Mountainbikes im Test

Testbericht: Bionicon Edison II

Foto: Benjamin Hahn Bionicon Edison II
Das Edison fasziniert als Vario-Kunstwerk und beglückt mit sattem Hinterbau. Wegen Schwächen bei Gabel und Parts nur „gut“.
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Bewertung

Was uns gefällt

Was uns nicht gefällt

  • Gabel nur Durchschnitt
  • Teils schwache Parts

Testurteil

Testurteil gut

Dann variieren via Gewichtsverlagerung Lenk- und Sitzwinkel hydraulisch von flachen 66°/69° bis zu steilen 71°/74,5°. Stufenlos und gegengleich: Sinkt die Front, hebt sich der Bürzel. In der Praxis rockt es sich abseits der Extreme oftmals besser, sonst fehlt etwa in der DH-Position auf drehendem Trail auch mit nach vorne geschobenem Vario(!)-Vorbau Front-Druck, bei komplett nach vorne verlagerter Uphill-Position geht Hinterradtrak­tion flöten. Dennoch findet sich rasch zu jedem Gelände intuitiv die passende Geometrie – variabler geht‘s nicht! Das Handling mit hohem Schwerpunkt (365er-Tretlager) benötigt etwas Eingewöhnung, per se ist das Edison angenehm wendig. Super angenehm ist auch der Hinterbau: effizient bergauf, soft bergab, top! Die Doppelbrückengabel ohne Zugstufeneinstellung agierte brav, kam mit der (Fox-)Konkurrenz aber nicht mit. Das gilt zudem für die teils nicht standesgemäßen Parts.

Technische Daten des Test: Bionicon Edison II

Preis: 2849 Euro
Gewicht: 13,5 kg
Rahmengewicht: * 3120 g
Federgabel (Gewicht): ** 2066 g
Vertriebsweg: Händler
Rahmenhöhen: S/M/L/XL
Getestete Rahmenhöhe: M
Rahmenmaterial: Alu
Lenkwinkel: 66–71 °
Sitzwinkel: 69–74,5 °
Sitzrohr: 488 mm
Oberrohr: 573 mm
Steuerrohr: 134 mm
Federgabel: Bionicon Doubleagent
Federweg getestet: 70–150 mm
Federbein: X-Fusion O2 RPV
Federweg getestet: 140 mm
Schaltwerk: Sram X.9
Schalthebel: Sram X.7
Kurbel: Truvativ Firex
Umwerfer: Sram X.7
Bremse: Formula RX
Bremsen-Disc vorne: 180 mm
Bremsen-Disc hinten: 180 mm
Laufräder: Bionicon by DT Swiss/Alex DP20
Reifen: Schwalbe Nobby Nic Snake. 2,4“

* mit Dämpfer ** Federgabel mit Vorbau

Fazit

Das Edison fasziniert als Vario-Kunstwerk und beglückt mit sattem Hinterbau. Wegen Schwächen bei Gabel und Parts nur „gut“.

11.05.2010
Autor: André Schmidt
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2010