Mountainbikes im Test

Testbericht: Rocky Mountain Instinct Alloy 50 (Modelljahr 2018)

Foto: Manfred Stromberg MB Tourenfully Test 2018
Rocky liefert mit dem Instinct ein Bike für Trailfans, das supersicher liegt, dennoch flott um die Kurven wedelt. In technischen Anstiegen gut unterwegs, fehlt jedoch die Sportlichkeit eines klassischen Tourers.
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Bewertung

Was uns gefällt

Was uns nicht gefällt

  • Heck weniger antriebsneutral

Testurteil

Testurteil sehr gut

Der Allrounder aus Kanada widersetzt sich damit jeder Einordnung. Per se kann das Instinct schon locker in der Liga der All-Mountains mitspielen. Was aber auch von der Position des Ride-9-Chips abhängt, mit dem sich Geometrie und Fahrwerksprogression verstellen lassen.

Ist per Chip-Drehung das steilste Setup mit 67°-Lenkwinkel angeschlagen, tendiert das Rocky eher in Richtung Tourer, mit dem flachsten Lenkwinkel von 66° betont es seine Downhill-Eigenschaften noch mehr. Für die Vergleichsfahrten haben wir es in die Mittelposition gestellt.

Foto: Manfred Stromberg MB Tourenfully Test 2018

Bei Rocky lässt sich die Geometrie der Highend-Bikes per Ride-9-Chip variieren. Der Lenkwinkel wird bis zu 1° steiler/ acher.

Mit dann immer noch flachem 66,5°-Lenkwinkel und langem Radstand glänzt das Instinct mit brutaler Fahrsicherheit, liegt enorm sicher auf dem Trail. Kein Bike im Testfeld fliegt so „fluffig“ über Wurzeln und Steine wie das Instinct mit seinem schluckfreudigen Fox-Fahrwerk. Der Fahrer hat durch die flache Front „viel Rad vor sich“, man surft quasi den Trail runter und schiebt das Instinct über das kurze 434-mm-Heck in die Kurven.

Foto: Manfred Stromberg MB Tourenfully Test 2018

Nicht ganz antriebsneutral, aber herrlich schluckfreudig arbeitet der abgestützte Eingelenker am Hinterbau des Instinct.

Geübte haben damit Spaß, fahren flott und spielerisch ab. Es sind ohnehin die technisch anspruchsvolleren Passagen, die dem Kanada-Bike liegen. Auch bergauf. Das Heck schluckt hier Hindernisse problemlos weg und hält das Hinterrad mit griffigem Maxxis-Forekaster-Reifen am Boden.

Wenn es richtig steil wird, fehlt dem 1 x 11-Antrieb (Sram GX) jedoch ein leichter Berggang. Auf planer Schotterpiste fühlt man sich mit der weniger sportlich-straffen Kinematik nicht so wohl, stellt den Dämpfer besser in den Plattform-Modus. Dann rollt das mit 13,4 Kilo nicht zu schwere und robust ausgestattete Rocky ausdauernd vorwärts – ohne zu Sprints zu animieren.

Technische Daten des Test: Rocky Mountain Instinct Alloy 50 (Modelljahr 2018)

Preis: 3199 Euro
Gewicht: 13,4
Rahmengewicht: 3190 g
Federgabel (Gewicht): 1835 g
Gewicht Laufräder: 4568 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Verfügbare Rahmenhöhen: S, M, L, XL
Rahmenmaterial: Alu
Lenkkopfsteifigkeit: 75,7
Federgabel: Fox 34 Float Performance
Federweg getestet: 140 mm
Federbein: Fox Float DPS Evol Performance
Federweg getestet: 140 mm
Gänge und Übersetzung: 1 x 11: 30 Zähne vorne, 11–42 Zähne hinten
Schaltwerk: Sram GX
Schalthebel: Sram GX
Kurbel: Race Face Aeffect
Bremse: Sram Level T
Bremsen-Disc vorne: 180 mm
Bremsen-Disc hinten: 180 mm
Sattelstütze: Race Face Aeffect (Vario, 150 mm)
Vorbau: Rocky Mtn. 50 mm
Lenker: Rocky Mtn. 760 mm
Naben: Sram MTH
Felgen: Sun Düroc 30
Laufradgröße: 29 ''
Reifen: Maxxis Minion DHR 2,3"/Forekaster TR 2
Testurteil: Sehr gut

Geometrie

Bike-Profil

15.02.2018
Autor: Benjamin Büchner
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2018