Mountainbikes im Test

Testbericht: Scott Genius 40

Foto: Benjamin Hahn Scott Genius 40
Ob Trailsurfen, technische Tour oder gar Marathonrennen – das Genius glänzt als Generalist, vereint quasi drei Bikes in einem Fully.
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Bewertung

Was uns gefällt

Was uns nicht gefällt

  • Zu komplexes Setup

Testurteil

Testurteil sehr gut

Das Alleinstellungsmerkmal ist inzwischen Geschichte, geblieben ist der breitbandige Anspruch – bis hin zum Marathonbike. Unterstrichen wird dies von teils „leichten“ Parts (schmale Reifen) und der zwischen Sport und Spaß angesiedelten Sitzposition, die das Scott aber etwas hecklastig macht. Genius-Filetstück ist der eigenständige Dämpfer, dessen drei Modi (offen mit 150 mm, Traction-Mode mit 95 mm, Lockout) vom Lenker aus intuitiv bedient werden. Neu ist, dass der Remote-Hebel parallel die Gabel öffnet und blockiert: praktisch, gerade auf Asphalt! Wer die Fahrwerksvielfalt im Gelände nutzen will, muss vorausdenken, wird dafür bergauf mit Effizienz und bergab mit Schluckfreude belohnt – sofern vorher das sehr komplexe Setup ohne Sag-Anzeige geglückt ist. Auch das Handling passt zum Alleskönner: Trotz gefühlt hohem Schwerpunkt gibt sich das leichte Scott drehfreudig und präzise – nur der letzte Schuss AM-Reserven fehlt.

Technische Daten des Test: Scott Genius 40

Preis: 2795 Euro
Gewicht: 12,5 kg
Rahmengewicht: * 3050 g
Federgabel (Gewicht): 1811 g
Vertriebsweg: Händler
Rahmenhöhen: S, M, L, XL
Getestete Rahmenhöhe: M
Rahmenmaterial: Alu
Lenkwinkel: 68 °
Sitzwinkel: 73 °
Sitzrohr: 450 mm
Oberrohr: 576 mm
Steuerrohr: 119 mm
Federgabel: Fox 32 Talas RL Rem.
Federweg getestet: 110–150 mm
Federbein: Scott Equalizer 2
Federweg getestet: 95+150 mm
Schaltwerk: Shimano XT
Schalthebel: Shimano SLX
Kurbel: Shimano XT
Umwerfer: Shimano SLX
Bremse: Avid Elixir 5
Bremsen-Disc vorne: 185 mm
Bremsen-Disc hinten: 185 mm
Laufräder: DT Swiss 370/465D
Reifen: Schwalbe Nobby Nic EVO 2,25“

* mit Dämpfer

Fazit

Ob Trailsurfen, technische Tour oder gar Marathonrennen – das Genius glänzt als Generalist, vereint quasi drei Bikes in einem Fully.

11.05.2010
Autor: André Schmidt
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2010