Mountainbikes im Test

Testbericht: KTM Prowler 2.0

Foto: Daniel Geiger KTM Prowler 2.0
Als „Gemse mit Pedalen“ titulieren die Österreicher ihr Prowler.
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Bewertung


Testurteil

Testurteil sehr gut

Tatsächlich lädt das in Größe 43 naturgemäß kompakte KTM durch eine präzise ausbalancierte, mittige Sitzposition sowohl zur Kraxelei wie zu eleganten Bergab-Ritten. Durch den steilen Lenkwinkel entpuppt sich das Austria-Bike zudem als flinker Kurvengeist, lässt sich prima unter dem Körper durch Kehren drücken, reizt zum Schabernack auf dem Trail. Wird das Gelände grobschlächtiger, hält der supersteife Viergelenker treu die Spur, dem Fahrwerk mangelt es dafür an Eintracht. So mag die fast übersensible Revelation nicht ganz zum sportlich-straffen Hinterbau passen, beim per se guten Vortrieb monierten die Tester ohne Lockout ein Wippen über die Front. Die Ausstattung des günstigen KTM liegt auf LX- und damit mittlerem Niveau, die LX-Bremsen nerven mit schwabbeligem Druckpunkt.

Technische Daten des Test: KTM Prowler 2.0

Preis: 2099 Euro
Vertriebsweg: Händler
Gewicht: 13,2 kg
Rahmengewicht: 3320 g
Federgabel (Gewicht): 1806 g
Getestete Rahmenhöhe: 43 cm
Rahmenmaterial: Alu
Lenkkopfsteifigkeit: 110,2 Nm/Grad
Tretlagersteifigkeit: 127,4 N/mm
Steifigkeit/Gewicht-Index: 71,6
Federgabel: Rock Shox Revelation 409
Federweg getestet: 133 mm
Federbein: Rock Shox Monarch 3.3
Federweg getestet: 148 mm
Kurbel: Shimano LX
Innenlager: Shimano LX
Schaltwerk: Shimano XT
Schalthebel: Shimano LX
Umwerfer: Shimano LX
Kassette: Shimano LX 11-34
Naben: Shimano LX
Felgen: Mavic XM317
Reifen: Schwalbe Nobby Nic 2,25“
Bremse: Shimano LX
Bremsen-Disc vorne: 180 mm
Bremsen-Disc hinten: 180 mm
Vorbau: KTM
Vorbaulänge: 95 mm
Lenker: KTM Satori Pro
Sattel: Selle Italia XR
Sattelstütze: KTM Smica

Kennlinien Federbein (rot)/Federgabel (blau)

Fazit

Das steife, günstige KTM erquickt vor allem Trail-Junkies als agiler, verspielter Kurvenstar mit hohem Fun-Faktor! Trotz des etwas unharmonischen Fahrwerks reicht es so zum „sehr gut“.

29.04.2008
Autor: André Schmidt
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2008