Mountainbikes im Test

Testbericht: Specialized FSR XC Pro

Foto: Christoph Malin Specialized FSR XC Pro
Ob flowiger Trailride oder epische Tour – das günstig, aber stimmig aufgebaute FSR glänzt mit Top-Geometrie und Breitbandigkeit.
Zu den getesteten Produkten

Bewertung

Was uns gefällt

Was uns nicht gefällt

  • Solide, jedoch teils schwere Parts

Testurteil

Testurteil sehr gut

Klar, auf den ersten Blick können einige Parts wie etwa die Deore-Kurbel nicht mit der Konkurrenz mithalten, doch schon nach wenigen Kilometern wird deutlich: Hier passt dennoch alles, sämtliche Komponenten sind bewährt und aufeinander abgestimmt. Zudem zeigen die durchgehend verlegten Jagwire-Züge, die pannensicheren Reifen oder die klassisch eingespeichten DT-Swiss-Felgen, dass sich Wartungsarmut und Großserie nicht ausschließen. Und schließlich: Kein Bike im Test huldigt so dem Grundsatz „keep it simple“. 120 mm fixer Federweg, vorne wie hinten, fertig. Auch das ist sorglos! Denn wer hat noch nie im Tal erstaunt festgestellt, dass er versehentlich die Abfahrt mit abgesenkter Gabel oder blockiertem Hinterbau „genoss“? Zu dieser Einfachheit des Biker-Seins passt die fein ausbalancierte Specialized-Geometrie mit tiefem Schwerpunkt: aufsitzen, wohlfühlen, ab auf den Trail. Denn speziell für flowige Pfade ist das FSR geboren, fegt superwendig, aber nie nervös um Radien von kurz bis lang, macht mit dem harmonischen, potenten Fahrwerk richtig Laune. Die verging den Testern auch bergauf nicht. Die schwere, aber solide Laufrad-Reifen-Kombi zehrt zwar dezent an den Kräften, dafür hilft der 75°-Sitzwinkel selbst über steilste Passagen hinweg.

MB-Redakteur Thorsten Lewandowski

MB-Redakteur Thorsten Lewandowski

MB-Redakteur Thorsten Lewandowski zum Specialized FSR XC Pro

„Eines für alles! Wer sich nicht auf grob verblockte Trails spezialisiert, ­findet im FSR einen treuen Wegbegleiter. Ein Bike, das ordentlich klettert und das mit 1A-Geome­trie wunderbar zu dirigieren ist. Hier fühle ich mich wirklich „im Rad“! Alles, was dran ist, funktioniert, nur die Bremse war für mich deutlich zu schwach.“

Meine Tuningtipps: Für die Alpen größere Bremsscheiben wählen! Die anderen Parts sind stimmig, bieten aber etwa bei den Laufrädern Tuningpotenzial.

Technische Daten des Test: Specialized FSR XC Pro

Preis: 1899 Euro
Gewicht: 12,6 kg
Rahmengewicht: * 2630 g
Federgabel (Gewicht): 1632 g
Vertriebsweg: Händler
Rahmenhöhen: S/M/L/XL
Getestete Rahmenhöhe: M
Rahmenmaterial: Aluminium
Lenkwinkel: 69 °
Sitzwinkel: 75 °
Sitzrohr: 442 mm
Oberrohr: 587 mm
Steuerrohr: 121 mm
Federgabel: Rock Shox Reba SL Air
Federweg getestet: 120 mm
Federbein: Fox Triad II Custom
Federweg getestet: 120
Schaltwerk: Shimano XT
Schalthebel: Shimano Deore
Kurbel: Shimano Deore
Umwerfer: Shimano SLX
Bremse: Avid Juicy 4 RSL
Bremsen-Disc vorne: 185 mm
Bremsen-Disc hinten: 160 mm
Laufräder: Specialized/DT Swiss 445D
Reifen: Specialized The Captain 2,0“

*inkl. Dämpfer

Fazit

Ob flowiger Trailride oder epische Tour – das günstig, aber stimmig aufgebaute FSR glänzt mit Top-Geometrie und Breitbandigkeit.

14.08.2009
Autor: André Schmidt
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2009