Mountainbikes im Test

Testbericht: Cannondale Scalpel Carbon 1

Cannondale Scalpel Carbon 1
Top-Gabel, superleicht, flinkes Handling – das Scalpel besitzt viele Stärken. Aber auch eine Kinematik, die das „sehr gut“ kostet.
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Bewertung

Was uns gefällt

Was uns nicht gefällt

  • Schwacher Hinterbau ...
  • ... so bergan/-ab bockig

Testurteil

Testurteil gut

Also ein echtes Siegerbike im Test, zumal das „1er“ mit Traummaßen aufwartet: Der ausbalancierte Rahmen ist noch mal leichter geworden, die Parts diätisch, die Lefty-Gabel eh konkurrenzlos leicht. Logo, dass das Scalpel laut der Testbögen im Uphill „geht wie das Messer“. Mit einer Einschränkung: Der Hinterbau zieht sich auch mit straffster Abstimmung leicht rein, generiert zudem im Gelände kaum Traktion. Auch im Downhill schauten die Tester öfter verdutzt nach hinten: Viel ist es nicht, was sich da bewegt ... Der eh schon spärliche Hub wird kaum genutzt, Sensibilität und Schluckfreude sind quasi nicht vorhanden. Nur gut, dass die formidable Lefty so manche Fahrtechnik-Scharte schon im Vorfeld ausmerzt, zusammen mit dem steifen Steuerkopf präzise führt und die Geometrie über jeden Zweifel erhebt.

Technische Daten des Test: Cannondale Scalpel Carbon 1

Preis: 4799 Euro
Gewicht: 9,9 kg
Rahmengewicht: * 1949 g
Federgabel (Gewicht): ** 1433 g
Vertriebsweg: Händler
Rahmenhöhen: S/M/L/XL
Getestete Rahmenhöhe: M
Rahmenmaterial: Carbon
Lenkwinkel: 69,5 °
Sitzwinkel: 74 °
Sitzrohr: 428 mm
Oberrohr: 585 mm
Steuerrohr: 133 mm
Federgabel: Lefty Speed Carbon SL
Federweg getestet: 110 mm
Federbein: Fox Float RPL
Federweg getestet: 82 mm
Schaltwerk: Shimano XTR
Schalthebel: Shimano XTR
Kurbel: FSA Afterburner Custom
Umwerfer: Shimano XT
Bremse: Avid Elixir R Carbon
Bremsen-Disc vorne: 160 mm
Bremsen-Disc hinten: 160 mm
Laufräder: DT Swiss XCR 1.4
Reifen: Schwalbe Rocket Ron EVO 2,1“

* mit Dämpfer ** inkl. Vorbau

Fazit

Top-Gabel, superleicht, flinkes Handling – das Scalpel besitzt viele Stärken. Aber auch eine Kinematik, die das „sehr gut“ kostet.

16.02.2010
Autor: André Schmidt
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2010