Mountainbikes im Test

Testbericht: Focus Thunder 2.0

Foto: Benjamin Hahn Focus Thunder 2.0
Das Thunder blitzt als gemütlich-robustes Touren-AM auf, mit feinem Hinterbau. Die Geometrie wirkt indes nicht ganz harmonisch.
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Bewertung

Was uns gefällt

Was uns nicht gefällt

  • Schwer, bergauf zäh
  • „Unrunde“ Front

Testurteil

Testurteil gut

Kein Problem, wenn diese dermaßen sensibel, soft und stabil den Trail umgarnen wie der „Knucklebox-Hinterbau“: „Fühlt sich nach mehr als 130 mm an“, notierten alle Tester! Leichte Antriebseinflüsse sind da gern zu verschmerzen. Für mehr Kopfzerbrechen sorgte die Geometrie mit 150-mm-Variogabel: Voll ausgefahren, ist das Thunder mit flachem 71,5°-Sitzwinkel hecklastig, mit weniger Hub führt die Front trotz feinem Cockpits nervös – eine komplexe Suche nach dem „Sweetspot“ angesichts der langwierigen U-Turn-Verstellung. Noch ärgerlicher indes, dass die Revelation-Gabel nach rund 50 km komplett kollabierte. Bis dahin zeigte sich das Donner-Radl als spurtreu (Länge läuft), die robusten Parts sind bergab ein Fahrspaß-Pfund, allen voran die Vario-Sattelstütze. Bergauf drücken das hohe Gewicht und die „brummigen“ Laufräder jedoch merklich auf die Bremse.

Technische Daten des Test: Focus Thunder 2.0

Preis: 2499 Euro
Gewicht: 13,9 kg
Rahmengewicht: * 3390 g
Federgabel (Gewicht): 1843 g
Vertriebsweg: Händler
Rahmenhöhen: 39, 43, 48, 53 cm
Getestete Rahmenhöhe: 48 cm
Rahmenmaterial: Alu
Lenkwinkel: 68 °
Sitzwinkel: 71,5 °
Sitzrohr: 484 mm
Oberrohr: 614 mm
Steuerrohr: 139 mm
Federgabel: RS Revelation Team
Federweg getestet: 120–150 mm
Federbein: Fox Float RP23 Boostv.
Federweg getestet: 130 mm
Schaltwerk: Sram X.9
Schalthebel: Sram X.9
Kurbel: Shimano SLX
Umwerfer: Shimano SLX
Bremse: Avid Elixir 5
Bremsen-Disc vorne: 185 mm
Bremsen-Disc hinten: 185 mm
Laufräder: Concept/DT Swiss M4800
Reifen: Schwalbe Fat Albert Triple 2,25“

* mit Dämpfer

Fazit

Das Thunder blitzt als gemütlich-robustes Touren-AM auf, mit feinem Hinterbau. Die Geometrie wirkt indes nicht ganz harmonisch.

11.05.2010
Autor: André Schmidt
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2010