Mountainbikes im Test

Testbericht: Drössiger Mo'Flow (Modelljahr 2018)

Foto: Manfred Stromberg 2018er Bikes im Lesertest
Das Drössiger Mo’Flow ist eine Abfahrtsmaschine, deren Fahrwerk sensibel und satt arbeitet. Wie gemacht für Enduro-Fans, die mit 29"-Pneus fahren möchten. Antritt und Vortrieb leiden aber unter dem Gewicht und dem soften Heck.
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Bewertung

Was uns gefällt

Was uns nicht gefällt

  • Heck wippt beim Kurbeln
  • Schwer, wenig spritzig

Testurteil

Testurteil sehr gut

Stahlfederdämpfer, breite 29 x 2,6"-Reifen und 140 mm Federweg lassen keinen Zweifel daran, wo das neue Drössiger Mo’Flow hin will: schnell den Berg runter. Drössiger hat auf der Basis seines Trailbikes Flow ein Rad aufgestellt, das sich zwischen All-Mountain und Enduro ansiedelt.

Die Kombination aus Cane-Creek- Dämpfer und Pike-Gabel von Rock Shox harmoniert super: Sensibel im Ansprechverhalten, zeigt das Fahrwerk fantastische Schluckfreude. Absätze, Wurzeln oder Steine bügelt das Bike platt. Wobei die breiten Pneus und der flache 67°-Lenkwinkel ebenfalls ihren Beitrag leisten. Kurzum: Das Mo’Flow liegt extrem sicher und satt auf dem Trail, lässt sich von nichts aus der Ruhe bringen.

Foto: Manfred Stromberg 2018er Bikes im Lesertest

Markus Borowy, Vertriebler, 47 Jahre

Mittig im Rahmen positioniert, kann der Fahrer die enorme Fahrsicherheit und das überzeugende Handling in vollen Zügen genießen. Dank des kurzen Hecks tänzelt das Drössiger Mo’Flow aber auch schön flott und direkt um die Kehren. „Das Bike lädt zum Spielen ein und macht einfach Spaß“, so Lesertester Markus Borowy. Dem haben wir nichts hinzuzufügen.

Tester und Leser waren sich allerdings auch einig, dass das Drössiger Mo’Flow für seine Abfahrtspotenz bezahlt, sobald Vortrieb und Kletterkünste gefragt sind. Die 2,6"-Reifen beschleunigen doch spürbar zäher als schlanke 29er, außerdem monierte auch Markus das hohe Gewicht von fast 14 kg. Bei harten Antritten sackt das Heck zudem weit ein, fährt sich besser mit der am Dämpfer zuschaltbaren Kletterhilfe.

Schade, denn grundsätzlich zeigt sich das Drössiger Mo’Flow beim Kraxeln zielstrebig, kann vom zentral über dem Tretlager sitzenden Fahrer geschmeidig angetrieben werden und hat dank des GX-Eagle-Antriebs von Sram genug Gang-Bandbreite. Das 1 x 12-Getriebe ist in Sachen Ausstattung das Prunkstück am ohnehin sehr gut und stimmig bestückten Rad.

Technische Daten des Test: Drössiger Mo'Flow

Modelljahr: 2018
Preis: 3499 Euro
Gewicht: * 13,9 kg
Verfügbare Rahmenhöhen: S, M, L
Getestete Rahmenhöhe: M
Vertriebsweg: Fachhandel/Direktvertrieb
Rahmenmaterial: Aluminium
Federgabel: Rock Shox Pike RC
Federweg getestet: 140 mm
Federbein: Cane Creek DB CS IL
Federweg getestet: 140 mm
Gänge und Übersetzung: 1 x 12: 32 Zähne vorne, 10–50 Zähne hinten
Schaltwerk: Sram GX Eagle
Schalthebel: GX Eagle
Kurbel: Sram GX Eagle
Umwerfer:
Bremsen vorne/hinten: Magura MT Trail Sport 203/180 mm
Sattelstütze: Rock Shox Reverb Stealth (Vario, 150 mm)
Vorbau: Race Face Aeffect 50 mm
Lenker: Aeffect 780 mm
Naben: DT Swiss 350
Felgen: WTB St i29 TCS
Reifen: Schwalbe Nobby Nic TLE 2,6"
Testurteil: Sehr gut (203 Punkte)

Geometrie

Bike-Profil

22.12.2017
Autor: MOUNTAINBIKE
© MOUNTAINBIKE