Mountainbikes im Test

Testbericht: Canyon Neuron AL 8.0 (Testsieger) (Modelljahr 2018)

Foto: Manfred Stromberg MB Tourenfully Test 2018
Das Neuron ist nicht das allerleichteste, aber das flinkste Bike im Feld. Agil im Kurventanz, ohne dabei unsicher zu werden, iegt das Tourenfully über den Trail, und es klettert mit enormer Leichtfüßigkeit.
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Bewertung

Was uns gefällt

Was uns nicht gefällt

  • Etwas weniger Reserven bergab

Testurteil

Testurteil sehr gut Testsieger

Das leichtfüßige Neuron zieht mit seinen knapp 13 Kilo Gewicht flott an, lässt den simpel-guten GX-Eagle-Antrieb (1 x 12 Gänge) jeden Pedalhub in direkten Vortrieb übersetzen und hält das Tempo ausdauernd. Der viergelenkige Hinterbau steht dabei hoch und antriebsneutral im Federweg, ohne bei ruppig-stufigen Uphills mit Traktion zu geizen.

Foto: Manfred Stromberg MB Tourenfully Test 2018

Canyon verlegt die Leitungen zu den Bremsen komplett und zur Sattelstütze teilweise außen. Nicht clean, aber top für Umbauer.

Weder vorne noch hinten verliert der Nobby Nic von Schwalbe (in hochwertiger TLE-Ausführung) je die Bodenhaftung und kann sich am Geläuf „sattfressen“. So leichtfüßig es mit dem Canyon den Berg hoch geht, geht es auch wieder runter.

Geschickt wuselt das Versender-Bike um die Kehren und hängt das restliche Testfeld beim Kurventanz locker ab. Erst wenn es im Downhill wirklich heftig wird, muss das kompakt geschnittene Neuron den Konkurrenten von Scott, Rocky, BMC oder Ghost den Vortritt lassen.

Foto: Manfred Stromberg MB Tourenfully Test 2018

Der viergelenkige Hinterbau funktioniert tadellos, bietet mit 110 mm Federweg aber nicht die riesigen Reserven.

Obwohl die Fox-34-Gabel mit 120 mm Hub satt auf dem Trail liegt, verlangt der steile 69°-Lenkwinkel ein bisschen mehr Führung, auch der Hinterbau agiert etwas straffer und bietet bei 110 mm Federweg logischerweise nicht die größten Reserven. Es sind dann auch eher die ausbalancierte Position im Bike und das akkurate Handling, die dem Fahrer Sicherheit vermitteln.

Technisch präzise Abfahrer werden sich damit wohlfühlen, wer „blindlings“ über den Trail bügelt, ist mit anderen Bikes besser bedient. Typisch Online-Versand: Die Ausstattung ist für 2500 Euro unschlagbar und bis ins Detail bestens durchdacht. Auch die Verarbeitung des Alu-Rahmens überzeugt.

Technische Daten des Test: Canyon Neuron AL 8.0 (Testsieger) (Modelljahr 2018)

Preis: 2499 Euro
Gewicht: 13 kg
Rahmengewicht: 3065 g
Federgabel (Gewicht): 1923 g
Gewicht Laufräder: 4494 g
Vertriebsweg: Direktvertrieb
Verfügbare Rahmenhöhen: S, M, L, XL
Rahmenmaterial: Alu
Lenkkopfsteifigkeit: 78,4 Nm/°
Federgabel: Fox 34 Float Performance
Federweg getestet: 120 mm
Federbein: Fox Float DPS Evol Performance
Federweg getestet: 110 mm
Gänge und Übersetzung: 1 x 12: 32 Zähne vorne; 10–50 Zähne hinten
Schaltwerk: Sram GX Eagle
Schalthebel: Sram GX Eagle
Kurbel: Sram GX Eagle
Bremse: Sram Guide R
Bremsen-Disc vorne: 180 mm
Bremsen-Disc hinten: 180 mm
Sattelstütze: Rock Shox Reverb Stealth (Vario, 150 mm)
Vorbau: Iridium 70 mm
Lenker: Iridium 740 mm
Naben: Mavic XA Light
Felgen: Mavic XA Light
Laufradgröße: 29 ''
Reifen: Schwalbe Nobby Nic TLE Speedgrip 2
Testurteil: Sehr gut

Geometrie

Bike-Profil

15.02.2018
Autor: Benjamin Büchner
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2018