Mountainbikes im Test

Testbericht: Kona Cadabra

Foto: Benjamin Hahn Kona Cadabra
It's magic! Das wandlungsfähige Cadabra ist Klettermaxe wie Mini-Enduro. Mit besseren Parts (Bremse!) wäre es locker „sehr gut“.
Zu den getesteten Produkten

Bewertung

Was uns gefällt

Was uns nicht gefällt

  • Kein Vortriebskünstler
  • Bremse viel zu schwach

Testurteil

Testurteil gut

Grob erklärt: Zwischen Dämpfer und Kettenstrebe steckt eine Zusatzfeder mit einer Art Schlitten, der sich unter Kettenzug mitsamt den Streben nach vorne schiebt – es stehen nur 100 mm Federweg zur Verfügung, die Winkel werden steiler, das Tretlager kommt höher. Bei Schlägen fährt der Schlitten nach hinten, es werden weitere 60 mm Federweg frei, die Geometrie verflacht sich. In der Praxis ist das Setup zwar komplex, danach funktioniert diese automatische Fahrwerks- und Geometrie-Anpassung wie von Geisterhand: Das Cadabra erklimmt trotz etwas Übergewicht und fehlender Gabelabsenkung erstaunlich behände auch steilste Hänge, vermittelt im Downhill mit viel Federweg Komfort und Sicherheit. Geschmackssache ist indes das Handling: Das spurtreue Kona wirkt auch im „DH-Modus“ etwas hochbeinig. Die günstigen Parts mit der für ein AM zu schwachen Bremsanlage kosten knapp das „sehr gut“.

Technische Daten des Test: Kona Cadabra

Preis: 2699 Euro
Gewicht: 13,7 kg
Rahmengewicht: * 3240 g
Federgabel (Gewicht): 1850 g
Vertriebsweg: Händler
Rahmenhöhen: 14/16/17/18/19/20/22 ''
Getestete Rahmenhöhe: 17 ''
Rahmenmaterial: Alu
Lenkwinkel: 68,5 °
Sitzwinkel: 75 °
Sitzrohr: 433 mm
Oberrohr: 581 mm
Steuerrohr: 138 mm
Federgabel: Fox 32 Float RL
Federweg getestet: 150 mm
Federbein: Fox Float RP23
Federweg getestet: 100+160 mm
Schaltwerk: Shimano XT
Schalthebel: Shimano Deore
Kurbel: Shimano SLX
Umwerfer: Shimano Deore
Bremse: Shimano M575
Bremsen-Disc vorne: 180 mm
Bremsen-Disc hinten: 180 mm
Laufräder: Mavic Crossride (System)
Reifen: Kenda Nevegal 2,35“

* mit Dämpfer

Fazit

It's magic! Das wandlungsfähige Cadabra ist Klettermaxe wie Mini-Enduro. Mit besseren Parts (Bremse!) wäre es locker „sehr gut“.

11.05.2010
Autor: André Schmidt
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2010