Mountainbikes im Test

Testbericht: Carver Drift 130

Foto: Daniel Geiger Carver Drift 130
Mit Top-Gewicht, XT-Parts und guten Rahmenwerten punktet das Drift. Handling (Cockpit!) und Geometrie sind leider weniger gelungen.
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Bewertung

Was uns gefällt

Was uns nicht gefällt

  • Mangelhaftes Cockpit
  • Zu flache Geometrie

Testurteil

Testurteil gut

So glänzt das Carver mit Traumgewicht, auch der Rahmen ist leicht, erzielt gute Steifigkeitswerte. Äußerst unzufrieden waren die Tester dafür mit dem Carbon-Cockpit: Der Vorbau (110 mm) ist zu lang, der Lenker (620 mm) zu schmal und so gekröpft, dass sich die Bremshebel nicht weit genug nach innen schieben lassen, die Moosgummi-Griffe verrutschen ständig. Zusammen mit den beiden Lockout-Hebeln wirkt alles überfrachtet und eng, erschwert die Kontrolle ungemein. Im groben Downhill liegt das Drift mit schluckfreudiger Magura Durin gerade durch den 68°-Lenkwinkel satt, benötigt im Kurven-Stakkato aber einen starken Steuermann. In der Ebene rollt das Carver prima, im Steilen zieht die flache Geo­metrie den Piloten jedoch tief in den Sag. Der Griff zum Lockout-Remote ist Pflicht – zulasten der Traktion.

Technische Daten des Test: Carver Drift 130

Preis: 1999 Euro
Gewicht: 12,1 kg
Rahmengewicht: * 2700 g
Federgabel (Gewicht): 1602 g
Vertriebsweg: Händler
Rahmenhöhen: 40/44/49/53 cm
Getestete Rahmenhöhe: 44 cm
Rahmenmaterial: Aluminium
Lenkwinkel: 68 °
Sitzwinkel: 70,5 °
Sitzrohr: 441 mm
Oberrohr: 586 mm
Steuerrohr: 105 mm
Federgabel: Magura Durin 120
Federweg getestet: 120 mm
Federbein: Rock Shox Ario 2.R
Federweg getestet: 120 mm
Schaltwerk: Shimano XT
Schalthebel: XT
Kurbel: Shimano XT
Umwerfer: XT
Bremse: Avid Juicy Ultimate
Bremsen-Disc vorne: 203 mm
Bremsen-Disc hinten: 185 mm
Laufräder: Shimano XT (System)
Reifen: Schwalbe Nobby Nic 2,25“

* inkl. Dämpfer

Fazit

Mit Top-Gewicht, XT-Parts und guten Rahmenwerten punktet das Drift. Handling (Cockpit!) und Geometrie sind leider weniger gelungen.

29.05.2009
Autor: André Schmidt
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2009