Mountainbikes im Test

Testbericht: Cube Stereo 140 HPC SL 27.5 (Modelljahr 2018)

Foto: Benjamin Hahn
Das Cube Stereo 140 gewinnt diesen Test hauchdünn – weil es der beste Allrounder ist! Bergauf düpiert es die Konkurrenz, ohne bergab zu schwächeln. Dazu ist es leicht, agil, enorm breitbandig und zumeist solide ausgestattet.
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Testurteil

Testurteil sehr gut Testsieger
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Seit rund 15 Jahren ist Cubes Stereo 140 Stammgast in all unseren All-Mountain-Tests. Und, so viel sei schon jetzt verraten: Es war nie besser als heute! Die Oberpfälzer haben ihren Dauerbrenner für 2018 komplett renoviert auf die 27,5"-Räder gestellt, geblieben ist eigentlich nur der Federweg von 150/140 mm.

Schon ein Blick auf unsere Geo-Messwerte weckt viel Vorfreude: Moderat-flacher Lenkwinkel, steiler Sitzwinkel, langer Reach bei eher kompaktem Oberrohr, knackig-kurze Kettenstreben – das ist die Blaupause für ein modernes All-Mountain, trendgerecht lang- flach, aber nicht übertrieben. Und so fährt es sich auch. Egal ob Fahrtechnik-Nerd oder „Semi- Könner“: Mit dem Stereo ist jeder sofort per Du. Man sitzt ideal ausbalanciert, absolut zentral, optimal über dem Tretlager.

Foto: Benjamin Hahn

Alle Hinterbaulager am Cube Stereo sind abgedeckt, das schaut elegant aus und schützt etwas vor Dreck und Wassereinbruch.

Dazu ist das Cube im Testvergleich ein Leichtgewicht, die schnellen Fulcrum-Laufräder und Nobby-Nic-Reifen befeuern zusätzlich – beim Metermachen in der Ebene der klare Sieger! Knifflige Kraxeleien erklimmt das Stereo herrlich leichtfüßig, auch wenn der viergelenkige Hinterbau nicht ganz frei von Antriebseinflüssen ist, dafür aber satte Traktion generiert. Fans von Steilauffahrten und Alpenüberquerungen werden zudem den 2 x 11-Shimano-XT-Antrieb mit seiner enormen Bandbreite goutieren.

Foto: Benjamin Hahn

Die Postmount-Bremsaufnahme ist direkt für 180-mm-Discs ausgelegt, braucht keinen Adapter. Die Zugverlegung ist ungewöhnlich.

Und im Talschuss? Da liegt die schwarze Schönheit nicht ganz so satt auf wie die Bergab-Brachialos von Rose oder YT, das Stereo bleibt aber stets bestens berechenbar, fein austariert zwischen Drehfreude und Spurtreue, sicher und komfortabel dank das feinfühligen Fox-Fahrwerks.

Kritik gibt es daher nur im (Downhill-)Detail: Die nicht soooo kräftige Shimano-XT-Bremse könnte vorne eine 203-mm-Scheibe vertragen, und der Schwalbe-Vorderreifen würde uns mit weicherer Gummimischung („So “ statt „Speedgrip“) besser gefallen.

Technische Daten des Test: Cube Stereo 140 HPC SL 27.5

Modelljahr: 2018
Preis: 2999 Euro
Gewicht: 13,1 kg
Rahmengewicht: 2890 g
Federgabel: 1852 g
Gewicht Laufräder: 4372 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Verfügbare Rahmenhöhen: 16", 18", 20", 22"
Getestete Rahmenhöhe: 18"
Rahmenmaterial: Carbon (Alu-Hinterbau)
Lenkkopfsteifigkeit: 66,6 Nm/°
Federgabel: Fox 34 Float Performance
Federweg getestet: 150 mm
Federbein: Fox Float DPS Evol Performance
Federweg getestet: 140 mm
Gänge und Übersetzung: 2 x 11: 36/26 Zähne vorne, 11–42 Zähne hinten
Schaltwerk: Shimano XT
Schalthebel: Shimano XT
Kurbel: Shimano XT
Umwerfer: Shimano XT
Bremse: Shimano XT
Bremsen-Disc vorne: 180 mm
Bremsen-Disc hinten: 180 mm
Sattelstütze: Cube Dropper Post (Vario, 150 mm)
Vorbau: Race Face Aeffect 50 mm
Lenker: Race Face Ride 760 mm
Naben: Fulcrum Red 55 EM
Laufradgröße: 27,5 ''
Reifen: Schwalbe Nobby Nic TLE 2,35"
Testurteil: Sehr gut (223 Punkte)

Geometrie

Bike-Profil

20.04.2018
Autor: André Schmidt
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2018