Mountainbikes im Test

Testbericht: BMC Speedfox 02 TWO (Modelljahr 2019)

Foto: Dennis Stratmann

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Mit antriebsneutralem Heck, gestreckter Sitzposition und leichten Laufrädern spricht das Speedfox sportliche Kilometerfresser an. Auf dem Trail zeigt es leichte Schwächen.
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Bewertung

Was uns gefällt

Was uns nicht gefällt

  • ... das bergab sehr straff agiert
  • Schwache Bremsen

Testurteil

Testurteil gut

Sein „Trailsync“-System wählten unsere Leser zur Innovation des Jahres. Die Idee dahinter ist clever: Vario-Sattelstütze und Dämpferdruckstufe sind an einen Remote gekoppelt. Ist der Sattel oben, steht der Dämpfer im wippneutralen Plattformmodus. Sobald die Stütze einfährt, öffnet sich die Druckstufe an der Hinterradfederung. Das System funktioniert einwandfrei. Der Nachteil ist, dass sich die mechanische, vollintegrierte Stütze nur um maximal 120 mm in zwei Positionen absenken lässt. Für knifflige, steile Abfahrten ist das zu wenig Spielraum.

Allerdings ist das Speedfox eh nicht für maximale Bergab-Performance gemacht, sondern eher für Fans klassischer Touren, die gerne Kilometer um Kilometer fressen. Der Hinterbau arbeitet sehr straff, zeigt maximale Antriebsneutralität – auch bei komplett geöffneter Druckstufe, was das Trailsync-System etwas in Frage stellt. Dank rollfreudiger Reifen und nicht zu schwerer Laufräder kommt der 13,4 kg schwere BMC-Tourer gut in Fahrt, rollt tempofest vorwärts. Gestreckt-sportlich sitzend, bringt man ordentlich Druck auf die Front, die langen Kettenstreben stabilisieren das Kletterverhalten zusätzlich. Die wegen des flachen 73,5°-Sitzwinkels hecklastige Tretposition passt dazu weniger. Bergab kann das BMC mit der Konkurrenz nicht ganz mithalten. Steiler Lenkwinkel und kurzer Reach ergeben klassisch-direktes Handling: Wendig, aber weniger laufruhig bittet das Speedfox um eine strenge Führung. Das 130-mm-Fahrwerk arbeitet dabei zuverlässig, jedoch straff, sodass dem BMC im ruppigen Gelände die Reserven fehlen. Zumal die billigen Shimano- MT500-Bremsen wenig Vertrauen schenken. Generell liegt die Ausstattung unter dem Klassenniveau.

Technische Daten des Test: BMC Speedfox 02 TWO (Modelljahr 2019)

Preis: 3999 Euro
Gewicht: 13,4 kg
Rahmengewicht: 3309 g
Federgabel (Gewicht): 1995 g
Gewicht Laufräder: 4625 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Verfügbare Rahmenhöhen: S, M, L, XL
Rahmenmaterial: Carbon
Federgabel: Rock Shox Revelation RC
Federweg getestet: 130 mm
Federbein: Fox Float DPS Performance Elite
Federweg getestet: 130 mm
Gänge und Übersetzung: 1 x 12: 32 Zähne vorn, 11–50 Zähne hinten
Schaltwerk: Sram NX Eagle
Schalthebel: Sram NX Eagle
Kurbel: Truvativ Stylo
Bremse: Shimano MT500
Bremsen-Disc vorne: 180 mm
Bremsen-Disc hinten: 180 mm
Sattelstütze: BMC Trailsync (Vario, 120 mm)
Vorbau: BMC 60 mm
Lenker: BMC 760 mm
Naben: DT Swiss M1900 Spline
Felgen: DT Swiss M1900 Spline
Laufradgröße getestet: 29 ''
Reifen: Maxxis Forekaster Exo TR 2,35"
Testurteil: Gut (196 Punkte)

Geometrie

Bike-Profil

Fazit

Mit antriebsneutralem Heck, gestreckter Sitzposition und leichten Laufrädern spricht das Speedfox sportliche Kilometerfresser an. Auf dem Trail zeigt es leichte Schwächen.

15.01.2019
Autor: Benjamin Büchner
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2019