und Traum-Parts. Der Hinterbau indes enttäuscht, kostet dieses Jahr das „sehr gut“.
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Bewertung

Was uns gefällt

Was uns nicht gefällt

  • Hinterbau-Performance
  • 2 x 10 für Tourer zu „dick“

Testurteil

Testurteil gut

Als einziges Testrad verfügt das V.MR über eine Niveauregulierung an der Gabel, die Reba-Forke ist stufenlos zwischen 90 und 120 mm verstellbar.

Doch harmonierte ihre komfortversprechende Kennlinie im MB-Test nicht mit dem Viergelenk-Hinterbau und dessen DT-Federbein: Sowohl beim Beschleunigen in der Ebene als auch im Anstieg wippte das Heck stark, fehlte es zudem an Sensibilität und Traktion.

So mangelt es dem per se ausgewogenen V.MR im Gelände an Grip. Schade, denn mit dem breiten Cockpit und dem tiefen Schwerpunkt wäre das Rad zu allen Schandtaten bereit.

Im Downhill punktet es mit flachem Lenkwinkel und sicherem Fahrgefühl, wird aber auch hier durch den Hinterbau beschnitten, der teils verhärtet und nicht all seinen Federweg nutzt.

Ein ersatzweise eingebauter DT-XM180-Dämpfer brachte eine leichte Verbesserung – voll überzeugen konnte die Kinematik noch immer nicht. Superedle Parts! Die 2-fach-Kurbel sollten Tourer im Baukasten jedoch tauschen.

Technische Daten des Test: Votec V.MR

Modelljahr: 2011
Preis: 2789 (Baukasten) Euro
Gewicht: * 12,3 kg
Rahmengewicht: ** 2810 g
Federgabel (Gewicht): 1712 g
Vertriebsweg: Versandhandel
Rahmenhöhen: S/M/L/XL
Getestete Rahmenhöhe: M
Rahmenmaterial: Aluminium
Lenkwinkel: 68,5 °
Sitzwinkel: 74 °
Sitzrohr: 457 mm
Oberrohr: 589 mm
Steuerrohr: 133 mm
Federgabel: Rock Shox Reba RLT
Federweg getestet: 90–120 mm
Federbein: DT Swiss XM180 Remote
Federweg getestet: 120 mm
Schaltwerk: Sram X.0
Schalthebel: Sram X.0
Kurbel: Sram X.0
Umwerfer: Sram X.0
Bremse: Avid Elixir 5
Bremsen-Disc vorne: 185 mm
Bremsen-Disc hinten: 160 mm
Laufräder: Crankbrothers Cobalt XC (System)
Reifen: Schwalbe Nobby Nic Evo 2.25“

* Bike ohne Pedale ** inkl. Dämpfer

Fazit

Am V.MR überzeugen Handling, Rahmenwerte und Traum-Parts. Der Hinterbau indes enttäuscht, kostet dieses Jahr das „sehr gut“.

16.03.2011
Autor: Florian Storch
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2011