Mountainbikes im Test

Testbericht: Cannondale RZ One Forty X

Foto: Benjamin Hahn Cannondale RZ One Forty X
Funfaktor zehn! Das RZ One Forty X verführt als veritables Sprung- und Spaßbike. Zum Allround-Einsatz ist das Cockpit zu kurz/hoch.
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Bewertung

Was uns gefällt

Was uns nicht gefällt

  • Mühsam beim Klettern

Testurteil

Testurteil sehr gut

Ungewohnt ist auch die Sitzposition, der Biker thront wie auf dem Barhocker: hoch und kurz. Grund ist die Kombi aus Stummelvorbau und extremen Rizerbar, die dem RZ eine ungünstige Kletter-position, aber auch ein ungemein direktes Handling beschert. Auf dem Trail schlägt es Haken wie ein Feldhase, gefällt trotz geringem Frontdruck mit Präzision. Wozu das gelungene Fahrwerk beiträgt: Die Stahlfedergabel spricht samtig an, der Hinterbau ist schluckfreudig, ohne wegzusacken. Dabei setzen die Amis im Gegensatz zum Rest der 140-Serie auf ein Fox-Federbein: minimal wippiger bergauf, deutlich lebendiger bergab, gut! Noch satter als auf der Erde liegt das „X“ indes in der Luft: Kein Testbike ließ sich williger zum Bunnyhop ziehen und spielerischer über kleine wie große Jumps dirigieren. Ein wahrer Luftikus! Die Parts sind zumeist durchdacht, aber wenig edel.

Technische Daten des Test: Cannondale RZ One Forty X

Preis: 2399 Euro
Gewicht: 13,2 kg
Rahmengewicht: * 2660 g
Federgabel (Gewicht): 2108 g
Vertriebsweg: Händler
Rahmenhöhen: S/M/L/XL
Getestete Rahmenhöhe: M
Rahmenmaterial: Aluminium
Federgabel: Fox 32 Van RL
Federweg getestet: 140 mm
Federbein: Fox Float RP2
Federweg getestet: 140 mm
Lenkwinkel: 68,5 °
Sitzwinkel: 72 °
Sitzrohr: 458 mm
Oberrohr: 592 mm
Steuerrohr: 132 mm
Schaltwerk: Sram X.9
Schalthebel: Sram X.7
Kurbel: Truvativ Firex 2.2
Umwerfer: Shimano SLX
Bremse: Avid Elixir R
Bremsen-Disc vorne: 185 mm
Bremsen-Disc hinten: 185 mm
Laufräder: Formu. DC71+Shim. M525/Mach1
Reifen: Schwalbe N. Nic Snake. 2,4“/2,25“

* inkl. Dämpfer

Fazit

Funfaktor zehn! Das RZ One Forty X verführt als veritables Sprung- und Spaßbike. Zum Allround-Einsatz ist das Cockpit zu kurz/hoch.

12.10.2010
Autor: André Schmidt
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2010