Mountainbikes im Test

Testbericht: Ghost Asket 5 AL (Modelljahr 2017)

Foto: Daniel Geiger MTB-Test Trail-Hardtails
Das Ghost Asket 5 AL ist ein Trail-Bike durch und durch. Mit flach-langer Geometrie pflügt es präzise und spurtreu über den Trail, betont stets seine Stärken im Downhill. Gute, stimmige Parts.
Zu den getesteten Produkten

Bewertung

Was uns gefällt

Was uns nicht gefällt

  • Wenig spritziger Antritt

Testurteil

Testurteil sehr gut Testsieger

Die Oberpfälzer beweisen, dass man auch für unter 2000 Euro ein wirklich gut gerüstetes 29"-Spaß-Hardtail bekommen kann. Das Ghost Asket 5 AL hat den im Testfeld leichtesten Alurahmen und ist absolut stimmig ausgestattet. So beißt die eher leichte Sram-Level-Bremse ordentlich zu und war im Test auch ausreichend standfest. In die Reihe der preisgünstigen, aber funktionalen Parts reiht sich die Sram-GX-Komplettgruppe (1 x 11) mit ihren knackigen, zuverlässigen Schaltvorgängen ein.

Foto: Daniel Geiger MTB-Test Trail-Hardtails

Ghost montiert den Bremssattel zwischen Sitz- und Kettenstrebe. Die 160er-Scheibe ist zu klein, 180 mm wären weit besser.

Auch bei der Reifenwahl ist Ghost konsequent, zieht Schwalbes Hans Dampf in hochwertiger TLE-Ausführung auf. Die Stollen des All-Mountain-Reifens fressen sich tief in den Boden und lassen nie Grip und Traktion vermissen. Jedoch geizen sie etwas mit Rollfreude.

Generell fehlt es dem Ghost Asket 5 AL etwas an Antrittsschnelligkeit, obwohl es sich dank ausgewogener Sitzposition gut pedalieren lässt. Typisch 29er halt: In der Beschleunigungsphase wirken die Laufräder träge, glänzen später aber mit hoher Tempofestigkeit. Wenn das nicht zu schwere (12,7 Kilo) Ghost Asket mal rollt, dann zielstrebig, auch im steilen Bergauf. Aber das ist eh nicht das Terrain des grünen Flitzers.

Foto: Daniel Geiger MTB-Test Trail-Hardtails

Ein großer Teil der Züge am Ghost Asket ist außen montiert. Das ist nicht hübsch, doch die Züge sind einfacher zu wechseln.

Ghost verspricht der Bike-Gemeinde ein bergablastiges Trail-Hardtail – und liefert es auch. Mit sehr flacher Front (66°-Lenkwinkel!) und langem Radstand liegt das Bike höchst sicher und spurtreu auf dem Trail, lässt sich vom ideal ausblanciert im Bike stehenden Fahrer zielgenau führen. Das Asket giert nach Geschwindigkeit, prescht dann mit ordentlich Zug um die Kurven.

Ungenauigkeiten bei der Linienwahl machen die großen Laufräder und die 34er-Rhythm-Gabel von Fox wett, Stufen, Wurzeln und Steine sind für die Frontpartie eh kein Problem. Auch der Hinterbau kommt, ohne zu bocken, über Hindernisse drüber, könnte aber noch etwas feinfühliger mitarbeiten.

Technische Daten des Test: Ghost Asket 5 AL (Modelljahr 2017)

Modelljahr: 2017
Preis: 1799 Euro
Gewicht: 12,7 kg
Rahmengewicht: 1824 g
Federgabel (Gewicht): 2009 g
Gewicht Laufräder: 4965 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Verfügbare Rahmenhöhen: S, M, L
Getestete Rahmenhöhe: L
Rahmenmaterial: Aluminium
Lenkkopfsteifigkeit: 94,5 Nm/°
Federgabel: Fox 34 Rhythm Boost
Federweg getestet: 130 mm
Gänge und Übersetzung: 1 x 11: 30 Zähne vorne, 11–42 Zähne hinten
Schaltwerk: Sram GX
Schalthebel: Sram GX
Kurbel: Sram GX
Umwerfer: -
Bremse: Sram Level T
Bremsen-Disc vorne: 180 mm
Bremsen-Disc hinten: 160 mm
Sattelstütze: Kind Shock Lev Integra (Vario, 125 mm)
Vorbau: Ghost 45 mm
Lenker: Ghost 760 mm
Naben: Ghost Disc Hub
Felgen: Rodi Black Jack 29"
Reifen: Schwalbe Hans Dampf TLE 2,35"
Testurteil: Sehr gut (211 Punkte)

Geometrie

Bike-Profil

01.03.2018
Autor: Benjamin Büchner
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2017